EU-Parlament nichts Sinnvolles zu tun???

Erstellt 19.10.2020, 19:29 Uhr, von Belinda. Kategorie: Allgemein vegan. 21 Antworten.

EU-Parlament nichts Sinnvolles zu tun???
19.10.2020, 19:29 Uhr
Boah, ich bin gerade total sauer..... Nächste Woche will das EU-PARLAMENT doch tatsächlich darüber entscheiden, ob die veganen oder vegetarischen Fleisch- und Wurstalternativen umbenannt werden müssen! Also dass die Veggie Bratwurst dann Veggie Stange heißt....und so..... Echt, geht's noch??? Man kann doch wohl den Verbrauchern zutrauen, dass sie den Unterschied wohl kennen! Also, wenn die keine anderen Probleme haben....Unfassbar! Oder was meint ihr?👹
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Hi,

was hältst Du davon? :star:

LG!
19.10.2020, 19:35 Uhr
Bin derselben Meinung. Mich nervt das auch so sehr, dass die sich da ständig wegen der Namensgebung streiten. Ironischerweise hatte ich vor Kurzem ja erst eine Diskussion mit so einer Person die auch meinte das wäre totale Verbrauchertäuschung obwohl da meist FETT gedruckt vegan oder vegetarisch drauf stehet. :rolleyes: Uff... da fällt einem echt nichts mehr ein. :crazy:
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19.10.2020, 20:30 Uhr
@Puschelqueen:
Du kannst sie ja mal fragen , ob sie nicht lesen kann ?


@ Belinda
ich fürchte, dass da wieder die Agralobby dafür sorgt, dass es zu Umbenennungen kommen muss.


Aber ich stelle mir gerade eine Utopie vor:
Dass- wenn alle Firmen ihre veganen Produkte umbenennen, dann die wenigen Leute, die noch Fleisch etc essen, gefragt werden: WAAAS DU ISST NOCH WURST etc..... !!!
Das gehört ja verboten, das ist völlig von gestern !

Utopie aus.

Lieben Gruß
METTA
1x bearbeitet

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19.10.2020, 22:12 Uhr
:clap: ja, Metta das wäre super! 😂
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20.10.2020, 10:00 Uhr
Sorry Leute, hab grade erst gesehen, dass Kilian ja schon einen Thread zu diesem Thema aufgemacht hat.
Wer lesen kann, ist eindeutig im Vorteil! :crazy:

Ich übe noch, mich hier im Forum zurechtzufinden :rolleyes:
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20.10.2020, 13:45 Uhr
Zitat METTA:
ich fürchte, dass da wieder die Agralobby dafür sorgt, dass es zu Umbenennungen kommen muss.

Wenn man weiß, dass der Agrarsektor derjenige ist, bei dem die EU das meiste Geld ausgibt, und wenn man weiß, dass Landwirte bis zu 40 % ihres Einkommens direkt oder indirekt durch EU-Subventionen erhalten, ahnt man, welchen politischen Stellenwert die Landwirtschaft in der EU hat. Das liegt an der geschichtlichen Entwicklung seit den 50er Jahren, als es noch opportun schien, möglichst vielen Landwirten das Überleben zu sichern und vor allem die Versorgung der Bevölkerung (damals meinte man tatsächlich noch, das ginge nur mit Tierzeug), die nach dem 2. Weltkrieg nicht besonders rosig aussah. Dieses damals aufgesetzte System hat sich allerdings verselbstständigt und die EU sozusagen bis heute gekapert. Viele Politiker der großen Blöcke EVP (dabei sind Orbans "Fidesz" und die "CDU") und die Sozialisten sind direkt oder indirekt von den Spenden aus der Landwirtschaft abhängig oder wurden direkt von den Verbänden ins EU-Parlament geschickt. Erst seit wenigen Jahren beginnt man in der EU zu erkennen, dass der bisherige Weg nicht richtig war und es wird ernsthaft versucht, das System zu verändern.


Quelle zu den Zahlen z.B. hier beim Bayerischen Rundfunk in einem Bericht von 2019:
https://www.br.de/nachrichten/bayern/eu-subventionen-fuer-landwirte-das-system-steht-in-der-kritik,RiUXIuL

Bin trotz und alledem ein großer Anhänger dieser EU, denn trotz aller Kritik an den Verhältnissen dort sehe ich gerade diese EU als größte Chance auch für unsere Interessen, es wird nur leider länger dauern. Das hat eher mit dem 2. Weltkrieg und den Folgen zu tun, als mit der schlechten Institution EU, die versucht, die Folgen so gut wie möglich für die Bevölkerung Europas zu managen und vor allem Frieden zu erhalten. Der vegane Umstieg klappt letztlich nur, wenn auch der Rest Europas überzeugt mitmacht.


Zitat METTA:
Aber ich stelle mir gerade eine Utopie vor:
Dass- wenn alle Firmen ihre veganen Produkte umbenennen, dann die wenigen Leute, die noch Fleisch etc essen, gefragt werden: WAAAS DU ISST NOCH WURST etc..... !!!
Das gehört ja verboten, das ist völlig von gestern !

Utopie aus.
:thumbup: :thumbup: :green: :green: :evil: :lol:

Nein, das ist keine Utopie! Denn genau das wird die direkte Folge sein, wenn dieses für die Tiergefangenhalter zum Boomerang werdende Gesetz verabschiedet wird. Wie gesagt, der klassische Schuß ins eigene Knie! Einige Landwirte und EU Abgeordnete haben das schon klug erkannt, z.B. Martin Häusling (Grüne), das ist der, der sonst nie über "vegan" reden will... Er lehnt diese neue Regelung ab.

Ich finde, wir sollten gerade über diesen Gesetzesvorschlag hoch zufrieden sein, denn das wäre der Start in einen kulturellen Wandel hin zu gesunder Ernährung ohne Tierzeug! Denn die als Lebensmitteln vertickten Tierqualprodukte lassen sich dann eindeutig erkennen und es gibt tatsächlich keine Missverständnisse mehr. Dann fehlt nur noch die Verpflichtung für die Anbieter von Tierleidprodukten, diese eindeutig als solche zu kennzeichnen - es wird Zeit!

Vegan erobert die Welt, nicht überall gleichzeitig, aber letztlich ganz sicher!

Die EU wird ein Treiber dabei sein, kein Verhinderer! Das hängt natürlich davon ab, wie viele Leute eine andere Politik auch tatsächlich mit ihren künftigen Wahlentscheidungen und durch Druck auf die vor allem grünen Abgeordneten unterstützen. Aber das hatten wir ja schon...Ohne vegan-unterstützende Politik wird das sehr viel länger dauern.
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20.10.2020, 16:07 Uhr
Zitat Vegbudsd:... Denn die als Lebensmitteln vertickten Tierqualprodukte lassen sich dann eindeutig erkennen und es gibt tatsächlich keine Missverständnisse mehr. Dann fehlt nur noch die Verpflichtung für die Anbieter von Tierleidprodukten, diese eindeutig als solche zu kennzeichnen - es wird Zeit!
:thumbup:

Ich wünsche mir auch eine ehrliche Welt: Auf Produkten mit tierischen Inhalten müßte ein Warnhinweis stehen: "enthält Tierqual - für dieses Produkt ist ein Mitgeschöpf gestorben".


Ich verstehe auch eure Gedanken, dass es ein Unding ist, seitens Fleisch/Milch/Ei-Lobby dies so durchzudrücken zu versuchen, aber nach reiflicher Überlegung fände ich es auch persönlich schöner, wenn mein Essen keinen Namen trägt, der auf Tierqual hindeutet, obwohl es rein pflanzlich und leidfrei ist, wie Vegbudsd das auch formuliert hat....

Bin gespannt, welche Entscheidung mit welcher Begründung gefällt wird - sind wir schon eine moderne Gesellschaft, oder dem Hergebrachten verhangen....
2x bearbeitet

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20.10.2020, 16:30 Uhr
Schöner Kommentar den ich dazu gelesen habe.
Ich bin dafür. Nennen wir vegane Produkte "mordlos" :green:
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20.10.2020, 17:49 Uhr
Da müssten sich die Entscheidungträger in Brüssel auch mal Gedanken machen über Produkte wie


" Scheuermilch " oder " Holzhackschnitzel " . Ist ja nicht ungefährlich wenn die mal aus versehen verzehrt werden. :lol:
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20.10.2020, 19:11 Uhr
Erbswurst, Leberkäse,... wer hat noch so einen? Müsste nicht auch Kunst"leder" dazu zählen, wenn kein Leder dabei ist? Wie sieht es mit Tierhauttextur bei Autoarmaturenbrettern usw. aus?

Wie können wir die tierleidfreien außer mit tiermordfrei noch evtl. weniger brachial aber dauerhaft verwendbar titulieren? Wer könnte dafür besser geeignet sein, als die hiesige Community von vegpool.de? :heart:

Es scheint, als wäre der lächerliche Abwehrkampf möglicherweise tatsächlich der Todesstoß für die Interessen der Tiertötungslobby.
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