Happy Cheeze: Veganer Käse per Crowdfunding

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Veganer Rohkost-Käse
Veganer Rohkost-Käse Bild: Happy Cheese

Ein rein pflanzlicher Käse, natürlich gereift und ohne künstliche Zusatzstoffe? Das galt lange Zeit als undenkbar. Oft bestanden Käse-Alternativen in erster Linie aus Fett und Aromen und enthielten teilweise auch Konservierungsstoffe und andere Zusatzstoffe. Und auch wenn es heute durchaus Käse-Alternativen gibt, die ohne künstliche Zusatzstoffe auskommen und sehr käsig schmecken, fehlt ihnen oft noch die Aura des traditionell gereiften Lebensmittels.

Von der Chirurgie zur veganen Käserei

Das Startup Happy Cheeze hat sich auf die Produktion von veganem Bio-Gourmet-Käse ohne künstliche Zusatzstoffe spezialisiert. Hinter Happy Cheeze stehen der ehemalige Unfallchirurg Dr. Mudar Mannah und seine Frau, die Ethnologin Dr. Annika Mannah.
Ein Teil der fröhlichen Käsesorten wird mit Edelschimmeln „geimpft“ und beginnt zu reifen – so wie die (nicht-veganen) Käsesorten Brie oder Camembert. Als Grundlage für die veganen Käse von Happy Cheeze kommen Cashew-Kerne zum Einsatz. Die Käsesorten von Happy Cheeze sind übrigens auch für Rohköstler geeignet.


Vegane Rohkost-Käse sind zwar im Grunde keine neue Erfindung – es gab schon vor vielen Jahren entsprechende Versuche – , doch es bedarf immer auch einer gewissen Erfahrung und eines langen Atems, bis solche Produkte die Marktreife erhalten und tatsächlich im Handel erhältlich sind. Happy Cheeze ist also so gesehen ein Vorreiter für natürlich gereifte, vegane Käse-Alternativen.

Neue Produktionsräume gesucht

Doch es gibt ein kleines Problem: Da sich der Weißschimmel – als Mikroorganismus – ausbreitet, muss eine neue Produktionsstätte her. Der Schimmel würde sonst auch die Produkte „reifen“ lassen, die dafür gar nicht vorgesehen seien, erklärte uns Mudar Mannah am Telefon. Daher sucht Happy Cheeze nach weiteren Produktionsräumen und hat zur Finanzierung eine Crowdfunding-Kampagne gestartet.


Crowdfunding-Kampagnen bieten für Unternehmen die Möglichkeit, schnell und mit relativ geringem bürokratischem Aufwand an Geld zu kommen. Dafür stellen sie ihr Projekt auf einer Online-Plattform vor und hoffen auf finanzielle Unterstützung ihrer „Fans“. Erst wenn ein bestimmter Betrag erreicht wird (also ausreichend viele Unterstützer überzeugt werden konnten), wird das Geld an das Unternehmen ausgezahlt und die Unterstützer erhalten ein „Dankeschön“.

Wer die Entwicklung veganer, biologischer und rohköstlicher Käse-Alternativen unterstützen möchte und sich über ein käsiges Dankeschön freut, bekommt hier also die Chance dazu. Hier gehts zur Crowdfunding-Projektseite auf Kickstarter.com. Vielleicht wird bei einer größeren Produktionsmenge auch der derzeit recht gourmöse Preis (ca. 8 Euro/100 Gramm) noch etwas sinken.

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Autor: Kilian Dreißig

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