Kommentar

Vegan-Projekt Veganblatt.com steht zum Verkauf

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Veganblatt.com steht zum VerkaufVeganblatt.com steht zum Verkauf
Bild: Screenshot / K/Vegpool


Das bekannte österreichische Vegan-Onlinemagazin veganblatt.com steht zum Verkauf. Das teilten die Betreiber auf ihrer Website mit. Mir als Betreiber von Vegpool.de, gibt es einen Stich ins Herz. Denn auch wenn wir eine ganz unterschiedliche redaktionelle Ausrichtung hatten, sind wir uns virtuell öfter über den Weg gelaufen. Wie ein netter Nachbar, mit dem man vielleicht doch ganz gerne mal ein bisschen fachsimpelt hätte.

Zugleich steht der Verkauf von veganblatt.com für mich symbolisch auch für eine äußerst unsichere Zukunft veganer Projekte allgemein.

Die meisten veganen Online-Projekte werden weitgehend ehrenamtlich betrieben - oft neben Beruf und Familienleben und häufig ohne wirtschaftliches Interesse. Manch ein Projekt endet schon nach wenigen Wochen, wenn der erste Enthusiasmus abebbt. Nur die Wenigsten schaffen es, ein paar Jahre zu überstehen. Veganblatt.com gehörte dazu. Mit einer Vielzahl an Artikeln und einer hohen, regelmäßigen Aktivität und thematischen Relevanz.

Doch der kommerziell einigermaßen tragfähige Betrieb eines Portals erfordert neben der redaktionellen Arbeit jede Menge Suchmaschinenoptimierung, Online-Marketing - und die intensive Kontaktpflege zu veganen Unternehmen, die das Projekt letztendlich finanzieren. Zeit, die manch ein Betreiber nicht noch zusätzlich bezahlen kann oder will. Ein Einsatz, den die wenigsten Leser erkennen können - und den sie durch Werbeblocker häufig sogar aktiv sabotieren.

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Auch Vegpool läuft weitgehend pro bono, als Projekt der Veganen Agentur in Berlin, die sich wiederum durch das Angebot von Dienstleistungen rund um Online-Marketing und Webentwicklung finanziert.

Beim Veganblatt scheint dies zumindest nicht das Hauptproblem gewesen zu sein. Man spricht von personellen Veränderungen, die den Betrieb des Projektes nicht weiter ermöglichten. Und doch war ein Verkauf für manch ein anderes Projekt schon der Anfang vom Ende. Denn die meisten veganen Projekte leben regelrecht von der Motivation der Betreiber und lassen sich daher nicht so einfach auslagern. Die Seele des Projekts kommt schließlich von den Autoren.

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An dieser Stelle wünsche ich den Betreibern vom Veganblatt alles Gute und viel Erfolg bei zukünftigen veganen Projekten! Ich hoffe, Ihr findet einen kompetenten, nachhaltig orientierten neuen Betreiber des Projekts. Und danke auch für eine spannende Zeit, in der man sich - zumindest in den SEO-Reports - immer wieder über den Weg gelaufen ist.

Autor:
3,7/5 Sterne (3 Bew.)

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