Artikel in der Süddeutschen

Erstellt 23.01.2019, 10:04 Uhr, von kilian. Kategorie: News & Aktuelles. 5 Antworten.

Artikel in der Süddeutschen
23.01.2019, 10:04 Uhr
Hallo,
in der Süddeutschen ist ein Artikel anlässlich der "Grünen Woche" erschienen, der aus ökologischer Sicht relativ klare Worte wählt
https://www.sueddeutsche.de/wissen/fleisch-konsum-kommentar-1.4293781
Bin gespannt, ob wir die Fleischsteuer noch erleben werden ...
Viele Grüße
Kilian
Mut bringt neuen Mut hervor.
~ Millicent Fawcett

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System
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23.01.2019, 12:20 Uhr
Ich habe den Eindruck, dass die Agrarlobby eine unheimlich Macht hat, irgendwelche Veränderung zu stoppen, die den großen Agrarfirmen-Bauernhöfe kann man da schon nicht mehr sagen- lästig sind.

Es gab ja vor kurzem auch einen Bericht über die Geschichte des Bauernverbandes im Fernsehen und einen interessanten Bericht dazu gibt es auch hier:
https://www.hintergrund.de/politik/inland/agrarpolitik-im-dienst-der-industrie/

Veg-Badge

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23.01.2019, 16:05 Uhr
Zitat kilian:
Bin gespannt, ob wir die Fleischsteuer noch erleben werden ...


Am Wochenende fiel zum ersten Mal aus grünem Promimund der Ausdruck "Ernährungswende". War intern, deshalb sag ich jetzt nicht wer es war.

Ich bin überzeugt davon, dass immer mehr Menschen erkennen, dass die gesellschaftlichen und materiellen Schäden und Kosten der bisherigen Landwirtschaft und Ernährung aufhören müssen und nur noch pflanzliche Kost das Klima und die Ernährung der Weltbevölkerung sichern werden.

Die Steuer kommt, da bin ich sicher. Und ich glaube auch, dass das schneller gehen wird, als sich das so mancher vorstellen kann. Der Druck jedenfalls wächst!

Unser Ziel ist eine für Landwirte auskömmliche Landwirtschaft und schmackhafte, gesunde Ernährung, ohne Tierleid und ohne Tiertod!

2x bearbeitet

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23.01.2019, 17:24 Uhr
Lieber als eine Fleischsteuer wären mir umfassende Vorgaben durch die Politik, wie nachhaltige, verbraucherfreundliche und "tiergerechte" (tiergerecht, wenn man nicht davon ausgeht, dass es grundsätzlich verwerflich ist, Tiere zu nutzen) Erzeugung tierischer Produkte auszusehen hat.

Eine Fleischsteuer ändert das Bewusstsein der Verbraucher nicht, bringt sie im Gegenteil sogar noch gegen diesen Ansatz zur Fleischverringerung auf oder führt zu einem auf keiner angemessenen Grundlage basierenden gutem Gewissen beim Verzehr tierischer Produkte. Die meisten Menschen werden sich Fleisch in unveränderter Menge leisten können. Im schlimmsten Fall werden die Tiere noch ausbeuterischer gehalten als sowieso schon, damit man den Erzeugungspreis so drücken kann, dass am Ende trotz Fleischsteuer ein unveränderter Preis steht.

Und dass mit den Steuereinnahmen aus der Fleischsteuer nichts für Umwelt, Tiere oder Nachhaltigkeit getan wird, sondern x-beliebige Haushaltslöcher gestopft werden, darf erfahrungsbasiert vorausgesetzt werden.
"Rettet die Erde - sie ist der einzige Planet mit Schokolade"
Veg-Badge

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23.01.2019, 19:41 Uhr
Eine Fleischsteuer hätte aber eine Symbolkraft. Denn aktuell heißt es ja oft bloß "bist du jetzt unter die radikalen veganer gegangen", wenn fleischkonsum kritisiert wird :)
(Nicht dass eine Fleischsteuer viel ändern würde... bin also kein Verfechter davon)
Mut bringt neuen Mut hervor.
~ Millicent Fawcett

1x bearbeitet

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24.01.2019, 09:08 Uhr
Interessant finde ich im Artikel den unscheinbaren Nebensatz kurz vor Schluss, dass auch die Verbraucher entsprechende Signale aussenden sollten...
Nach meinem Eindruck ist der Großteil jener Verbraucher gerade bezüglich ihres Fleischkonsums denkbar unbeweglich. Schließlich ist Fleisch essentieller Bestandteil unserer Kultur, außerdem ein Stück Lebenskraft, die darin enthaltenen Feischvitamine nicht zu vergessen...
Und ganz ganz oberwichtig und überhaupt - es schmeckt.

Der Gedanke an Brötchen ohne Salami scheint für viele Menschen beängstigender zu sein als der Raubbau an unserem Planeten oder das Szenario des Klimawandels, der sich doch mittlerweile recht offensichtlich vor unseren Augen abspielt...
Welch Empörung in Kantinen oder Kindergärten, wenn auch nur ein einziger fleischfreier Tag wöchentlich in Betracht gezogen wird. Was eine Aufregung, wenn am Tag der Erde keine Bratwürste gegrillt werden. Nicht auszudenken der Schock bei WeWork, dass Events "nur" noch vegetarisch gestaltet werden.
Sinnvolle Vorgaben aus der Politik könnte ich mir hilfreich vorstellen... wenn diese sich denn endlich an ernstzunehmende Regularien gegenüber der (Land)Wirtschaft heran traut.

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