Partner plötzlich vegan - wie damit umgehen

Erstellt 12.12.2020, 13:40 Uhr, von Mewchen. Kategorie: Allgemein und Off-Topic. 39 Antworten.

14.01.2021, 10:14 Uhr
Hallo Vegbudsd
mit Deinem letzten Absatz komme ich nicht ganz klar, da scheint etwas zu fehlen beim ersten Satz.
Ansonsten stimme ich Dir voll zu
Lieben Gruß
METTA

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Hi,

was hältst Du davon? :star:

LG!
14.01.2021, 12:42 Uhr
Ja, da hast DU Recht: Nach müd kommt blöd...

Dennoch kann man beim Umstieg auf vegane Ernährung (das gilt übrigens für fast alle Veränderungen des bisherigen Status in der Beziehung wie erneute Arbeitsaufnahme nach Berufspause, oder die Aufnahme eines neuen Hobbys usw.).
...da fehlt: "Fehler und Konflikte weitgehend vermeiden."

Danke für Deinen Hinweis :heart: :thumbup:
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14.01.2021, 13:15 Uhr
Hi Vegbudsd
danke für die schnelle Aufklärung ! :heart: :thumbup:


Lieben Gruß
METTA
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19.01.2021, 15:18 Uhr
Hallo sunjo :wink:
Ich wusste ja NICHT, daß das soooo krass war mit der häuslichen Gewalt 🥺
Natürlich verabscheue ich jegliche Art von Gewalt ☹
Ich möchte mich hiermit in aller Form für meinen Post entschuldigen 🙏
✌🐾🌱💖
2x bearbeitet

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19.01.2021, 18:12 Uhr
Ich habe keine Lösung vorzuschlagen, nur grundsätzlich Folgendes: Wer andere Menschen und gerade die eigene Partnerin so behandelt, ist m.E. im Unrecht. Für mich spielt es keine Rolle, ob er da irgendwie verzweifelt ist- das hat er nicht an dir auszulassen. Irgendwas ist faul daran, dass jemand sein Mitgefühl für ihm fremde Tiere entdeckt zu haben meint, aber null Empathie für die nächsten Angehörigen zeigt. (Wenn er dich schubst, gefährdet er übrigens auch sein Kind.) Vielleicht kann er gar kein echtes Mitgefühl fühlen und klammert sich zum Ausgleich an eine Ersatzidee. Wir haben in der Verwandtschaft eine konservativ religiöse Frau, die zwar großzügig an katholische Projekte in Tansania spendet, ihre eigenen Verwandten aber regelmäßig vor den Kopf stößt und lieber ganz den Kontakt abbricht, wenn die mal anderer Ansicht sind. Die am strengsten religiös lebende Frau in der Familie ist die mit der geringsten Nächstenliebe.


Durch Verbitterung und Gewalt lebt dein Mann das Gegenteil von dem, was er vorgibt, sein zu wollen. Da du so rücksichtsvoll mit ihm umgehst, hat er nicht einmal den Vorwand, du würdest ihn nicht respektieren. Umso mehr verrät sich, dass er dich nicht respektiert. Ich kann natürlich zu nichts raten, aber wenn du an Trennung denkst, fällt mir einfach kein Grund ein, es nicht durchzuziehen. Er ist entweder gefährlich oder schwach, und beides kann man nicht als Partner oder Vater gebrauchen. Mit so einem unreifen Verhalten sieht mir das nicht nach zukünftigem Vater-Mutter-Kind, sondern nach Mutter-Kind-großes Kind aus.


Er verkörpert genau diese Sorte Veganer, von der ich bisher glaubte, sie seien nur ein Klischee von Altherrenwitzen. Tut der veganen Bewegung jedenfalls keinerlei Gefallen.


Was mich nur wundert ist: Wenn für ihn eine Grundvoraussetzung für ein gutes Zusammenleben ist, dass seine Frau Veganerin ist, warum sucht nicht ER eine andere Frau? Nein, er will stattdessen dich verändern. Das ist doch nur selbstgefälliges Machtgehabe mit Hilfe der veganen Moralkeule als Waffe. Bei der Haltung kannst du nicht sicher sein, dass ihm, falls du tatsächlich auf vegan umsteigst, nicht das nächste Thema einfällt.
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19.01.2021, 19:38 Uhr
Gerade bei Gewalt bitte ich ganz entschieden darum, keine Ferndiagnosen zu stellen, da diese im allgemeinen falsch sind. Was im Kopf eines Gewalttäters vor sich geht, weiß wenn überhaupt nur der Täter selbst. Solche Gewaltgeschehen sind oft derart komplex, dass ich in solchen Fällen immer bevorzuge, sowohl Opfer als auch Täter zu einer Familienberatung zu schicken, weil dort zumeist sehr kompetente Leute sind, die das Geschehen aufarbeiten und beiden entweder helfen, mit ähnlichen Situationen künftig gewaltfrei umzugehen, oder aber sich ohne weitere Gewalt gut zu trennen.

Auch "Gewaltpräventiostrainings" haben sich wie z.B. in Giessen bei Pro Familia sehr bewährt!
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19.01.2021, 19:55 Uhr
Zitat Vegbudsd: Solche Gewaltgeschehen sind oft derart komplex, dass ich in solchen Fällen immer bevorzuge, sowohl Opfer als auch Täter zu einer Familienberatung zu schicken,


Sorry ,da muss ich widersprechen.
Das ist jetzt meine persönliche Meinung !
Ich sehe dass völlig anders . Ich bin schon sehr lange verheiratet. Wenn mein Mann mich einziges Mal geschlagen hätte oder sonst irgendwie körperlich angegriffen hätte, wäre ich heute nicht mehr verheiratet !!
Da hätte auch keine Familienberatung mehr geholfen!!
Streiten JA, Gewalt NEIN
Wie gesagt: MEINE MEINUNG
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19.01.2021, 20:13 Uhr
Ach herrjeh, meine Äußerung sollte auch keinerlei Rechtfertigung für irgendeine Form von Gewalt sein - im Gegenteil! Bitte mich nicht so verstehen.

Dennoch kenne ich Paare, bei denen das so gelaufen ist, und die seit der Beratung/Aufarbeitung sehr gut miteinander harmonieren und streiten - seit Jahren ohne Gewalt. Das ist eine echte Chance für beide (vor allem sicherlich für den Täter), natürlich nur, wenn das auch von BEIDEN so gewollt wird, was aber häufiger der Fall ist.


Täter sind oft nicht Täter, weil sie es wollen, sondern aus vielen verschiedenen Gründen, die oft sogar gar nichts mit der aktuellen Partnerschaft zu tun haben. Die liefert dann oft nur die entsprechenden Auslöser usw. Es hilft mehr, einem Täter zu helfen, kein Täter mehr zu sein, als sich ohne weitere Aufarbeitung von ihm zu trennen.

Das ist aber je nach dem keinerlei Hilfe für das in aller Regel weibliche Opfer, weshalb ich jede Frau/ jedes Opfer sehr gut verstehe, wenn sie sich für den von Dir gezeigten Weg entscheidet. Trennung ist aber eine der möglichen Lösungen, nicht die einzige.

Wie gesagt, Ferndiagnosen über die gestige Verfassung und die Motivlage eines Täters sind sehr schwierig. Auch der immer mal wieder ins Feld geführte "kulturelle Hintergrund" ist oft nicht der eigentlich ausschlaggebende.

Wie gesagt, keine Rechtfertigung für Gewalt, aber durchaus Hilfe für die, die selbst unter ihrer eigenen Gewalttätigkeit leiden und sie überwinden wolle.
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Sonntag, 22:00 Uhr
Hallo Mewchen,
das ist ja schrecklich! Auch wenn man in Bezug auf die Ernährung andere Vorstellungen hatte, sollte man doch immer respektvoll miteinander umgehen, tut mir total Leid. Mein Freund ist übrigens auch nicht vegan - ich finde das sollte jeder selbst entscheiden, auch wenn ich verstehen kann wenn man gerne die gleichen Wertvorstellungen hätte. :-/
Da inzwischen ja ein bisschen Zeit vergangen ist: Wie ist es dir in der Zwischenzeit ergangen, konntet ihr es klären oder leider nicht?
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gestern, 05:04 Uhr
Zitat Karotte97:Wie ist es dir in der Zwischenzeit ergangen, konntet ihr es klären oder leider nicht?


Ich nehme mir Mal die Freiheit die weiteren Posts zusammenzufassen(sind doch einpaar geworden, kein Wunder das man nicht alles bis zum Schluss durchliest): Die Situation ist eskaliert und Mewchen beschloss den Menschen hinter sich zu lassen.
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