Produkttest: True Fruits Green Smoothie No. 1

Erstellt 05.08.2016, 10:04 Uhr, von Nefasu. Kategorie: Produkte & Entdeckungen. 2 Antworten.

Produkttest: True Fruits Green Smoothie No. 1
05.08.2016, 10:04 Uhr
Hallöchen,

Vielleicht ist dem ein oder anderen schon aufgefallen, dass die Grüne-Smoothie-Welle auch den gängigen Supermarkt erreicht hat.
Für eine ganze Weile waren dabei die True Fruits “Green Smoothies” meine Wahl Nr. 1, wenn ich mal auf die Schnelle etwas gesundes zum (oder teilw. als) Mittag trinken wollte.
Ich beziehe mich hier auf den “Green Smoothie No. 1”, da dieser derzeit als einziger in der großen Flasche (0,75 Liter) erhältlich ist.[*1]

Fazit: Hier handelt es sich eher um einen “Apfelsaft +” als um einen gesunden grünen Smoothie.
Trinken werde ich True Fruits Green Smoothies ab und an sicherlich noch, aber mir dabei auch aktiv bewusst machen dass “Green Smoothie” hier eher die Farbe als den Inhalt bezeichnet..

Zutaten:
Green Smoothie No.1, 750ml (große Flasche) enthalten [*2]:
4 ½ gepresste Äpfel (~350ml)
2 pürierte Bananen (~225g)
21 pürierte Blätter Spinat (~85g)
1 ⅕ pürierte Birne (~200g)
3 pürierte Blätter Grünkohl (~150g)
3 pürierte Scheiben Ingwer (~30g)
3 Messerspitzen Matcha Tee

Der erste Blick macht bereits deutlich:
Der Großteil des Smoothies besteht aus Apfelsaft. Schonmal kein gutes Kriterium für einen Smoothie, dessen eigentlicher Sinn (die Ballaststoffe des Obstes zu erhalten) dadurch torpediert wird.
Vernünftiger wäre es hier die Äpfel (oder etwas weniger Äpfel) mit Wasser zu pürieren, die Ballaststoffe zu bewahren und somit wirklich einen “Smoothie” zu erhalten.

Konsistenz:
Wie bei vielen “kommerziellen” Smoothies ist leider auch hier die Konsistenz suboptimal, das Mundgefühl wässrig, statt cremig. Kein Wunder bei nur 2 Bananen auf 750ml als “Konsistenzgeber”.

Geschmack:
Der Smoothie schmeckt sehr süß, was gerade bei einem “gesunden” grünen Smoothie nicht sonderlich häufig gegeben ist.
Bitterstoffe sind zwar vorhanden, können bei dieser (vergleichsweise) enormen Menga an Obst aber praktisch kaum bemerkt werden.

Geschmacklich wäre dies ein “grün gefärbter Smoothier”, den ich einem blutigen Einsteiger durchaus so zubereiten würde, um ihn danach recht zügig an die vermehrten Bitterstoffe in einem richtigen grünen Smoothie zu gewöhnen.

Verpackung:
Der Smoothie kommt in einer stabilen Glasflasche mit zeitweise recht lustigen aufdrucken und #Hastags. Sammelleidenschaft entfacht dies zwar nicht bei mir, jedoch gibt es manche Sprüche, die einen zum Wiederverwenden der Flasche anregen, so z.B. #ohnemett.

Zum mehrfachen wiederverwenden von Flüssigkeiten kann ich die Flasche nicht empfehlen:
Der Deckel rostet recht schnell und der Geschmack und die Schadstoffe haften dann am Flaschenhals.
Trockenprodukte (z.B. Haferflocken) lassen sich jedoch prima darin lagern, wenn man die Flasche gründlich reinigt und gut trocknen lässt (Deckel gründlich mit einem Spültuch abtrocknen).

Verfügbarkeit & Kosten:
Im Raum Frankfurt erhält man sämtliche True Fruits Smoothies in jedem (mir bekannten) Edeka und z.T. auch in ausgesuchten Rewe Filialen (z.B. Werner-Schlierf-Straße 5, 81539 München) für derzeit:
250ml = ~2,29€ (0,92€ / 100ml)
750ml = ~3,99€ (0,54€ / 100ml)

Grüße,
Falk

[*1] Zudem enthält der “Green Smoothie No. 3” auch Rote Bete und verstößt somit gegen das “Reinheitsgebot” der grünen Smoothies. Blähungen und Magenprobleme sind bei Wurzelgemüse im Smoothie durchaus die Regel, da hier a) die Verdauungszeiten grundverschieden sind und b) die α-Amylasen im Speichel die Stärke nicht so schnell aufschlüsseln können wie der Smoothie getrunken ist.

[*2] hochgerechnet von der normalen 250ml Flasche: http://www.true-fruits.com/green-no--1.html
Auf eigenen Wunsch deaktiviert.

7x bearbeitet

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Hi,

was hältst Du davon? :star:

LG!
05.08.2016, 10:15 Uhr
Hier kann ich Falk nur zustimmen, den habe ich auch manchmal getrunken am Anfang. Er ist sehr süß und schmeckt nur leicht "grün". Für die Menge finde ich die Smoothies jedoch total überteuert, der Großteil sind ja schließlich nicht so geldige Dinge wie Äpfel und Bananen. Wer Probleme mit Motten hat (was in Studenten WGs all inclusive ist), der kann diese hübschen Flaschen auch nicht zur Aufbewarung von Nahrung nehmen, da kommen die kleinen Biester nämlich irgendwie rein (auch wenn die Motte dann nicht mehr rauskommt, trotzdem doof)
--> für unterwegs mal finde ich sie ganz praktisch und lecker, aber in großen Mengen oder als grüner-Smoothie-Ersatz würde ich sie nicht empfehlen, bei den Preisen kann man auch in einen Mixer investieren.
Inzwischen knabber ich aus Sättigungsgründen mein Gemüse und Obst auch unpüriert einfach so ^^
cthulhu fhtagn ia ph nglui mglw nafh

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08.08.2016, 08:26 Uhr
Danke für deine Ausführungen, Falk.
Ich war zu Beginn ziemlich angetan von den Smoothie, aber schnell wurde er mir dann zu süß. Da mach ich mir wirklich lieber eigene grüne Smoothies!
Zur Mitnahme der selbst gemachten Smoothies hab ich die Flaschen auch schonmal wiederverwendet, aber da bin ich auf das gleiche Problem gestoßen wie du: Die Deckel rosten. Find ich auch nicht so prall.
Die Idee, darin Haferflocken und so ein Zeug zu lagern, finde ich aber sehr gut. :) Habe nämlich auch noch einige Flaschen hier, die sonst bald einfach in den Altglascontainer gewandert wären. ;)

Viele Grüße
Jonna
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