Feldmäuse vegan loswerden

Erstellt 25.11.2019, 23:06 Uhr, von Ivo. Kategorie: Umwelt & Tiere. 10 Antworten.

Feldmäuse vegan loswerden
25.11.2019, 23:06 Uhr
Hallo Ihr Lieben,

Ich habe da ein kleines Problem. Da wir ganzjährig Vögel füttern, wurden bei uns im Garten auch Feldmäuse angelockt. Nicht zuletzt vom vorher verwilderten, Nachbargrundstück welches jetzt bebaut wurde und „steril“ gestaltet (Pflaster und Rasen - ganz schlimm). Unser Garten, ist dagegen größtenteils naturbelassen und vollkommen giftfrei und die Biester scheinen sich sehr wohl zu fühlen und vermehren sich rasant.

Wir haben jetzt, vom Futter streuen und Vogelhäuschen, komplett auf Häuschen umgestellt und die Mäuse finden (hoffentlich) nichts mehr. Ein wenig tun sie mir schon leid, wenn ich sie sehe, wie sie vergeblich nach Futter suchen, aber ich möchte sie los werden. Ich meine… wenn einige hinten im Garten bleiben, sollen sie, aber es sind so viele und (viel zu) nahe am Haus...

Ich habe auch eine Lebendfalle gebaut, um sie einzufangen und irgendwo im Wald auszusetzen, aber, obwohl mit wohlriechenden Leckereien bestückt (Erdnussbutter, Meisenknödel, gekochte Kartoffeln) wird die Falle konsequent ignoriert.

Auf Gift würde ich gerne verzichten, habe aber schon mit dem Gedanken gespielt, Futter, angereichert, mit Dieffenbachia anzubieten. Der Verzehr soll einen anaphylaktischen Schock verursachen, was ich mir relativ schmerzlos vorstelle.

Mit dem Füttern der Vögel möchten wir unbedingt weitermachen, denn sie sind es gewohnt, bei uns was zu finden und wir haben viel Freude an ihnen. Es kommen mittlerweile sehr viele und wir haben 27 Arten gezählt.

Auch würde ich ungern einen Profi dazu holen, der womöglich den ganzen Garten vergiftet und schlimmstenfalls auch die Vögel. Außerdem haben wir zwei Hunde.

Hat bitte jemand Tips?

Sonnige Grüße,
Ivo
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Hi,

was hältst Du davon? :star:

LG!
26.11.2019, 00:03 Uhr
Ich selbst hab zwar keinen Tipp, aber einen Link mit vielen Tipps. Da ist vielleicht noch das eine oder andere ausprobierenswerte mit dabei. Ich drück dir und den Mäusen die Daumen.
https://www.bio-gaertner.de/pflanzenkrankheiten/Feldmaeuse
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26.11.2019, 00:25 Uhr
Ein anaphylaktischer Schock kann je nach der Art des Allergens ganz verschieden aussehen, ist aber so gut wie immer schmerzhaft und zieht sich oft auch in die Länge.
In den meisten Fällen ist es ein Erstickungstod und / oder schlimme Muskelkrämpfe und / oder Kreislaufversagen.
Ich würde davon also ganz dringend abraten.
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26.11.2019, 07:12 Uhr
Wir haben das Problem mit Wühlmäusen. Da diese aber NIE in Haus kommen, haben wir sie als "Mitbewerber" auf unserem Grundstück akzeptiert. Gemüse und Kräuter bauen wir nicht mehr im Garten, sondern auf unserem 20-qm-Balkon in grossen Gefässen an, und die Vogelfutterstellen haben wir im Herbst/Winter auch auf dem Balkon (gerade gestern haben wir 8 solcher Häuschen und Röhren auf dem Balkon verteilt).
Da auch Feldmäuse in sehr weitläufigen Erdbauten leben, besteht für Euch keine Gefahr, dass sie zu Euch ins Haus kommen.
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26.11.2019, 14:17 Uhr
Hallo und danke für Eure Rückmeldungen,

Mal sehen, mit welchen Mitteln ich zu Ergebnissen komme. In dem Link, da oben, sind ja schon einige Möglichkeiten aufgezählt. Dieffenbachia fällt jedenfalls schon mal weg. Auch wenn sie nerven, ich möchte nicht, dass sie leiden.

Mit Wühlmäusen hatte ich auch mein Thema und wünsche mir mittlerweile die Zeit zurück. Die Feldmäuse sind schon eine andere Nummer. Zuerst befürchtete ich, es wären Ratten, sind es aber nicht, da sie kleiner sind und einen behaarten Schwanz haben.

Ich habe mich mittlerweile etwas eingelesen und erfahren, dass, wenn man die eine Population vertreibt, die Wahrscheinlichkeit besteht, dass die nächste einzieht. Es ist sehr viel Natur um uns herum und die Nager gehören halt dazu. Mich hat das auch nie wirklich gestört, aber es sind jetzt einfach nur zu viele geworden.

Es stört mich aber, wenn ich in den Garten gehe und von allen Seiten huschen die Biester an mir vorbei, in ihre Löcher. Außerdem habe ich Sorge, dass sie Krankheiten übertragen könnten. Im Sommer laufe ich permanent barfuß und auch die Hundis kommen direkt vom Garten ins Haus.

Ich bin zuversichtlich, dass das Haus frei von Mäusen bleibt. Außer der Außentür und der Terrassenfenster existiert kein Weg hinein und ich denke, dass der Geruch der Hundis auch dazu beiträgt, dass die Nager draußen bleiben.

Ich schätze, mit konsequentem Futterentzug, wird sich auch die Anzahl regulieren. Mal sehen…
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26.11.2019, 15:25 Uhr
Wir haben auch etliche Löcher von Wühlmäusen in der Wiese hinterm Haus. Ins Haus/Keller/Garage kamen die bisher auch noch nicht. Ich unternehme dagegen gar nichts, habe ich doch den Vorteil dass die Katzen aus der Nachbarschaft oft herum streunen. Wie es aussieht regulieren die den Bestand - Natur halt.
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26.11.2019, 17:39 Uhr
Es sieht so aus, dass sie dieses Jahr besonders „gedeihen“. Soll alle 6 bis 7 Jahre vorkommen, wie ich bei meiner Recherche gelernt habe. Und, wie gesagt, der sterile „Garten“ meines neuen Nachbarn, den sie weniger mögen als den meinen.

Das blöde ist halt, dass ich sie notgedrungen sehe, wenn ich unsere Piepmatze beobachte, beziehungsweise füttere. Wären sie nicht in meinem Garten wurde es mich wahrscheinlich gar nicht stören. Es ist mehr so eine Kopfsache. Ich erwarte mir jetzt vom Winter, dass er mir bei der Reduktion der Population hilft. Bis dahin seh ich einfach zu, dass kein Futter auf den Boden kommt.

Die Biester sind ja auch irgendwie niedlich. Als es nur eine Handvoll war, und sie an die Futterstelle der Vögel kamen, oder aus der Wasserschale tranken, haben wir uns auch an denen erfreut. Aber wenn man auf einmal 20 Stück zählt, gerät das Niedliche mehr und mehr in den Hintergrund. (20 beim Haus, wohlgemerkt, hinten im Garten sind auch noch einige)
1x bearbeitet

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27.11.2019, 12:12 Uhr
Mir ist noch eingefallen, dass Mäuse ja oft Nachwuchs haben. Durch die Lebendfallen würde man also auch viele Muttermäuse fangen und dadurch den Nachwuchs verhungern lassen.
Ich denke das kann man auch nicht so richtig als "vegan" bezeichnen. :-(
1x bearbeitet

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01.12.2019, 01:23 Uhr
Jetzt steht meine Lebendfalle seit fünf Tagen und meine Mäuschen ignorieren sie konsequent. Habe schon verschiedene Leckereien ausprobiert, wie Maiseknödel (die mochten sie immer), geschälte Erdnüsse (die auch), Erdnussbutter (bei YouTube flippen sie drauf) und gekochte Kartoffeln. Ich habe sogar den Eingang zur Falle so gestaltet, dass sie ohne Mühe dran kommen. Aber es wird ein wenig geschnuppert und das war‘s.

Jetzt habe ich beschlossen, der Natur ihren Lauf zu lassen und, ausser konsequenten Futterentzug, nichts weiter zu unternehmen.
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01.12.2019, 07:26 Uhr
Ich denke, das ist eine gute Entscheidung, lieber Ivo...

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