Online Kurs "Smart democracy" - Mit Messer und Gabel das Klima retten?

Erstellt 18.02.2020, 15:19 Uhr, von Sunjo. Kategorie: Allgemein und Off-Topic. 8 Antworten.

Online Kurs "Smart democracy" - Mit Messer und Gabel das Klima retten?
18.02.2020, 15:19 Uhr
Wie unsere Ernährung die Umwelt beeinflusst.

Von vegan steht in der Beschreibung nichts, deshalb packe ich es mal in den Off-Topic-Bereich. Aber man könnte ja hoffnungsvoll interessiert mal reinschauen?
Es handelt sich um einen Livestream aus der Volkshochschule Wolfsburg am 21.4. und ist vermutlich über jede Volkshochschule kostenlos buchbar.
Wenn es jemanden interessiert, der die Buchungsmöglichkeit nicht selbst findet, schick ich den Link der Leipziger VHS auch gern weiter (ich hab keine Erfahrung mit den technischen Kapazitäten der VHS und will da nichts riskieren).
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Hi,

was hältst Du davon? :star:

LG!
21.04.2020, 18:55 Uhr
Geht gleich los und unter diesem Link kann man sich auch ganz kurzfristig noch anmelden:
Edit: Link wieder entfernt, die haben leider dermaßen krasse technische Probleme, dass man da nur auf eine Wiederholungsveranstaltung hoffen kann.
1x bearbeitet

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21.04.2020, 20:15 Uhr
Haben die das mit Zoom gemacht? Da gehen wohl anscheinend max. 1000 Teilnehmer. Ich hatte das letztens auch mal. Da war ich zu spät und kam nicht mehr rein.
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21.04.2020, 20:23 Uhr
Leider nicht mit Zoom, es waren wohl so ca 700 Teilnehmer. Zoom boomt zwar gerade, wird aber auch in Sachen Datenschutz kritisiert (keine Ahnung, ob das berechtigt ist) - aber immerhin funktioniert es. Die letzten Webinare waren immer mit Zoom und parallel dazu mit Youtube, und jetzt hatten sie mal was anderes probiert und es hat nicht geklappt. Sie wollen aber eine Wiederholung ansetzen. Und man konnte Fragen einreichen und dann auch für die Fragen der anderen abstimmen, damit diese im Anschluss gestellt werden. Aus den Fragen war erkennbar, dass da definitiv Veganer mit am Start waren :-)
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21.04.2020, 20:31 Uhr
Es gab da wohl in USA einige Vorfälle und die New Yorker Staatsanwältin ist dort wohl vorstellig geworden. Aber ich denke, wenn es um eher unspektakuläre Themen geht (also nicht gerade Geschäftsgeheimnisse besprochen werden) ist es sicher eine ordentliche Alternative.


https://www.heise.de/security/meldung/Videokonferenz-Software-Ist-Zoom-ein-Sicherheitsalptraum-4695000.html
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21.04.2020, 20:49 Uhr
Hey
Zoom wird mega gedisst.
Habe neulich den Artikel dazu gefunden. Scheint alles halb so wild zu sein...
https://www.datenschutz-guru.de/zoom-ist-keine-datenschleuder/
Was meint ihr?
LG
FLO
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21.04.2020, 21:02 Uhr
Wie gesagt, ich habe auch einige private Zoom Meetings in letzter Zeit gemacht. War immer in Ordnung. Von der Firma haben wir allerdings ein striktes No-Go für Zoom Meetings, aufgrund der Datensichterheitsproblematik. Da wir ein globales Unternehmen sind mit einer großen IT Abteilung, denke ich, dass die das schon richtig einschätzen können. Ich kann es nicht.
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19.05.2020, 13:33 Uhr
Die Wiederholung war gestern. Der Link, den ich von der VHS erhalten hatte funktionierte nicht, aber ich hatte auch von smart democracy einen Hinweis auf den Livestream bei Alex Berlin erhalten und das dann dort gesehen.
Gibt es momentan auch auf Youtube (eventuell nur kurzzeitig): https://www.youtube.com/watch?v=oCpXczatZxk
Aus veganer Sicht ein Reinfall: sie haben sich nicht getraut, Konsequenz zu empfehlen. Stattdessen empfahlen sie nur Fleischreduktion, um die Leute nicht zu überfordern (was ja sinnvoll ist, aber man kann doch trotzdem ehrlich sein) und Vermeidung von Essensverschwendung. Blöder Whataboutismus war enthalten, z.B. die Leute in der Mongolei sind auf tierische Produkte angewiesen, da Landwirtschaft dort kaum möglich ist (das mag ja stimmen, aber hat nichts mit unserer Ernährung zu tun). Die Frage, ob vegan besser ist als bio oder saisonal/regional kann man beantworten (dafür gibt es Rechenbeispiele), aber sie wollten offenbar nicht. Und auf die Frage, ob unser Grünland wirklich nicht in Ackerfläche umgewandelt werden kann, kam die Antwort, dass ausgewiesenes Grünland nicht umgewandelt werden darf. Dass Weidewirtschaft tatsächlich einen Beitrag zur ökologischen Vielfalt und zum Klimaschutz beiträgt (Humusaufbau), bestreite ich gar nicht, aber ich finde nicht, dass das ein Grund ist, Tiere zu essen oder anderweitig auszubeuten. Das sind dann aber wohl einfach unterschiedliche moralische Standards.
Ein paar gute Sachen waren im Vortrag aber auch enthalten, gerade für Einsteiger in die Thematik Umweltschutz und was man selbst beitragen kann und sollte. Auch hier wurden wieder (in sehr abgeschwächter verkürzter Variante einige Challenges vorgeschlagen) - interessant waren die Challenges, die sich die Referentinnen selbst gesetzt haben (Mitgliedschaft in einer solidarischen Landwirtschaft, Vorräte auf MHD prüfen und zum Aufbrauchen neue Rezepte probieren, sowie Kräuterwanderung plus Kochkurs). Und sie lehnen ganz klar die Massentierhaltung ab. Auch die generelle Systemfrage und die Forderung nach politischen Rahmenbedingungen, damit man sich nicht nur nicht mehr zwischen Tierleid, Umweltzerstörung und Kinderarbeit entscheiden muss, sondern auch nicht mehr kann, weil so etwas gar nicht mehr angeboten werden darf, war ein guter Beitrag der Veranstaltung.

1x bearbeitet

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19.05.2020, 16:19 Uhr
@ Sunjo - vielen Dank !!!
Dennoch habe ich Anmerkungen - ich denke nicht, dass es aus veganer Sicht ein Reinfall war - die Konsequenz, waren Schritte die jeder ohne Überforderung gehen kann und das Ziel hieß bewußt nicht - werdet auf biegen und brechen vegan, sondern fangt JETZT an eure Ernährung und Konsum nachhaltig umzustellen.
Mir haben viele Aspekte aus der Seele gesprochen - ich konsumiere bekanntermaßen aus Umweltschutzgründen kein tierisches Eiweis ;-)
Ich denke gerade solche Diskussionen, in der mehr als einmal auf den Vorteil von veganer (pflanzlicher Ernährung ohne Umwege) hingewiesen wurde, bringt mehr als ein Abfeiern von veganen "Vorbildern" a la Hildmann - der ja ein solch veganes hippes Lebensgefühl transportiert hat (Sarkasmus off). Sorry, meine Wahrnehmung der veganen Gemeinschaft/Community hier in Deutschland war vor einigen Jahren geprägt zwischen verbohrten Trauerklößen, die interessierte Omnies gleich mit Mörder begrüßten und überschwenglich feiernden Hipstern auf der Suche nach dem nächsten Superfood-Kick - dies hat sich zum Glück etwas geändert.
Ich mag dieses neudeutsche Wort "Whataboutismus" nicht - Fakt ist, nicht die ganze Weltbevölkerung kann vegan werden oder sich aus eigener Kraft vegan ernähren aber wir hier in Deutschland haben schon eine Verantwortung/Vorbildfunktion für die "erste und zweite Welt" - aber so lange, wie z.B. PETA einen veganen Designerschuh by Sioux feiert und die vegane Gemeinschaft hier jubelt, anstatt den Lederkonsum von Sioux zu kritisieren haben wir ein Problem und das hat was mit Einstellung, Wahrhaftigkeit und der Erreichbarkeit der eigenen Nase zu tun.
Ich verdanke meine Lebenseinstellung, meine Ernährungsweise, eine andere Sicht auf nichtmenschliche Mitgeschöpfe zum großen Teil Menschen, die voller Überzeugung Veganer sind - diesen meinen herzlichsten Dank !!! Diese Menschen haben von mir keine 180° Wandlung verlangt, sondern sind mit mir Essen gegangen, haben geredet und ihr Veganer-sein vorgelebt. ;-)



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