Studie

Vegetarier und Veganer haben weniger soziale Vorurteile

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Frau beim EinkaufFrau beim Einkauf
Bild: © Boggy - Fotolia.com (bearb.)


Vegetarier und Veganer haben weniger soziale Vorurteile als Fleischesser – das hat eine Studie der Universitäten Mainz und Wuppertal ergeben. An der Untersuchung hatten rund 1400 Personen teilgenommen, darunter 35% Omnivore (Fleischesser), 31% Vegetarier und und 34% Veganer.

Die Studie mit dem Titel „Diet, authoritarianism, social dominance orientation, and predisposition to prejudice“ sollte folgenden Fragen auf den Grund gehen:

  • Gibt es Zusammenhänge zwischen den Ernährungsgewohnheiten eines Menschen und den Einstellungen dieser Person gegenüber anderen Menschen?
  • Haben Menschen, die Fleisch und tierische Produkte konsumieren, mehr Vorurteile gegenüber anderen sozialen Gruppen und Minderheiten als Vegetarier oder Veganer?
  • Wie ausgeprägt ist ihr autoritäres und hierarchieorientiertes Denken, also welche Haltung haben sie zu autoritären Systemen und zu sozialer Dominanzorientierung?

Studie mit eindeutigen Ergebnissen

Die Ergebnisse sind wissenschaftlich eindeutig: „Menschen, die sich vegan oder vegetarisch ernähren, halten offenbar nicht so stark an Althergebrachtem fest, außerdem bevorzugen sie häufiger gleichwertige Beziehungen gegenüber hierarchischen“, so Forscherin Prof. Susanne Singer. Ältere Personen würden allgemein stärker zu Vorurteilen gegenüber anderen Personen tendieren, doch auch hier hätten sich Unterschiede zwischen Vegetariern und Fleischessern gezeigt. Bei Männern waren die Unterschiede nochmal deutlich stärker zu erkennen gewesen, als bei Frauen. Es gibt also eine eindeutige Korrellation zwischen der Neigung zu Vorurteilen und der Ernährung.


Menschen mit einer stärkeren Neigung zu Vorurteilen tendieren gemäß der Definition des Sozialpsychologen Gordon Allport dazu, schlechter über andere Menschen zu denken, ohne dies ausreichend begründen zu können. Die Kausalität zwischen sozialen Vorurteilen und der Ernährung wurde während der Untersuchung nicht behandelt, teilte uns die Studienleiterin Petra Veser mit. Die Studie beweist aber eindeutig, dass Zusammenhänge zwischen der Neigung zu Vorurteilen und der Ernährung gibt. Damit bietet die Studie eine wissenschaftliche Basis für weitere Forschungen auf diesem Gebiet.
Die Studie ist in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrit „British Food Journal“ erschienen.

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