"Klima Pledge" belohnt Parteien für konsequenten Klimaschutz

Erstellt 13.05.2021, 19:03 Uhr, von kilian. Kategorie: News & Aktuelles. 2 Antworten.

"Klima Pledge" belohnt Parteien für konsequenten Klimaschutz
13.05.2021, 19:03 Uhr
Das Versprechen: Die Partei mit dem ambitioniertesten Wahlprogramm zum Klimaschutz erhält bei der Bundestagswahl im September die Stimme.
Hier mehr Infos: https://www.vegpool.de/news/klima-pledge-klimawahl.html
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Hi,

was hältst Du davon? :star:

LG!
14.05.2021, 18:40 Uhr
Die Frage hierbei ist ja vielleicht noch, wie glaubwürdig Wahlkampfversprechen sind.
Und ob eine Kleinstpartei, die vielleicht das ambitionierteste Ziel glaubhaft anstrebt, nicht trotzdem die schlechtere Wahl sein kann, weil sie gar nicht erst die Chance bekommt, irgendetwas mitzuentscheiden.
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15.05.2021, 02:27 Uhr
Zitat Sunjo:Die Frage hierbei ist ja vielleicht noch, wie glaubwürdig Wahlkampfversprechen sind.
Das hängt davon ab, welches Personal letztlich in die entsprechenden Positionen gewählt wird. Selbst die Parteien haben letztlich nur sehr geringen EInfluss darauf, was eine z.B. grüne Umweltministerin tatsächlich an Umweltschutz durchsetzt, bzw. was sie durchsetzen will. Denn letztlich sind die Abgeordneten und die MInister nur und ausschließlich ihrem Gewissen verpflichtet. Wenn jemand meint, Klimaschutz und Tiergefangenhaltung habe keinen Zusammenhang und man könne ungerührt weitermachen, wie in der Verganegnheit, dann ist das tragisch - vor allem für Tiere. Wenn in der jeweiligen Fraktion Tierschutz insgesamt wenn überhaupt ganz klein als "Tierwohl" umdefiniert wird und niemand einen Zugang zur MInisterin bekommt, um sie entsprechend zu informieren, außer natürlich Waldbesitzer, Landwirte, Schafhirten usw. kurz, alle, die vom Tiere kaputt machen leben wollen. aber kaum je ein Tierbeschützer, dann sieht es für Tiere ganz duster aus. Vor allem für Waschbären, die einer systematischen Dämonisierung und Fehlinformation der Koalitionspartner zum Opfer gefallen sind und weiter fallen, Oder die Rehe, Hirsche usw, die in diesem Jahr drankamen, ohnne dass zunächst wie in der Verfassung gefordert alle nichtletalen Vergrämungsmöglichkeiten ausgenutzt wurden, sondern der Auftrag an die Jäger erging, aus den zu klimaschützenden Wäldern diese Tiere herauszuschießen - man nennt das dann ekelhaft beschönigend "WIldtiermanagement". Dasselbe gilt für Wolfs"management, damit die armen Schafe, die dem Wolf buchstäblich aus Kostendruck und Bequemlichkeit auf dem Silbertablett serviert werden, nicht mehr seiner Gefräßigkeoit zum Opfer fallen - und vor allem dem "Hirten" keine Kosten verursachen kann. Habe noch nie etwas voneinem Bussardmanagement gehört, damit die Population der Mäuse nicht weiter grausam durch diese Tiere gerissen und dezimiert werden können - so verlogen kann Politik sein, vor allem wenn sie von Jägern und Landwirten "beraten" wird.

Zitat Sunjo:Und ob eine Kleinstpartei, die vielleicht das ambitionierteste Ziel glaubhaft anstrebt, nicht trotzdem die schlechtere Wahl sein kann, weil sie gar nicht erst die Chance bekommt, irgendetwas mitzuentscheiden.
Selbst wenn eine solche Partei es mit ihrem zumeist einen Punkt in eine Regierungsbeteiligung hineingewählt würde, was extrem unwahrscheinlich ist, so könnte sie selbst diesen einen Punkt auf keinen Fall vollständig und uneingeschränkt umsetzen. Das wäre keineswegs per se unehrlich, aber sie hätten kaum die Macht, gegen große (CDUSPDGRÜNEFDPLINKE) irgendetwas gegen deren WIllen durchzusetzen. Sie müssten zwangsläufig ihre Wähler maximal enttäuschen und wären binnen kürzester Frist weg vom Fenster, bzw. der Macht.

Dagegen haben es die Grünen von vorneherein cleverer angestellt: Sie sind nicht eine Partei für einen Punkt - z.B. Klimaschutz. Sie sind für offene, freiheitliche Gesellschaft, für die Freiheit, die eigene Sexualität frei auszuleben und mit wem auch immer Partnerschaften einzugehen, für Integration und Aufnahme von Menschen, die in ihrer ursprünglichen Heimat keinerlei Perspektive haben und hier einen Neuanfang suchen, für Rechtsstaatlichkeit statt Polizeistaat, für friedfertige Außenpolitik, für gesunde Lebensmittel, für Religionsfreiheit für alle Religionen, für Menschenrechte, für Verbraucherschutz usw. usw. usw. ein leider oft zu kurz kommendes Thema ist auch bei den Grünen seit dem "Veggieday", der eigentlich nach der Abschaltung der AKW der politisch größte Sieg dieser Partei war, aber nie als solcher gesehen wurde und deswegen abgeräumt wurde, das Thema Tierschutz. Selbst die FfF Bewegung, deren deutsches Aushängeschild, die Grüne Luisa Neubauer hat zu Klima und Vegan nichts zu sagen und versteckt sich hinter schwachen Floskeln, währen Greta Thunberg ganz klar aus diesem Grund vegan lebt.

Dennoch, in einer solchen Konstellation kann ein enstprechend mit Expertise versorgtes, gutwilliges grüngeführtes Ministerium hervorragend im Bereich Landwirtschaft und Tierschutz tatsächlich viel zur Verbesserung der Situation bewegen. Selbst ein grüner Finanzminister kann die Steuern auf Hafermilch usw. senken helfen und die massiven Subventionen in der Landwirtschaft, die bisher ausschließlich in die Tiergefangenhaltung (Klöckner!!!) geleitet wurden, entsprechend umleiten (z.B. in Förderung und Forschung für bio-vegane Landwirtschaft, in Tierversuchsalternativen usw. usw.. Das alles könnte eine "Kleinstpartei zwar deutlicher formuliert und vehementer im Herzen vertreten, aber aufgrund der Gesamtsituation eben niemals durchsetzen. Statt dessen lade ich alle Tierschützer ernsthaft ein, in die Partei der Grünen oder eine andere, seriöse, nicht menschenverachtende Partei im Bundestag einzutreten, um dort für die Tiere das Wort zu ergreifen. Denn nur die "großen" Parteien können tatsächlich etwas verändern. Die kleinen hindern sogar dadurch, dass sie z.B. den Grünen Stimmen "wegnehmen" ebendiese daran, machtvoll etwas für den Tierschutz zu tun und zu verbessern. Dennoch sollte man die Erwartungen nicht zu hoch schrauben, dass haben wir in Hessen gesehen, wo die Enttäuschungen gerade im Bereich Tierschutz massiv waren und sind. Das blöde ist, darauf hat die Partei bzw. die landesarbeitsgemeinschaften, die eigentlich beratend tätig sein sollen, keinerlei Einfluss mehr. Der aus der Fraktion für die LAG delegierte Abgeordnete sieht es im Gegenteil eher als seine Pflicht, das was nicht für den Tierschutz getan wird, in blumigen Worten und mit Reklame für den von ihm selbst mitentwickelten "Weideschuss" gespickten unendlichen Tiraden zu präsentieren. Immer wieder dann, wenn etwas für Tierschutz wirklich Relevantes beschlossen werden soll hört man: "...das kann ich nicht mittragen..."

Wie gesagt, es gibt derzeit gar keine reine Tierschutzpartei in den Parlamenten in D. Es wäre soooo wichtig, dass sich viel mehr Tierschützer dazu bereit erklären würden, in den Parteien und Parlamenten für Tiere mit an- und einzutreten. Ich vermisse das so sehr. Lieber wird wie beim Fußball ein ums andere Mal vom "Spielfeldrand" den Akteuren auf dem Platz zugerufen,was man eigentlich gerne von ihnen hätte - zumeist ohne entsprechende Wirkung.


Sehr, sehr schade.
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