Studie

Überdosierung von Vitamin D erhöht Sturzgefahr bei Senioren

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Bild: Fotolia.com (bearb.)

Eine Überdosierung von Vitamin D kann bei Senioren die Sturzgefahr erhöhen. Das hat eine neue endokrinologische Studie der Universität Zürich gezeigt. An der Studie hatten 200 Frauen und Männer von über 70 Jahren teilgenommen, die im Vorjahr mindestens einmal gestürzt waren. Die Studie sollte die Annahme überprüfen, ob die Gabe von hochdosierten Vitamin-D-Präparaten das Sturzrisiko senken kann.

Um dies zu untersuchen, wurden die Teilnehmer wurden in drei Gruppen aufgeteilt. Ein Drittel erhielt die offiziell empfohlene Dosis von 24.000 IE Vitamin D pro Monat, die zweite Gruppe erhielt einmal pro Monat 60.000 IE Vitamin D und die dritte Gruppe erhielt einmal pro Monat 24.000 IE Vitamin D, sowie 300 Mikrogramm Calcifediol, einer aktiveren Form von Vitamin D. "Die Untersuchung zeigt [...], dass die Senioren, die die Hochdosis oder die Kombinationstherapie erhalten haben, zwar häufiger höhere Vitamin D-Spiegel im Blut erreichten, dass sich aber ihre Muskelfunktion nicht verbesserte", so Professor Matthias Weber, Mediensprecher der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE).

Studienteilnehmer stürzten sogar häufiger

Die Studienteilnehmer stürzten sogar deutlich häufiger - und zwar um 66 bzw. 67% häufiger, also die Vergleichsgruppe mit 48%. Ob eine tägliche Dosis von Vitamin D vergleichbare Wirkungen hat, wie die monatliche Dosierung, konnte die Studie aber nicht eindeutig klären. Die DGE rät, auf einen gesunden Lebensstil mit ausgewogener Ernährung und regelmäßiger körperlicher Bewegung möglichst im Freien zu achten.

„Vitamin D ist zwar ein lebenswichtiges Hormon, das der Körper teilweise selbst herstellen kann“, erklärt Professor Helmut Schatz, kooptiertes Mitglied des DGE-Vorstandes aus Bochum: „Als Tablettenform oder in Nahrungsergänzungsmitteln wird es aber zu einem Medikament, und wie bei allen Medikamenten gibt es eine optimale und eine schädliche Dosis.“ Eine hochdosierte Einnahme von Vitamin D sollte daher grundsätzlich mit einem Arzt abgeklärt werden.

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Kommentare

#2: Lisa108
26.01.2016, 05:53 Uhr
Zu meinem Kommentar oben ist mir ein Fehler unterlaufen richtig sind 1.000 i. E. pro Tag.
#1: Lisa108
25.01.2016, 18:50 Uhr
Ich war im Dezember zur REHA in Freiburg. Dort wurde bei allen das Blut auf Vitamin D-Mangel untersucht. Vitamin D-Mangel ist in unseren Breitengraden im Winter sehr häufig. Deshalb sollten man laut den Ärzten im Winter Vitamin D Präparate einnehmen (10.000 i.E. pro Tag bei Mangel). Durch unsere Arbeiten in geschlossenen Räumen sind wir zu wenig in der Sonne. Vitamin D hat keinen Einfluss auf die Muskeltätigkeit, es macht die Knochenstruktur härter. Die Muskeln kann man nur durch Sport verbessern.
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