"neutrale" Studien oder Fakten zur veganen Ernährung

Erstellt 15.03.2019, 11:02 Uhr, von habanero79. Kategorie: Allgemein vegan. 58 Antworten.

15.04.2019, 20:15 Uhr
Zitat Sunjo: Gesundheit ist ein schwaches Argument, weil es nicht allgemeingültig ist.

Bei mir hat es "funktioniert"! Nun gut, ich hatte das Glück auf gesunden Menschenverstand zurückgreifen zu können. Auch mit offenen Augen kann ich viel sehen! Und selber ehrlich prüfen, hilft (also sehr starkes Argument). Machen vielleicht 10% der Bevölkerung. :idea: :!:
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15.04.2019, 20:30 Uhr
Mit Verlaub, in dem Beitrag wird nach objektiven Studien gesucht.
Niemand sucht Allaussagen.
Ernährung ist messbar. Warum darf das nicht solide wissenschaftlich untersucht werden?



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15.04.2019, 21:25 Uhr
Zitat MissMiller:
Niemand sucht Allaussagen.

Ich für mich bin sehr für Allaussagen:
Schwarz oder weiß, ja oder nein, richtig oder falsch. Raucher oder Nichtraucher!

Differenzierung passiert, wenn keine Sicherheit, keine klare Zielsetzung besteht: Also statt 100 Zigaretten am Tag, nur noch 10.

Auf Veganer übertragen: Hin und wieder Tierprodukte zulassen, von jedem etwas. Und bloß nicht übertreiben, immer Mittelmaß, also halb-gesund. Leben mitten in der kognitiven Dissonanz.

"Objektive Studien" lieferte mit Millionen-Beträgen die Lebensmittelindustrie. Kurz darauf waren sie entlarvt. Wissenschaftler sind manchmal käuflich? - Seltsam.
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16.04.2019, 00:24 Uhr
Zitat MissMiller:Mit Verlaub, in dem Beitrag wird nach objektiven Studien gesucht.
Niemand sucht Allaussagen.
Ernährung ist messbar. Warum darf das nicht solide wissenschaftlich untersucht werden?

Entschuldige, deine Formulierung kam bei mir so an, als würdest du genau das suchen: eine allgemeingültige Studie. Die gibt es nicht. Andere Studien gibt es zuhauf, Links in diesem Thread auch. Man muss eine Menge lesen, um sich selbst eine Meinung bilden zu können, da reicht dann auch eine Studie nicht. Wissenschaftliche Untersuchen gab es und gibt es, und die werden geprüft und widerlegt oder bestätigt, oder eingegrenzt, und dann wieder überprüft. Das ist ein stetiger, nicht abgeschlossener Prozess. Einige Grundaussagen sind schon ziemlich sicher und die schlagen sich dann auch in entsprechenden Warnungen und Empfehlungen nieder (dass die DGE dabei hinterherhinkt, wurde bereits erwähnt).

Ernährung lässt sich ganz schwer isolieren. Viele, die auf die vegane Ernährung umstellen, ernähren sich danach viel bewusster und gesünder und erleben dann natürlich auch positive Effekte auf ihre Gesundheit. Viele (auch hier im Forum), haben konkrete Unverträglichkeiten, meinen aber, das dann auf alle anderen Menschen allgemeingültig übertragen zu dürfen/müssen. Es gibt auch Leute, die meinen, vegane Ernährung bedeutet einfach nur, tierische Produkte wegzulassen und die sich dann leider uninformiert in eine Mangelernährung stürzen (vor allem in Bezug auf B12) und denen es dann natürlich irgendwann schlechter geht, weil sie sich nicht mehr ausgewogen ernähren (oder so unausgewogen wie vorher: Junkfood geht auch vegan, so positiv und negativ wie Junkfood eben sein kann).

Wenn es dich wirklich wirklich interessiert, kann ich nur nochmal auf die Links und Namen verweisen, die genau in diesem Thread bereits genannt wurden (nicht unbedingt die Propagandafilme auf Youtube, wobei die Sachen, auf die es dann eine Reaktion gibt, gern auch von anderer Seite, mit Klarstellungen, Präzisierungen und Widerprüchen auch wieder ganz interessant sind - Beispiel "Milch ist Gift" von Unge, was dann, bis auf wenige Ausnahmen, so massiv widerlegt wurde, dass er es im Anschluss selbst zugegeben hat).

Ich weiß nicht, was genau du suchst und lesen möchtest - vielleicht bist du ja auch ganz froh, wenn es keine eindeutige Studie gibt, die belegt, dass jegliche vegane Ernährung jeglicher omnivorer Ernährung haushoch und eindeutigst überlegen ist. Wenn das nicht der Fall ist und du eigentlich gern überzeugt werden möchtest, noch ein letztes Mal der Verweis auf die Quellen hier im Thread. Und nochmal der entscheidende Punkt: der Gesundheitsfaktor veganer Ernährung ist in einzelnen Fällen unbestreitbar positiv, erlaubt aber keine allgemeingültige Aussage. Dennoch gibt es andere und m.E. wichtigere Gründe für eine vegane Ernährung, und man sollte sich nicht so an die Gesundheitsfrage klammern. In diesem Punkt kommt es wirklich nur darauf an, dass vegane Ernährung problemlos gesund möglich ist.
https://doi.org/10.1016/j.jand.2016.09.025


"Rettet die Erde - sie ist der einzige Planet mit Schokolade"
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16.04.2019, 13:15 Uhr
Zitat Gerhard:
Zitat MissMiller:
Niemand sucht Allaussagen.

Ich für mich bin sehr für Allaussagen:
Schwarz oder weiß, ja oder nein, richtig oder falsch. Raucher oder Nichtraucher!

Differenzierung passiert, wenn keine Sicherheit, keine klare Zielsetzung besteht: Also statt 100 Zigaretten am Tag, nur noch 10.

Auf Veganer übertragen: Hin und wieder Tierprodukte zulassen, von jedem etwas. Und bloß nicht übertreiben, immer Mittelmaß, also halb-gesund. Leben mitten in der kognitiven Dissonanz.

"Objektive Studien" lieferte mit Millionen-Beträgen die Lebensmittelindustrie. Kurz darauf waren sie entlarvt. Wissenschaftler sind manchmal käuflich? - Seltsam.


Das muß jeder für sich selbst entscheiden.
Ich rauche zwei Zigaretten im Jahr. Bin ich jetzt Raucherin, Nichtraucherin, Gelegenheitsraucherin... ?
Niemand sollte sich anmaßen, Menschen in Kategorien wie vegan, vegetarisch, alles-essend... einzuteilen und dann den Stab über ihnen brechen, wenn sie es wagen, etwas anderes zu essen, was nicht in die jeweilige Kategorie paßt.
Hier kann jeder nur für sich und über seine persönlichen Erfahrungen schreiben. Missionieren bringt überhaupt nichts. Und wenn der eine oder andere Fragesteller oder Forumsmitglied für sich etwas positives daraus entnimmt, dann ist es gut.

Vegan bezieht sich m.M.n. auf den gesamten Lebensstil, nicht nur auf's Essen.



Auf eigenen Wunsch gelöscht.

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16.04.2019, 19:17 Uhr
Zitat SabineH:
Das muß jeder für sich selbst entscheiden.

Ich für mich habe entschieden, den veganen Weg zu gehen.
Das ist eine für mich z.Z. allgemein gültige Aussage.
Also, Sabine, volle Zustimmung, weil ich die Hoffnung auf jenen Funken von gesundem Menschenverstand nicht aufgebe. Denn:
Zitat SabineH:
Missionieren bringt überhaupt nichts.

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16.04.2019, 20:11 Uhr
Ich klinke mich aus.
Jegliches Nachfragen wird irgendwann sehr emotional und persönlich von Euch beantwortet.
Schade.

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17.04.2019, 12:57 Uhr
Ja, MissMiller,
Menschen sind keine Roboter und reagieren emotional und persönlich.
MfG Sabine
Auf eigenen Wunsch gelöscht.

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17.04.2019, 15:59 Uhr
Lieber habanero79,
seit neuestem gibt es eine Fachhochschule, die sich aus volkswirtschaftlicher Sicht mit der veganen Lebensweise beschäftigt. Prof. Dr. Keller ist sozusagen der erste Professor, der sich mit Fragen rund um die vegane Ernährung aus wirtschaftlicher Sicht auseinandersetzt. Er ist leicht im Internet zu finden.
Die andere Seite deiner Mitteilung ist die, dass sich deine Frau Sorgen um dich macht. In einem gewissen Sinne hat sie nicht unrecht. Der gesamte Vitamin B Haushalt ist wohl nicht mit veganer Ernährung über einen längeren Zeitraum aufrechtzuerhalten. Das zeigen die Studien heute deutlich an. Eine kurweise Ergänzung von Vit B Komplex ist allerdings auch keine große Sache. Wenn du ihr dies sagst, wird sie ihre Bedenken als ernst genommen wahrnehmen, und kann dich dann möglicherweise auch eher in deiner Entscheidung annehmen.
Ansonsten finde ich, dass es in keiner Weise darum geht, andere Menschen von der veganen Lebensweise überzeugen zu wollen, zu müssen oder zu dürfen.
Im Grunde geht es nur um Akzeptanz. Vielleicht ist deine Frau ja bereit, dir diese entgegenzubringen.
Viele Grüße
Birke

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17.04.2019, 17:59 Uhr
Auch wenn es aus der Mode gekommen ist, manche Menschen glauben an die Wissenschaft.
Es ist verwirrend, wenn man eine Überschrift „Neutrale Studien“ liest und man anstelle von wissenschaftlichen Fakten (keine Angst, keine Allaussagen- die Wissenschaftler unter uns werden mich verstehen) dann doch eine ideologische Diskussion vorfindet.
Vegan hin oder her, möchte ich zu guter Letzt einen kleinen Rat geben.
Nachfragen, heißt nicht dagegen zu sein. Erkenntnisgewinn erlangt man u.a. dadurch, in dem man versucht seine Hypothese zu widerlegen.
Wenn man seine eigene Hypothese nur versucht zu belegen, dann neigt man zu Fehlern. Ein perspektivwechsel kann also sehr förderlich sein. Die Tatsache, das es scheinbar keine eindeutige Datenlage gibt sollte als Chance verstanden werden. Das Veganer und Fleischesser es nur dazu nutzen um sich gegenseitig fertig zu machen stößt bei mir auf Unverständnis.

Das zur Wissenschaft.

Mein persönlicher Rat, wenn man Menschen überzeugen möchte ist es in der Regel ungünstig sie zu dämonisieren und sich auf ein Podest zu stellen. Vor allem weil hier keine Überzeugungsarbeit nötig war.


Auch wenn es wenig neutrale und unaufgeregte Infos gab, möchte ich mich bei diesen Personen bedanken. Ihr habt mir ein Stück weit weiterhelfen können.


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