Junger Veganer sucht Erfahrungen

Erstellt 08.11.2019, 16:48 Uhr, von VeganBoy. Kategorie: Allgemein vegan. 14 Antworten.

08.11.2019, 23:36 Uhr
Zum Thema Proteine in Nudeln hab ich gerade mal auf meine Packung Vollkornnudeln geschaut: 100g Vollkornnudeln enthalten 12g Eiweiß. Oder anders formuliert: wenn man diese Nudeln isst, kann man mit 17% des Tagesbedarfs an Energie bereits 24% des Tagesbedarfs an Eiweiß decken. Finde ich jetzt nicht sooo wahnsinnig wenig :-)
antworten | zitieren |
Hi,

was hältst Du davon? :star:

LG!
09.11.2019, 07:35 Uhr
Ich wurde vor fast vier Jahrzehnten Vegetarier, weil ich in einem Urlaub in Dänemark zufällig mit ansehen musste, wie einer Kuh ein Bolzen in den Kopf geschossen wurde. Ich habe ihren Blick (sie sah mich direkt an) nie vergessen...

Veganer wurde ich erst sehr spät, was ich bedauere, denn ich war schon viel länger (eigentlich immer) der Meinung, dass wir Menschen nicht töten, quälen und ausbeuten dürfen, unabhängig davon, ob es sich um Menschen oder um Tiere handelt. Mein Bewusstsein, dass Ernährung sehr viel mit der gegenwärtigen Klimakrise zu tun hat, verdanke ich der Fridays-for-Future-Bewegung und den dadurch angestossenen Diskussionen in der Welt sowie diesem Forum, in dem ich auf meine alten Tage viel gelernt habe. Meine Gründe sind also tierethische, seit neuestem eben auch umwelt- und klimaschützerische, und die gesundheitlichen Vorteile nehme ich nebenbei auch noch so mit ;-) .

antworten | zitieren |
10.11.2019, 19:10 Uhr
Vielen Dank für eure zahlreichen Antworten. Ich bin gespannt auf die nahe Zukunft.

antworten | zitieren |
11.11.2019, 06:59 Uhr
Auch von mir ein willkommen!

Was ich bisher nicht gelesen habe, wie alt bist du denn eigentlich und warum versuchst du es jetzt vegan?

Meinen Vorrednern kann ich mich absolut anschließen. Vor allem Lenshar hat es kurz und knackig ausgedrückt ;) . Du wirst viel Gegenwind bekommen von Menschen die plötzlich zu absoluten Ernährungsexperten mutieren. Das musst du überwinden, es flacht mit der Zeit ab.

Dein Alltag wird schwieriger bzw. muss besser geplant werden. Man kann z.B. nicht mehr "mal schnell" was zum Essen holen wenn man Kohldampf hat weil das vegane Angebot eben noch nicht so da ist. Aber auch daran gewöhnt man sich und findet Lösungen.

Und mach dir keinen Streß! Wenn es Anfangs noch nicht so richtig klappen will, dann ist das nicht schlimm. Jedes Stück Fleisch / Milch / Ei hilft schon. Manche stellen Stück für Stück um und machen keinen harten Cut. Dann ist es nicht so wahrscheinlich das du die Flinte frustriert ins Korn wirfst und dir denkst "das schaffe ich sowieso nicht!". Wenn du etwas spezielles vermisst, es gibt für alles eine Lösung. Dann einfach raus damit und wir helfen dir :D

go vegan! ;)
antworten | zitieren |
12.11.2019, 12:39 Uhr
Ich kann mich "Boris" nur anschließen, denn genauso ging es mir vor ca. 15 Monaten auch. Schon immer schlummerte dieses eigentliche Unrecht in mir und ich habe es gekonnt ignoriert, bis ich irgendwann bewusst Dokus, Schlachtvideos etc. geschaut habe, die mir endgültig den Rest gegeben und mich von einem auf den anderen Tag vegan werden ließen. Da ich mich schon sehr lange in meinem Leben mit Ernährung beschäftigt habe und sowieso schon viel unverarbeitet und vollwertig gekocht habe, fiel mir der Umstieg überhaupt nicht schwer.

Ich kann dir bzw. euch den Ernährungsberater "Niko Rittenau" empfehlen, der u.a. bei Youtube sehr aktiv ist, aber auch eben ein für mich sehr wertvolles, (ernährungs-)wissenschaftliches Buch zum Thema Veganismus (Titel: "Vegan Klischee adé") geschrieben hat. Es räumt mit Mythen auf, ist sehr sachlich und neutral geschrieben, und eben wissenschaftlich, was mir persönlich sehr wichtig war, denn es wird in alle Richtungen eben auch viel schriftlicher Müll produziert. Danach weiß man, wie die tendenziell kritischen Nährstoffe easy gedeckt werden können. Auch Dr. Michael Greger (Arzt) hat ein tolles Buch ("How not to die") geschrieben, das ich sehr informativ fand.

Bzgl. Protein: Die Meinungen und Literatur gehen hier teils auseinander, aber es kommt eben drauf an was du für einen Lebensstil hast. Bewegst du dich viel bzw. machst du viel Sport und möchtest Muskelmasse aufbauen, brauchst du eben mehr Protein (ca. 1,2-1,5 g/kg Körpergewicht) als ein Couch-Potato (ca. 0,8 g/kg). Aber die oft propagierte, hohe Protein-Menge ist m.E. nach tatsächlich Unsinn. Über den Daumen (und je nach Lebensstil) ist eine Makronährstoffverteilung von ca. 50% Kohlenhydraten, 20-max. 30% Fett und 20-30% Protein. Die genaue Verteilung ist aber individuell, eben auch abhängig von den individuellen Zielen.

Viel Erfolg auf jeden Fall auf deinem Weg, war m.E. nach ne sehr gute Entscheidung, in allen Belangen.
1x bearbeitet

antworten | zitieren |

Nächster Thread:

Video: Darum wurde Else mit über 70 Jahren vegan

Weiterlesen:

Forensuche

Werde Teil der Community

Melde Dich jetzt an und werde Teil einer der freundlichsten veganen Communities. Kostenlos.
Jetzt registrieren
Renderzeit: 0 Sek.