Wegen veganem Eis: Bauernverbände starten Shitstorm

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Edeka wirbt für veganes Eis - und erntet Agrar-Shitstorm
Edeka wirbt für veganes Eis - und erntet Agrar-Shitstorm Bild: Edeka / Vegpool

Bei Edeka gibt es schon seit mehreren Jahren eine Auswahl an veganen Eissorten. Dazu gesellte sich kürzlich eine weitere Sorte: "EDEKA Peanut Butter & Cookies veganes Eis".

Das vegane Eis auf Mandelbasis wird von Edeka mit dem Slogan "No dairy, no cry" beworben ("Keine Milch, kein Schmerz"), in Anspielung auf den bekannten Song von Bob Marley: No Woman, No Cry.

Konventionelle Milchbauern inszenieren jetzt einen künstlichen Shitstorm im Wasserglas. Mal wieder. Denn der Edeka-Slogan weist auf eine Sache hin: Dass Milchprodukte einfach zum weinen sind.

Wegen dem Tierleid, aber auch, weil Kuhmilch einfach nicht gesund ist und dem Klima schadet. Die Erzeugung von einem Liter Milch ist etwa so klimaschädlich wie ein Liter brennendes Benzin!

Die Edeka-Werbung für das vegane Eis mit dem Slogan "No dairy, no cry" ist nicht die kreativste Leistung aller Zeiten, doch sie zeigt Verbrauchern, dass es pflanzliche Alternativen gibt.


Und das mögen konventionelle Milchbauern (bekanntermaßen) überhaupt nicht!

Die Bauernverbände habe Übung darin, künstliche Aufregung zu erzeugen. Als gäbe es keinen Methan-Ausstoß in der Tierhaltung (Prof. Dr. Quaschning), keine Nitrat-Überlastung im Grundwasser (Prof. Dr. Schmidtke), keine Urwaldabholzung für Futtermittel (auch in der "regionalen" Tierhaltung) und keinen Eiter in Kuhmilch.

Sie wollen nicht, dass Verbraucher von den guten Alternativen zu Kuhmilch erfahren. Sie wollen weiterhin aus Steuern subventioniert und den Marktzwängen enthoben werden. Damit die ökologisch viel nachhaltigere Sojamilch weiterhin teurer ist als der "Klimakiller" Kuhmilch.


Das gelingt nur, wenn Verbraucher die Hintergründe der Milcherzeugung nicht kennen.

Und deshalb lieben Milchbauern Verbraucher mit ihrer "wir haben schon immer Milch getrunken"-Mentalität, die weiter daran glauben wollen, dass Kuh-Milch Menschen-Nahrung sei, und dass Euter platzen, wenn man Kühe nicht melkt. Und dass industrielle Kuhhalter ihre hunderten bis tausenden Kühe ganz dollll lieb haben. Schnief!

Alles soll offenbar so bleiben, wie es ist. Wahrscheinlich auch das Vollzugs-Defizit in Sachen Tierschutz-Kriminalität, das dazu führt, dass selbst grausamste Tierquälerei in der kommerziellen Tierhaltung oft straflos bleibt. Siehe unser Interview mit Strafrechtler Prof. Jens Bülte.

Auch als der Süßwarenhersteller Katjes mit Tierrechts-Symbolik für seine neuen, veganen Schokoladen geworben hat, hat die Agar-Industrie einen Skandal inszeniert, wie er künstlicher und aufgesetzter kaum sein könnte.


Die kommerziellen Milchbauern glauben offenbar, dass sie mit öffentlichem, inszenierten Druck auf die Supermärkte und Hersteller erreichen können, dass die Fakten weiterhin verschwiegen werden. So, wie sie das in der Vergangenheit oft geschafft haben. Die gängigen Milch-Mythen haben ja ihre Herkunft...

Dabei zeigt sich schon heute: Die Unternehmen, die rechtzeitig auf nachhaltige, zukunftsfähige Produkte umsteigen, können davon richtig profitieren. Denn natürlich stammen auch die Zutaten im veganen Eis überwiegend aus landwirtschaftlicher Erzeugung. Nur eben ökologischer, tierfreundlicher und wahrscheinlich sogar gesünder.

Autor: Kilian Dreißig
5,0/5 Sterne (102 Bew.)

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Schlagworte: Protest Landwirtschaft

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