Vegan ist anders...

Erstellt 03.10.2016, 21:42 Uhr, von Madeline. Kategorie: Neu hier. 13 Antworten.

Vegan ist anders...
03.10.2016, 21:42 Uhr
Hallo Leute, ich bin neu hier und suche Unterstützung. Ich bin seit 2 Jahren vegan, aber leider nur halbherzig. Ich habe mich sehr damit beschäftigt, stoße aber in meiner Umgebung nur auf Ablehnung, angefangen vom Ehemann, über Arbeitskollegen bis zur gesamten Familie.
Ich habe verbal Probleme, darüber zu diskutieren, wenn ich dabei lächerlich gemacht werde. Geht es oder ging es euch auch so? Und wie seid ihr damit umgegangen?
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Hi,

was hältst Du davon? :star:

LG!
03.10.2016, 21:53 Uhr
Grüß Dich Madeline,
herzlich willkommen im Forum hier :wink:
Eine ähnliche Problematik kennen/haben hier viele im Forum
und wurde schon von vielen angesprochen.
^^ jeder hat da seine eigene Vorgehensweise.

Im allgemeinen kann ich nur sagen Kopf hoch und durchhalten.
Mache deinem Partner/Familie klar, dass du das anders siehst,
und frage sie ob sie von dir lächerlich gemacht werden wollen (in anderen Dingen),
bzw. ob sie eine Familie sein wollen, die destruktiv und verachtend zu einander ist.


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03.10.2016, 22:15 Uhr
Hallo Madeline.

Willkommen.

Ich kann chickpea da nur Recht geben, dem ist nichts mehr hinzuzufügen. :thumbup:
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03.10.2016, 23:12 Uhr
Aber es ist so verdammt schwierig "anders" zu sein. Ich habe in den zwei Jahren nur wenige Tage geschafft, wirklich ganz vegan zu leben (von Kleidung, Kosmetik usw. mal ganz abzusehen). Leider schmeckt mir ab und zu ein Stück Käse zu gut, oder ich kann selten auf ein knuspriges, selbstgemachtes Hähnchen verzichten, wenn die Familie damit am Tisch sitzt. Allein die Bratensoße ist ja nicht vegan.
Ich finde die ganze Tiernahrungsindustrie zum ko....., aber wenn ich sehe, dass die anderen Leute sich dafür überhaupt nicht interessieren und weiter die Bratwurst in sich rein stopfen, dann könnte ich nur wütend werden, aber es ändert sich doch nichts. Das macht einen so hilflos. Dabei bin ich eigentlich immer so harmoniebedürftig, aber wenn ich mich mit veganem Leben beschäftige, werde ich depressiv.

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04.10.2016, 00:04 Uhr
Hallo Madeline,

erstmal willkommen im Forum.

Schön, dass du für dich die vegane Ernährung entdeckt hast und dich somit mit deiner Umwelt und auch mit dir auseinandersetzt. Dass es dabei etwas holpert ist normal. Vielleicht kann ich dir mir ein paar Gedanken helfen:

Zitat Madeline:Aber es ist so verdammt schwierig "anders" zu sein.

Oh ja, das ist es. Akzeptiere dich mit deiner (neuen) Sicht auf die Dinge, erlange Selbstbewusstsein und du wirst merken: es geht viel einfacher.

Zitat Madeline:Leider schmeckt mir ab und zu ein Stück Käse zu gut, oder ich kann selten auf ein knuspriges, selbstgemachtes Hähnchen verzichten, wenn die Familie damit am Tisch sitzt. Allein die Bratensoße ist ja nicht vegan.

Sei konsequent. Für mich ist es auf den ersten Blick nicht verwunderlich, dass dein Umfeld dich nicht ernst nimmt, wenn du etwas über Veganismus erzählst und dir zeitgleich das Hähnchen in den Mund schiebst. Sollte das Ganze ggf. noch mit ein bisschen wenig Selbstbewusstsein untermalt sein, bietest du natürlich für die "starken Fleischesser" (also alle anderen am Tisch, die sich unbewusst gegen dich verbünden) eine wunderbare Vorlage für jede Art von Spott, die sie natürlich eiskalt ausnutzen.

Zitat Madeline:Das macht einen so hilflos. Dabei bin ich eigentlich immer so harmoniebedürftig, aber wenn ich mich mit veganem Leben beschäftige, werde ich depressiv.

Gehe einen Schritt nach dem anderen, sonst überforderst du dich selbst. Suche dir einen Teilbereich aus und verändere ihn konsequent. Hierdurch wirst du sehen, dass du etwas verändern kannst. Nimm danach den nächsten und mache es ebenso. Nach einiger Zeit kannst du auf deine Veränderungen zurückblicken und sehen, was du alles bewegt hast. Für dich. Für andere kannst du es nicht tun, du kannst aber mit gutem Beispiel voran gehen.

Bitte verstehe mich nicht falsch: ich möchte dich in kleinster Weise angreifen, sondern vielmehr den Versuch unternehmen, anhand deiner (wenigen) Erzählungen herauszuarbeiten, wo es hakt und wie du besser durch den Tag kommen kannst, ohne dich dem Spott der anderen aussetzen zu müssen oder depressiv zu werden. Natürlich kann ich mit meiner Einschätzung und meinen Tipps auch gänzlich falsch liegen, da du (so verstand ich deine Beiträge jedenfalls) uns um unsere Meinung bzw. Unterstützung gebeten hast, hier die Meinige.

Dir weiterhin viel Erfolg auf deinem Weg, lass dich nicht beirren und unterkriegen. :thumbup:
1x bearbeitet

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04.10.2016, 08:50 Uhr
Hallo Madeline,

schön, daß Du hier ins Forum gefunden hast. Herzlich Willkommen.

Zitat Madeline:Ich habe verbal Probleme, darüber zu diskutieren, wenn ich dabei lächerlich gemacht werde. Geht es oder ging es euch auch so? Und wie seid ihr damit umgegangen?


Anfangs hat wohl jeder Veganer/in Probleme mit seinem Umfeld bzw. mit Diskussionen mit Mischköstlern. Vielleicht tröstet Dich das erst mal. :-(
Wie Jogi schon geschrieben hat, gibst Du den Anderen durch Dein halbherziges Verhalten natürlich Anlass, daß sie Dich nicht erstnehmen. Die Quintessenz daraus ist: Sei konsequent und damit bist Du dann auch authentisch. :-)
Mit dem Diskutieren haben ich mit Leuten aufgehört, die sowieso lieber alle möglichen Argumente bringen und ihre Lebensweise eh nicht überdenken wollen. Leute, die sich ernsthaft für Veganismus interessieren und die mich fragen, bekommen Antworten darauf.
Äußerst hilfreich ist dieses Forum, das mit fundiertem Wissen hinterlegt ist. Hierdurch kannst Du Dich auf Diskussionen vorbereiten die "Hand und Fuß" haben. :D :thumbup:

Alles Gute auf Deinem weiteren "veganen Weg", laß Dich nicht unterkriegen und sei stolz darauf, daß Du Deine Ernährungsweise änderst. :clap:

Alles Liebe
Irmgarda
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04.10.2016, 10:54 Uhr
Zitat Madeline:Aber es ist so verdammt schwierig "anders" zu sein. Ich habe in den zwei Jahren nur wenige Tage geschafft, wirklich ganz vegan zu leben (von Kleidung, Kosmetik usw. mal ganz abzusehen). Leider schmeckt mir ab und zu ein Stück Käse zu gut, oder ich kann selten auf ein knuspriges, selbstgemachtes Hähnchen verzichten, wenn die Familie damit am Tisch sitzt. Allein die Bratensoße ist ja nicht vegan.
Ich finde die ganze Tiernahrungsindustrie zum ko....., aber wenn ich sehe, dass die anderen Leute sich dafür überhaupt nicht interessieren und weiter die Bratwurst in sich rein stopfen, dann könnte ich nur wütend werden, aber es ändert sich doch nichts. Das macht einen so hilflos. Dabei bin ich eigentlich immer so harmoniebedürftig, aber wenn ich mich mit veganem Leben beschäftige, werde ich depressiv.


Jeder Mensch ist einzigartig oder anders als die anderen.
Unabhängig davon, rate ich dir den Wunsch nach Harmonie zu streichen.
Harmoniebedürftigkeit macht unglücklich, weil die meisten (mal abgesehen von irgendwelchen mönchen) Harmonie gleichsetzten mit nicht streiten und sich alles gefallen zu lassen.
Dass ist dummer Tobak. So etwas wie wahre Harmonie oder Einigkeit ist am ehesten dass, das sich nach einem erwachsenem Streit einstellen kann.
Tue Dinge niemals der Harmonie-willen wegen. Das macht dich langfristig unglücklich
bzw. lässt dich evtl. einen psychischen schaden davontragen.
Ich sage das so drastisch, weil es im familiären Umfeld einen ähnlichen Fall gab (mittlerweile verstorben, aber trotzdem...).
Alles in sich hereinzufressen/stopfen ist da keine Lösung (außer man möchte verbittert und unglücklich werden).
Wir können dich hier nur begrenzt motivieren und Ratschläge geben.
Ansonsten bleibt nur die Präambel Kopf hoch halten,
Sei konsequent und bleib dabei, nach einer Zeit werden sie es hoffentlich akzeptieren 8)

2x bearbeitet

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04.10.2016, 13:44 Uhr
Hallo Leute,
vielen lieben Dank für euer herzliches Willkommen heißen.


Lieber Jogi,


ich fühle mich in keiner Weise angegriffen, ich bin Dir sehr dankbar für Deine Offenheit und Deine Hilfe.
Mein Problem hast Du mir sehr deutlich vor Augen geführt, ich weiß nämlich selber nicht,
ob ich tatsächlich vegan leben will für immer und ewig oder nicht. Und darüber muss ich mir selber erstmal klar werden.
Viele Jahre interessiere ich mich für gesunde Ernährung, habe immer die ideale Ernährung gesucht, dabei bin ich in keiner Weise krank oder so, war einfach nur aus Neugierde.
Dann habe ich das Buch von Karen Duwe gelesen: Anständig essen. Und da hat es sowas
von Klick gemacht bei mir. Wie wir Menschen mit Tieren überhaupt umgehen und dass auch Bio-Schweine nicht totgestreichelt werden, usw.
Jedenfalls habe ich dann weiter gesucht und einige Bücher darüber gelesen.
Ich denke, ich werde den Rat befolgen und einen Schritt vor den anderen machen, für mich alleine.
Ihr seid mir alle schon so viele Schritte voraus, aber ich hoffe, ich kann mir jederzeit Rat holen bei diesem tollen Forum. Es ist gut zu lesen, dass man akzeptiert wird, auch wenn man es noch nicht ganz geschafft hat, seine Ziele umzusetzen.
:heart:
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04.10.2016, 16:30 Uhr
Liebe Madeline,

es freut mich, dass ich dir etwas beim Sortieren deiner Gedanken helfen konnte.

Ob und wie weit du vegan leben/dich ernähren willst, ist einzig und allein deine Sache. Hier hilft nur: ausprobieren und entdecken, was dir gut tut. Ich persönlich bin davon überzeugt, dass es keine 100%ig "perfekte" Ernährungsweise gibt - vielmehr gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten und jeder ist eingeladen, "seine" zu finden. Abhängig von Gesundheitszustand, Wohnort, Gewohnheiten und persönliche Vorlieben kann das Urteil hier durchweg unterschiedlich ausfallen. Mein Fazit des Wissens, das ich mir in den letzten Jahren angeeignet habe, ist die vegane Ernähung (weshalb ich wohl auch hier gelandet bin), da sie meinen Vorstellungen von Ethik/Moral und gesundheitsbewusster Lebensweise am nähesten kommt.

... ach ja: uns* ist das Wissen und die Erfahrung auch nicht vom Himmel aus zugefallen. Wir haben auch Schritt für Schritt dazugelernt und natürlich auch Fehler gemacht - jeder auf seine ganz persönliche Art und Weise. Lass dich nicht entmutigen, gehe deinen Weg und finde heraus, was dir gut tut. Das ist deine persönliche Freiheit.

Und wenn dir Fragen auf der Seele baumeln: frag uns Löcher in den Bauch :D

  • Ich erlaube mir frecher Weise einfach mal, für eine Großzahl an Usern zu sprechen.

1x bearbeitet

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04.10.2016, 19:11 Uhr
Zitat Jogi:*Ich erlaube mir frecher Weise einfach mal, für eine Großzahl an Usern zu sprechen.


Das tust Du :!:
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