Veganer Kaviar: So schmeckt der "Belugart" von AKI

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Sieht täuschend nach Kaviar aus: Der vegane "Belugart".
Sieht täuschend nach Kaviar aus: Der vegane "Belugart". Bild: K/Vegpool

Kaviar gehört zu den Tierprodukten, die bei den wenigsten Menschen regelmäßig auf dem Speiseplan stellen. Dass es auch hier längst vegane Alternativen gibt, zeigt, wie weit die Hersteller inzwischen sind.

Denn warum Kaviar essen, wenn es auch umwelt- und tierfreundlich geht? Kaviar ist schließlich nicht vegetarisch, da die Tiere bei der Produktion getötet werden.

Wie der "Belugart" vom Altonaer Kaviar Import Haus (AKI) schmeckt, erfahrt ihr hier!

Das Produkt "Belugart" haben wir bei Kaufland im Regal mit den Brotaufstrichen gefunden. Der Preis von 2,99 Euro ist stolz für ein winziges Gläschen mit 100 Gramm Inhalt. Vielleicht ist das Kalkül dahinter, dass das herkömmliche Produkt aus den Eiern von Stören auch teuer ist.

So sehen sie aus, die "Gourmet Pearls" als Seealgen.
So sehen sie aus, die "Gourmet Pearls" als Seealgen. Bild: K/Vegpool

Lauf Aufschrift handelt es sich bei Belugart um "Gourmet Pearls aus Seealgen". Das klingt vielversprechend! Übrigens habt ihr oben richtig gelesen: Das Produkt wird von einem Kaviar-Importeur vertrieben.


Wie also schmeckt der vegane Kaviar?

Tatsächlich weiß der Autor nicht, wie echter Kaviar schmeckt. Also mal im Umfeld umgehört. Demzufolge schmeckt Kaviar offenbar vor allem... sorry... ekelhaft. Aber er gilt als totschick und exklusiv und da muss man auf solch banale Dinge wie Geschmack offenbar nicht so viel Rücksicht nehmen.

Wie also schmeckt der vegane Kaviar?

Die Belugart Gourmet Pearls kommen der Schilderung von Kaviar recht weit entgegen. Obwohl sie eigentlich soo übel nicht schmecken.

Sie schmecken leicht algig und salzig, sind ein bisschen glibberig und sehen optisch sehr ähnlich aus wie "echter" Kaviar. Wäre irgendwie angesichts der Preise kaum verwunderlich, wenn Kaviar bereits heute mit Algen-Perlen gestreckt würde. Wenn sich das so leicht nachmachen lässt...

Der vegane Kaviar ist auf einem veganen Buffet sicherlich eine originelle Deko. Wenn es um den Geschmack selbst gibt, würden wir andere Produkte mit Meeresalgen empfehlen. Zum Beispiel einen guten Seetang-Salat aus dem Biomarkt (der dabei natürlich auch noch deutlich günstiger ist).

Die Zutatenliste des veganen Kaviars von AKI.
Die Zutatenliste des veganen Kaviars von AKI. Bild: K/Vegpool

Die Zutatenliste lässt das Produkt aufgrund der vielen E-Nummern recht "chemisch" erscheinen. Das wird aber zumindest teilweise dadurch relativiert, dass sich hinter E 153 harmlose Holzkohle verbirgt. E330 steht für Zitronensäure.

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Autor: Kilian Dreißig

4,5/5 Sterne (22 Bew.)

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"Belugart": Veganer Kaviar. Wie schmeckt er?
(4 Antworten)
Letzter Beitrag: 06.07.2021, 17:56 Uhr


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Schlagworte: Fisch-Alternativen Ersatzprodukte Testbericht vegan
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