Blattläuse auf meiner Rose

Erstellt 03.06.2018, 13:54 Uhr, von Arthemisia. Kategorie: Umwelt & Tiere. 19 Antworten.

06.06.2018, 09:50 Uhr
Hallo,

vorab: ich bin kein großer Blumen-Freund und mir wäre es egal :D

Man kann sich vorstellen, wie die Läuse leiden und ihren Familien und Partnerschaften entrissen werden usw.. aber man kann auch glauben, dass Läuse ohne zentrales Nervensystem mit höchster Wahrscheinlichkeit nicht bewusst wahrnehmen - und schon gar nicht vergleichbar mit Menschen oder anderen Säugetieren. Religiöser Pathos und hilft hier also am allerwenigsten weiter.

Meine Meinung wäre: Lass einfach wie es ist. Ob man Marienkäfer oder Lauge einsetzt, kommt letztendlich aufs Selbe raus. Letztendlich nehme ich an, dass sich Läuse anhand der verfügbaren Futterquellen verbreiten - dann wäre das "Problem" nach ein paar Wochen wieder da.

Viele Grüße

Kilian
Mut bringt neuen Mut hervor.
~ Millicent Fawcett

antworten | zitieren
06.06.2018, 12:29 Uhr
Kilian,
Es wäre nett, wenn du dich auch an deine eigenen Grundsätze hieltest. Die Unterstellung von "religösem Pathos", wenn jemand seine Ethik religiös begründet, ist da nicht eben hilfreich.
Liebe Grüße
Biophilie
User wurde auf eigenen Wunsch deaktiviert.

antworten | zitieren
06.06.2018, 12:35 Uhr
Hallo Biophilie,
ich habe wahrgenommen, dass in den letzten Streit-Diskussionen ein Nickname immer wieder auftauchte: Deiner. Das werde ich mit begrenzter Geduld mit ansehen!
Dieses Forum hat nicht den Zweck, moralische Rechthaberei zu fördern, sondern einen praktikablen und gesellschaftsfähigen veganen Lebensstil zu unterstützen, auch wenn das in Details nie perfekt sein kann.
Viele Grüße
Kilian
Mut bringt neuen Mut hervor.
~ Millicent Fawcett

antworten | zitieren
06.06.2018, 15:47 Uhr
Bild: ohne Beschreibung


Ob das jetzt klappt???
Das soll jetzt auf jeden Fall meine blattlausgeplagte Rose darstellen.
Ich finde, gerade in der heutigen Zeit, wo alles gedüngt und gespritzt wird, sollte wenigstens mein eigener Garten Platz für alle Lebewesen bieten.
Ist die Rose kräftig genug, wird sie es aushalten.
Außerdem kenn ich noch ein paar geflügelte Freunde, die sich um ihr Problem kümmern könnten. Und so würde sich der Kreislauf schließen.
Liebe Grüße
Moni
Vegan ist nichts für Feiglinge

antworten | zitieren
06.06.2018, 19:47 Uhr
Wunderschönes First Class Restaurants für Blatt- und sonstige Läuse!

Ich hoffe, es geht Euch allen mit diesem Mikrokosmos sehr gut!

Lebensraum ist unersetzbar - außer durch Lebensraum!
Unser Ziel ist eine für Landwirte auskömmliche Landwirtschaft und schmackhafte, gesunde Ernährung, ohne Tierleid und ohne Tiertod!

antworten | zitieren
18.06.2018, 12:22 Uhr
Aktueller Stand der Dinge:
Ich habe es mit einem biologischen Mittel versucht (das Rezept habe ich im Internet gefunden) und damit die Rose behandelt. Die Blattläuse mochten das wohl nicht, haben die Rose verlassen und sind zu meinen Erdbeeren umgezogen ...
Die Rose hat sich wunderbar erholt, hat neue Triebe und viele Blüten bekommen, und jetzt ist sie schöner als vorher. Außerdem habe ich Marienkäfer-Larven zwischen den Erdbeeren entdeckt ... also werden die wohl bald dafür sorgen, dass sich die Blattläuse auf den Erdbeeren nicht so stark vermehren können.
Veg-Badge
Tu was du willst, aber schade niemandem.

antworten | zitieren
18.06.2018, 13:37 Uhr
Meine Erdbeeren hatten neulich auch Blattläuse. Was ich gemacht habe: nichts. Dann entdeckte ich eine fette Spinne in meinen Erdbeeren. Und siehe da: da sind keine Blattläuse mehr. Die Natur reguliert das eben am besten.
User wurde auf eigenen Wunsch deaktiviert.

antworten | zitieren
19.06.2018, 10:00 Uhr
Danke, Biophilie ... :happy:

... zu dem Ergebnis bin ich auch gekommen ...
Veg-Badge
Tu was du willst, aber schade niemandem.

antworten | zitieren
20.12.2018, 09:26 Uhr
Kernseife in Wasser einrühren und an zwei aufeinanderfolgenden Tagen aufsprühen. Dabei darauf achten, dass man die Blätter von unten erreicht. Um es erst gar nicht soweit kommen zu lassen, hilft z.B. zu den Rosen Lavendel, Knoblauch etc. dazuzupflanzen, also Pflanzen, die einen starken Duft verbreiten, den Blattläuse und auch andere Insekten eher meiden.
antworten | zitieren
21.12.2018, 18:21 Uhr
Zitat Vegbudsd:@Biophilie
Die Frage ist doch letztlich: Wie sieht die richtige Balance zwischen den eigenen, durchaus berechtigten, Bedürfnissen und den ebenso berechtigten Lebensinteressen der (anderen) Tiere aus?
Zum Beispiel Autofahren oder Rasen Mähen usw. Wo hört "richtig" auf und wo fängt "falsch" denn ganz genau an? Nutzpflanzen vor Insekten schützen usw.
Dabei gebe ich gerne zu, dass ich keine richtig guten Antworten für alle Fragen habe.


Ich finde das eine spannende Beobachtung, und auch ich habe keine richtigen und guten Antworten parat. Aber auch ich frage mich oft, inwieweit wir Menschen überhaupt eingreifen dürfen oder sogar sollten? Mein Dilemma: Ich habe einen Garten, den ich so naturnah wie möglich halten möchte. Und ja, ich ziere mich extrem davor, bestimmte Pflanzen zu eliminieren; ich freue mich, über alles, was da so kommt und grünt, und möchte mich eigentlich so weit wie möglich "raushalten". Die ersten Jahre bin ich auch ganz gut mit diesem Methode gefahren ... Ich freute mich in den ersten zwei Jahren über den schnellwüchsigen Hopfen, der so viel nettes Grün in meinen Garten brachte und hässliche Zäune und Mauern überwucherte. Im dritten und vierten Jahr freute ich mich über das durch ihn entstandene Dickicht, welches Raum zum Wohnen und Brüten für die Vögelchen bot. Im fünften und sechsten Jahr kamen mir allmählich Bedenken, weil erste andere Pflanzen so überwuchert wurden, dass sie aus Lichtmangel eingingen oder regelrecht erdrückt wurden. Im siebten Jahr bemerkte ich einen echten Rückgang an blühenden Pflanzen aufgrund der Überwucherung ... und somit einen Rückgang an Lebensraum für die Insekten, vor allem aber auch deren Nahrungsquellen!!! Ich habe mir wirklich einen Kopf gemacht, ob mir das nun zusteht oder nicht, aber ich bin in diesem Jahr dem Hopfen massiv auf den Leib gerückt und habe ihn eingedämmt. Natürlich bestehen noch immer die Brutplätze, aber ich habe für mich gelernt, dass ich aufgrund meiner Untätigkeit dazu beigetragen hatte, dass anderen Nützlingen der Lebensraum genommen und kaputt gemacht wurde. Das war ja nun so gar nicht in meinem Sinn, denn wir alle wissen ja, wie dringend Insekten unseren Schutz brauchen! Seufz, wie man es macht, man macht es dann doch verkehrt ...
antworten | zitieren
Antworten

Nächster Thread:

Mahnwache in Saarbrücken

Weiterlesen:

Forensuche

Werde Teil der Community

Melde Dich jetzt an und werde Teil einer der freundlichsten veganen Communities. Kostenlos.
Jetzt registrieren