Dokumentation "Milch — Ein Glaubenskrieg" (2017)

Erstellt 09.06.2017, 21:58 Uhr, von Berlinerin. Kategorie: News & Aktuelles. 28 Antworten.

19.06.2017, 16:41 Uhr
Hey Berlinerin,

kommen in der Doku schlimme Szenen vor? Also Schlachtszenen oder Schweinehälften oder so?

Was Anavrin geschrieben hatte, deckt sich im Prinzip mit Mieras Meinung, dass der Film wohl eher geeignet ist für Leute, die schon der Meinung sind, dass Milch falsch ist. Aber das kann mensch ja garnicht unbedingt wissen, vielleicht ist es ja insgeheim so, Du schickst den Link und der Mensch schaut sich den Film heimlich an... Versuch ist es wohl wert, denk ich. :)

Gegenüber Ringelblumes Meinung, dass Information (nicht Missionieren, das ist was völlig anderes...) automatisch Gegenwind gegen Vegetarier und Veganer erzeugt, denke ich, dass es wichtig ist, zu informieren. Wenn ich jemandem ne Mail mit nem Link schicke, was solls? Dann setze ich denjenigen ja nicht unter Druck. Wenn ich das ständig mache, ist es natürlich Spam...

Dass Soja schädlich sein soll, hab ich noch nie gehört, wo hat Deine Freundin das her? Würde mich mal interessieren... Von Pollmer? ^^

Liebe Grüße
Lisa

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Hi,

was hältst Du davon? :star:

LG!
20.06.2017, 15:05 Uhr
Liebe Lisa,

ein bisschen musste ich schmunzeln - Schweinehälften in einem Film über Milch :wtf: - nein, es ging nicht um Eutersekretion von Schweinen :angel: (verzeih :green: )

Also ich erinner mich an keine megagrausame Szene. Ich glaub, das gruseligste (und für mich schon nicht so leicht), war die Haltung von Milchkühen: wie sie künstlich besamt werden, wie mit Sperma gehandelt wird (Gendatenbank), dass möglichst ruhige, geduldige Wesen mit höchster Milchleistung produziert werden, wie sie vollautomatisch auf ein Melkpodest geschubbst und "abgesaugt" werden und dabei still und ruhig ihr Schicksal erdulden.... usw...
Wissenschaftler, Lobbygegner, Ärzte kommen zu Wort...

Er ist denke ich schaubar, ohne Alpträume zu bekommen...Denn ein "Alptraum-Film", der wäre ja eine Haudraufmethode, die sich ein Omnivor nicht gerne gefallen ließe...

Und wie Du denke ich eben auch, kleine Info-Schubse tun jedem gut - wie sie uns auch guttaten :thumbup: . Sonst säßen wir alle noch auf einer Scheibe und nicht auf einer Erdkugel...

Liebe Grüße und Danke für Dein Interesse!

Und ja, es gibt auch Verfechter, dass Soja-Produkte sogar quasi giftig seien. Habe das aber (noch) nicht genauer erlesen.
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20.06.2017, 18:18 Uhr
Danke Berlinerin <3

Ja stimmt, Schweinehälften machen wirklich keinen Sinn in einem Film über Milch :D Aber ich muss das vorher fragen, weil ich extrem empfindlich bin was Schlachthofszenen angeht, ich träum da schon oft genug von -.-

Vielen Dank, dass Du den Film beschrieben hast, ich werd ihn mir mal ansehen :) Vielleicht schick ich ihn ja meiner Mutter... Ob die sich den anschaut, keine Ahnung... Ich hab ihr das mal in aller Ruhe erklärt mit der Milch, weiß nicht ob sie überhaupt noch welche konsumiert, aber sie hat es auf jeden Fall nicht gesagt, dass sie es nicht tut, und ich mein sie hätte seitdem auch mal Milcheis gegessen oder so... -.- Aber nen Film ist was anderes als die Beschreibung der Tochter, daran sieht mensch ja leider, dass sie mich nicht ernst nimmt... Vllt guckt die sich den Film auch garnicht an, weil die sich nix davon verspricht. Tja, so ist halt mein Verhältnis zu meinen Eltern...

Aber Alptraumfilme, Omnis gucken sich wohl auch mal Earthlings an... Den hab ich mir eben wegen den paar Szenen (?) noch nicht angeschaut...

Wenn Soja so schädlich wäre, wäre ich schon tot :D :D

Liebe Grüße aus dem Pott <3
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03.08.2017, 22:28 Uhr
Guten Abend!

Zwar etwas spät, aber dennoch habe ich mir die Doku jetzt auch mal angeschaut und würde dir mein Feedback dazu geben ;-)

Ich finde den Film durchaus sehr interessant.
Es sollten dem offenen Zuschauer zumindest viele Fragen aufkommen, warum Ärzten in ihren Kliniken wohl so gegensätzliche Dinge auffallen wie wissenschaftlichen Studien.
Auch sollte einem der Gedanke kommen, dass Milch eventuell doch nicht so gesund ist, wie häufig angepriesen.

Meine Meinung zu dem Thema als angehende Heilpraktikerin:
Fakt ist, dass Milch viele essentielle Nährstoffe in großen Mengen enthält, allen voran Kalzium und Eiweiß.
Fakt ist aber auch, dass man diese Nährstoffe auch aus anderen Quellen ziehen kann.
Auch ist es ein Fakt, dass Milcheiweiß für uns schlechter verdaulich ist.

Nicht zu vernachlässigen ist auf jeden Fall der auch in der Doku angesprochene Faktor der Verarbeitung. Die Milch, die in der Packung ankommt, hat nicht mehr viel gemein mit der Milch, die aus der Kuh herauskommt.
Dennoch würde ich Milch in geringen Mengen nicht zwangsläufig als gesundheitsschädlich bezeichnen. Wie so oft im Leben macht auch hier die Menge das Gift.

Allerdings ebenfalls ein für mich sehr wichtiger Faktor, der natürlich mit der Gesundheit erst einmal nichts zu tun hat, ist, dass Tiere leiden, damit wir unsere Milch zur Verfügung haben.

Alles in allem stellt sich die Sache für mich folgendermaßen dar:
Wenn jeder, der Milch trinken will, eigene Kühe halten und von ihr täglich ein Glas frisch abgezapfte Milch unbehandelt genießen würde, wäre Milch sicherlich a) gesundheitsfördernd und b) nicht zwangsläufig mit Tierleid verbunden.

In den Massen und der Variante, in der der Großteil der Menschen aber heute zu sich nimmt, ist es sicherlich für die Gesundheit eher schädlich als nützlich und außerdem für die Tiere absolut unzumutbar.
Verbunden mit der Tatsache, dass die in Milch enthaltenen Nährstoffe problemlos auch ohne Milch beziehbar sind, entzieht es sich mir jedem Verständnis, warum man der Meinung seín sollte, Milch zu benötigen.

Den Ansatz von Prof. Bodo Melnik am Ende finde ich sehr interessant.
Der Zusammenhang zwischen Milch, übersteigertem Zellwachstum und daraus resultierenden Krankheiten wie Akne, Diabetes und sogar Parkinson würde tatsächlich einiges erklären.
Schade finde ich, dass er in der Doku zwar selbst die Frage aufwirft, wie es der Milch möglich ist, Einfluss auf die Talgdrüsen zu nehmen, diese aber nicht wirklich zufriedenstellend beantwortet.
Mich würden die Zusammenhänge, die er da in den Reaktionen des Körpers sieht, detaillierter interessieren.

LG
Lara
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04.08.2017, 07:22 Uhr
Die doku kenne ich bereits und finde sie auch an sich echt gut..allerdings schreckt es denke ich die wenigsten milchtrinker wirklich ab. Derzeitig sehe ich das wieder ganz präsent in unserer kita..die kinder kriegen wasser milch kakao und tee dort gestellt.. der tee schmeckt zumeist grausig und somit ist die erste wahl bei den kindern die milch bzw der kakao (der darf nur in maßen getrunken werden die milch allerdings nach belieben.) Da ich als veganerin meine kinder laut erzieherin ja sowieso nicht vegan ernähren darf!! Ist es natürlich auch eher missbilligend wenn ich dort verbiete meinem kind milch auszuschenken..eine Alternative darf ich nicht mitgeben bei der großen, da ist das eigene getränk mitzugeben nur am sporttag gestattet.. also würde ihr nur die wahl zwischen ungenießbarem tee oder wasser bleiben während die anderen kinder den “leckeren“ kakao trinken dürfen.. wie entscheidet man da also wenn man zum wohle des Kindes handeln möchte, es aber weder ausgrenzen möchte noch gesundheitliche und ethische schäden anrichten möchte.. ich finde es echt schade das die meisten kitas noch so verfahren anstatt mal eine Alternative wie einen saft anzubieten oder ggbf erlauben das eben diese kinder ihre pflanzliche milch (ich weiß das wird in einigen kitas schon ermöglicht) erlauben.. :-(
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04.08.2017, 09:52 Uhr
Ich kenne die Dokumentation glaube ich auch schon. Abschreckend wird sie nicht wirken. Ich vertraue T. Collin Campell. Er hat mit der China Study für mich persönlich sehr viel bewiesen, dass ich nicht nur aus ethischen Gründen die Finger davon lasse. TV Beiträge sind meistens gut gemacht, aber sie klären meiner Meinung nach nicht richtig auf.

Auf mich wirkte Cowspiracy abschreckender. DIe Doku von ARTE ist dagegen harmlos.
1x bearbeitet

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04.08.2017, 14:00 Uhr
Zitat Larashe:Meine Meinung zu dem Thema als angehende Heilpraktikerin:
Fakt ist, dass Milch viele essentielle Nährstoffe in großen Mengen enthält, allen voran Kalzium und Eiweiß.
Fakt ist aber auch, dass man diese Nährstoffe auch aus anderen Quellen ziehen kann.


Nicht zu vernachlässigen ist auf jeden Fall der auch in der Doku angesprochene Faktor der Verarbeitung. Die Milch, die in der Packung ankommt, hat nicht mehr viel gemein mit der Milch, die aus der Kuh herauskommt.
Dennoch würde ich Milch in geringen Mengen nicht zwangsläufig als gesundheitsschädlich bezeichnen. Wie so oft im Leben macht auch hier die Menge das Gift.

Alles in allem stellt sich die Sache für mich folgendermaßen dar:
Wenn jeder, der Milch trinken will, eigene Kühe halten und von ihr täglich ein Glas frisch abgezapfte Milch unbehandelt genießen würde, wäre Milch sicherlich a) gesundheitsfördernd und b) nicht zwangsläufig mit Tierleid verbunden ist.
LG
Lara

Also meine Nachbarin hat täglich ihr Glas Milch getrunken, frisch von der Kuh und selbst gemolken. Sie hat auch selber Butter und Käse gemacht. Bei jeder Blutuntersuchung hieß es, dass ihr Kalziumspiegel zu niedrig sei! Ich habe ihr mal klar gemacht, dass Milch im Körper sauer wirkt und der Körper dann Kalzium aus den Knochen löst, um ins basische Milieu zu kommen. Nach langer Überzeugungsarbeit hat sie dem Milchkonsum den Rücken gekehrt und siehe da,ihre Werte im Blut sind auf ein Optimum gestiegen! Soviel zu den Nährstoffen.
Und wenn sich jeder eine Kuh hält um seine Milch zu haben, was soll aus den Kälbern werden, die jedes Jahr auf die Welt kommen müssen, damit die Kuh überhaupt Milch gibt? Nein, das ist der Falsche Weg. Es gibt unzählige pflanzliche Alternativen zu Milch und wesentlich gesünder.
In der Milch sind Wachstumshormone, die für das Wachstum der Kälber abgestimmt sind und haben nichts in unserem Organismus zu suchen.
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05.08.2017, 09:43 Uhr
Zitat Berlinerin:Liebe Lisa,

ein bisschen musste ich schmunzeln - Schweinehälften in einem Film über Milch :wtf: - nein, es ging nicht um Eutersekretion von Schweinen :angel: (verzeih :green: )

Also ich erinner mich an keine megagrausame Szene. Ich glaub, das gruseligste (und für mich schon nicht so leicht), war die Haltung von Milchkühen: wie sie künstlich besamt werden, wie mit Sperma gehandelt wird (Gendatenbank), dass möglichst ruhige, geduldige Wesen mit höchster Milchleistung produziert werden, wie sie vollautomatisch auf ein Melkpodest geschubbst und "abgesaugt" werden und dabei still und ruhig ihr Schicksal erdulden.... usw...
Wissenschaftler, Lobbygegner, Ärzte kommen zu Wort...

Er ist denke ich schaubar, ohne Alpträume zu bekommen...Denn ein "Alptraum-Film", der wäre ja eine Haudraufmethode, die sich ein Omnivor nicht gerne gefallen ließe...

Und wie Du denke ich eben auch, kleine Info-Schubse tun jedem gut - wie sie uns auch guttaten :thumbup: . Sonst säßen wir alle noch auf einer Scheibe und nicht auf einer Erdkugel...

Liebe Grüße und Danke für Dein Interesse!

Und ja, es gibt auch Verfechter, dass Soja-Produkte sogar quasi giftig seien. Habe das aber (noch) nicht genauer erlesen.

Möhren sind auch ungesund. Selbst Wasser ist ungesund in zu hohen Mengen. Und das ist das Problem bei Soja. Da wird sich einfach etwas rausgesucht und als giftig hingestellt. Hauptsache wir schaden den Soja Herstellern... Die sollten mal mehr über die Gefahren von Fleisch und Milchkonsum aufklären, da hätten alle mehr von.
1x bearbeitet

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05.08.2017, 16:56 Uhr
Zitat Kerstin:Also meine Nachbarin hat täglich ihr Glas Milch getrunken, frisch von der Kuh und selbst gemolken. Sie hat auch selber Butter und Käse gemacht. Bei jeder Blutuntersuchung hieß es, dass ihr Kalziumspiegel zu niedrig sei! Ich habe ihr mal klar gemacht, dass Milch im Körper sauer wirkt und der Körper dann Kalzium aus den Knochen löst, um ins basische Milieu zu kommen. Nach langer Überzeugungsarbeit hat sie dem Milchkonsum den Rücken gekehrt und siehe da,ihre Werte im Blut sind auf ein Optimum gestiegen! Soviel zu den Nährstoffen.
Und wenn sich jeder eine Kuh hält um seine Milch zu haben, was soll aus den Kälbern werden, die jedes Jahr auf die Welt kommen müssen, damit die Kuh überhaupt Milch gibt? Nein, das ist der Falsche Weg. Es gibt unzählige pflanzliche Alternativen zu Milch und wesentlich gesünder.
In der Milch sind Wachstumshormone, die für das Wachstum der Kälber abgestimmt sind und haben nichts in unserem Organismus zu suchen.


Zuerst mal hab ich ja nur gesagt, dass diese Nährstoffe in der Milch vorhanden sind - das ist ein Fakt. Ob und inwiefern diese auch für uns Menschen zugänglich und verwertbar sind, steht auf einem völlig anderen Blatt (ich schrieb ja auch, dass sich diese Nährstoffe auch und besser aus anderen Nahrungsmitteln ziehen lassen).

Und dass jeder Mensch seine eigenen Kühe halten sollte, war eigentlich eher als Hyperbel gedacht - sorry, das hätte ich vielleicht dazuschreiben sollen, aber ich bin echt nicht auf die Idee gekommen, dass das jemand wörtlich nehmen könnte... :-D

Was die Wachstumshormone angeht, stimme ich dir vollkommen zu und ich schrieb ja auch, dass mir prinzipiell kein vernünftiger Grund einfiele, weshalb jemand meinen sollte, er bräuchte Milch.
Außer natürlich, dass sie ihm gut schmeckt, ob ihm das dann das damit verbundene Tierleid und die Gesundheitsrisiken wert sind, muss jeder selbst entscheiden.
Prinzipiell bin ich der Meinung, Milch - egal ob menschliche oder tierische und von welchem Tier - hat in abgestillten Wesen nichts zu suchen.
Außer natürlich pflanzenmilch :-D
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