Weichspüler: Enthält oft Schlachtprodukte (nicht vegan!)

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Weichspüler ist oft nicht vegan. Doch es gibt vegane Alternativen.
Bild: pixabay.com


Die meisten Menschen reagieren mit Ekel auf die Vorstellung, dass Weichspüler zu großen Anteilen aus Schlachtabfällen gewonnen wird. Wirklich keine schöne Vorstellung, dass die Weichheit im Pullover meist durch den Einsatz von tierischen Fetten erzielt wird. Und dass sich Schimmelpilze und andere Keime besonders drüber freuen!

Was klingt wie ein schauriger Horrorfilm, ist tatsächlich Realität: Weichspüler sind oft nicht vegan, ja nicht einmal vegetarisch. Sie enthalten sogenannte kationische Tenside, und diese werden - richtig - sehr oft aus Schlachtabfällen hergestellt. Ganz ähnlich wie bei Gallseife, bei der die Galle aber zumindest schon im Namen steckt (auch wenn viele Verbraucher nicht glauben können, dass sie immer noch aus Galle hergestellt wird).

Die Bezeichnung "Schlachtabfall" ist für die verwendeten Stoffe aus dem Schlachthof allerdings irreführend, denn tatsächlich handelt es sich um Nebenprodukte der Schlachtung.

Weichspüler fördert (oft) Tierquälerei.

Tatsache ist: Die wirtschaftliche Nutzung der Schlachtabfälle für Dinge wie Weichspüler macht die Tierausbeutung lohnenswerter. Und damit auch die Zerstörung der Umwelt durch die globale Tierhaltung, und die Vernichtung von Ressourcen (denn Tierhaltung macht Rohstoffe zu Gülle).


Wer Weichspüler mit kationischen Tensiden aus Schlachtnebenprodukten kauft, fördert damit die Ausbeutung und Quälerei von Tieren. Es ist also kein "Abfall", der "einfach so da ist", und sinnvoll genutzt wird.

Optimale Umgebung für Schimmel!

Ganz abgesehen davon bieten die stark verarbeiteten Fette im Weichspüler eine optimale Umgebung für Mikroorganismen. In der ganzen Waschmaschine bildet sich ein Film, der einen tollen Nährboden für Schimmelpilze bietet. Parfum allein, das von vielen Herstellern zugesetzt wird, kann dieses Problem nur geruchlich überdecken. Und selbst das nicht immer.

Frösche und andere Amphibien leiden unter der Chemie-Belastung der Gewässer.
Bild: pixabay.com

Konventionelle Weichspüler sollte man als verantwortungsbewusster Verbraucher übrigens auch dann meiden, wenn sie nicht aus Schlachtabfällen hergestellt werden, denn sie sind kaum biologisch abbaubar und schädigen die Umwelt. Auch das Umweltbundesamt mahnt zu einem verantwortungsvollen Gebrauch. [1].

Es gibt vegane Alternativen für Weichspüler...

Allerdings gibt es auch Hersteller, die veganen und biologisch abbaubaren Weichspüler herstellen, darunter die Firmen Sonett und Ecover, deren Produkte man im Biomarkt und in verschiedenen Drogeriegeschäften findet. Umweltfreunde sollten aber auch hier darauf achten, dass das Produkt explizit als "vegan" gekennzeichnet, und 100% biologisch abbaubar ist.


Doch "Öko" hin oder her - auch ökologische Weichspüler belasten das Abwasser und können in die Natur gelangen. Auch hier gilt der Grundsatz, lieber auf unnötige, chemische Waschmittel zu verzichten. Und mit Verzicht hat es gar nicht wirklich zu tun!

...dennoch lieber auf Weichspüler verzichten.

Wer auf Weichspüler verzichtet, muss keineswegs auf weiche Wäsche verzichten. Denn oft genügt es, die Wäsche einfach vor dem Aufhängen schön durchzuwalken. Und wer ohnehin einen Trockner verwendet, braucht erst recht keinen Weichspüler. Oder, wie es Dr. Marike Kolossa-Gehring vom Umweltbundesamt im SWR-"Marktcheck" sagt: "[Weichspüler sind] Produkte mit fragwürdigem Nutzen" [2]. Man kann also gut auf Weichspüler verzichten.

Übrigens: Kationische Tenside kommen auch in Waschanlagen für Autos zum Einsatz. Sie dienen hier mitunter als Trocknungsmittel ("Hydrophobierungsmittel") [3].

4,9/5 Sterne (38 Bew.)
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