TV-Tipps rund um das Thema Vegan

Erstellt 08.06.2014, 15:23 Uhr, von Ebony. Kategorie: Allgemein vegan. 107 Antworten.

17.11.2019, 20:33 Uhr
Hallo Metta
Meine Frau hat mich vorhin darauf hingewiesen, hat das bei facebook in einer Vegangruppe gesehen. Weiß aber nicht ob das nur bei RTL kommt. Aber - es tut sich einiges !!! :thumbup:
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Hey,

Vegan leben für nur 140 Euro im Monat! Weiterlesen!

Viele Grüße!
17.11.2019, 21:42 Uhr
Leider ist Jonathan Safran Foer ein Heuchler, er hat das Buch „Tiere essen“ geschrieben und nun wohl auch diesen Film mit produziert. Mit dem durch das Thema Tierleid verdienten Geld kauft er sich Tierleid in Form von Tierleichenteilen, die er eifrig konsumiert, siehe die beiden Links:

https://www.zeit.de/zeit-magazin/2019/39/jonathan-safran-foer-vegetarier-bestseller-eingestaendnis

https://www.spiegel.de/plus/jonathan-safran-foer-ueber-klimaschutz-es-gibt-vier-dinge-die-jeder-tun-kann-a-00000000-0002-0001-0000-000165813347

Wie kann man nur so unglaubwürdig sein !!!
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17.11.2019, 21:53 Uhr
Damit lässt sich halt Geld verdienen, da bleibt die Moral manchmal hintenan.
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17.11.2019, 22:11 Uhr
Zitat DaisyDuck:Mit dem durch das Thema Tierleid verdienten Geld kauft er sich Tierleid in Form von Tierleichenteilen, die er eifrig konsumiert, siehe die beiden Links:

Ich habe beide Bücher gelesen (bzw. das Klimabuch als Hörbuch gehört) und habe hier auch in den Bücherthreads dazu geschrieben. Im ersten Buch "Tiere essen!" beleuchtet er die Herstellung tierischer Produkte in Bezug auf das damit verbundene Tierleid. Und obwohl deutlich wird, dass auch vegetarische Produkte für sehr viel Tierleid verantwortlich sind, traut er sich nicht, die vegane Ernährung zu empfehlen.
Im zweiten Buch geht es dann um die Auswirkungen der Massentierhaltung aufs Klima. Statt vegane Ernährung zu empfehlen, empfiehlt er, den Konsum tierischer Produkte auf eine Mahlzeit pro Tag zu reduzieren (bei ihm das Abendessen), mit der Zusatzbemerkung, dass das zwar nicht reiche, aber immerhin für wirklich fast jeden recht einfach umsetzbar sein sollte, und damit schon eine deutliche Verbesserung erreicht werden könnte.

Ja, er ist nicht konsequent in dem, was er weiß, und den Schlussfolgerungen, die er daraus zieht. Ja, ihm fällt es schwer, auf Fleisch zu verzichten. Allerdings scheint es sich da um einige wenige Ausnahmen in vielen Jahren zu handeln (lt. Buch "Wir sind das Klima"). Vermutlich fehlt ihm ein Forum wie Vegpool, wo man ihm mit Rat und Tat für solche Ausnahmefälle und mit vielen tollen Empfehlungen von Ersatzprodukten gegen den generellen Appetit auf Fleischprodukte zur Seite stehen würde. Ihm deswegen grundsätzliche Heuchelei zu unterstellen, finde ich hier eine etwas gewagte Aussage, die sich aus dem ersten Link nicht ergibt. Den zweiten Link konnte ich nicht lesen, da der Artikel eine Bezahlversion ist.

Wichtig ist hier auch nicht Jonathan Safran Foer als Person, sondern die Frage, ob das was er in seinen Büchern schreibt und jetzt auch in der Buchverfilmung thematisiert wird, der Wahrheit entspricht. Und diese Wahrheit hängt nicht vom Verhalten des Autors ab.

Ich halte es für schädlich, aufgrund des unperfekten Verhaltens einzelner Personen, grundsätzlich positive Beiträge für die vegane Lebensweise abzulehnen (ich sehe in deinem Beitrag Parallelen zur Diskussion um die Person Arnold Schwarzeneggers im Zusammenhang mit dem Film "The Game Changers")

Bei mir war die Lektüre von "Tiere essen!" nach einer längeren Zeit, in der ich mich mit dem Thema beschäftigt hatte, der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat. Hoffen wir, dass der Film auf viele andere einen ähnlichen Effekt haben wird. (ich werde ihn vermutlich nicht ansehen, ich finde Tierleid schon in Worten und Zahlen überzeugend genug).
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17.11.2019, 22:46 Uhr
„Foer selbst liebt Fleisch und hat es nur zeitweise geschafft, Vegetarier zu sein. Von einer ähnlichen seelischen Zwangslange handelt nun Foers zweites Sachbuch "Wir sind das Klima".“

https://www.spiegel.de/plus/jonathan-safran-foer-ueber-klimaschutz-es-gibt-vier-dinge-die-jeder-tun-kann-a-00000000-0002-0001-0000-000165813347

„Es heißt Wir sind das Klima!, und es geht um sein eigenes inkonsequentes Verhalten im Angesicht der Klimakrise. Manchmal, so gesteht er in seinem Buch, esse er sogar heimlich Fleisch. Das ist deshalb bemerkenswert, weil der Autor vor ein paar Jahren mit seinem Buch Tiere essen zu einem der Helden der Vegetarier-Bewegung wurde. Jetzt erfahren wir aus einem Interview im Spiegel: Es gebe "wohl kaum jemanden, der ein noch stärkeres Verlangen" nach F. habe, "irre peinlich" sei ihm das.“

https://www.zeit.de/zeit-magazin/2019/39/jonathan-safran-foer-vegetarier-bestseller-eingestaendnis

Sorry, aber für mich ist Mr. Foer total unglaubwürdig! Er verdient Geld mit dem Thema Tierleid und kauft sich dann von diesem Geld Tierleid in Form von Tierleichenteilen.


„Erst kommt das Fressen und dann die Moral.“
Bertolt Brecht

„Unsichtbar wird der Wahnsinn, wenn er genügend große Ausmaße angenommen hat.“
Bertolt Brecht

„Wir müssen Partei ergreifen. Neutralität hilft dem Unterdrücker, niemals dem Opfer. Schweigen ermutigt den Folterknecht, niemals den Gefolterten.“
Elie Wiesel (1928-2016)
Friedensnobelpreisträger 1986
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17.11.2019, 22:51 Uhr
Als Antwort auf deinen zweiten Beitrag kannst du meinen ersten Beitrag unverändert nochmal lesen. Wir drehen uns im Kreis.
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18.11.2019, 07:15 Uhr
Danke, Sunjo, für die näheren Erläuterungen.
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18.11.2019, 08:48 Uhr
Hallo Sunjo,
ich habe weder das Buch „Tiere essen“ noch den dazugehörigen Film kritisiert bzw. abgelehnt. Das hast ausschließlich Du so gedeutet.

Meine Kritik richtet sich gegen das Essverhalten von Herrn Foer:


„ Weil er so authentisch wirkt (Lesen Sie hierein Interview mit ihm) und sogar erzählt, dass auch ihm, dem Autor von "Tiere essen", einem leidenschaftlichen Plädoyer gegen Massentierhaltung, Fleischverzicht oft schwerfällt: Auf stressigen Lesereisen habe er etwa an Flughäfen ab und an Burger gegessen, einfach, weil es "gut tat".“

https://www.spiegel.de/kultur/literatur/wir-sind-das-klima-von-jonathan-safran-foer-buchkritik-a-1286214.html

Es ist doch ganz offensichtlich dass Herrn Foer Empathie und Mitgefühl fehlt !
Jemand der sich so intensiv mit dem Elend und Leid von „Nutztieren“ auseinandergesetzt hat, um dann ein Buch über dieses Elend zu schreiben, und der daraufhin weiter Tierqualprodukte konsumiert kann nur an einem Mangel an Empathiefähigkeit und Mitgefühl leiden!


Mr. Foer vergleicht das menschliche Nichtstun während des Holocaust mit dem menschlichen Nichtstun während der Klimakrise:

„Einen drastischen Vergleich wie diesen zu wagen, das Nichthandeln von Menschen während des Holocausts und das Nichtstun der Menschen in Sachen Klimawandel, darf wohl nur, wer, wie der Autor selbst, Angehörige während des Zweiten Weltkriegs verloren hat.“

https://www.spiegel.de/kultur/literatur/wir-sind-das-klima-von-jonathan-safran-foer-buchkritik-a-1286214.html

Nun ich würde Herrn Foer gerne fragen wie sein persönliches Tun bzw. Handeln gegen den Tier-Holocaust aussieht. Ja, er hat das Buch geschrieben und den Film produziert. Jedoch gibt er diesen Tier-Holocaust durch sein eigenes Konsumverhalten selbst in Auftrag, er ist Auftraggeber dafür.


Und bitte jetzt keine Holocaust-Vergleich-Debatte, Herr Foer hat diesen in Bezug auf die Klimakrise selbst gezogen. Hat er ihn auch in Bezug auf die Nutztierindustrie gezogen ?


Ich wundere mich immer wieder darüber dass Veganer das ignorante und egoistische Verhalten von Menschen entschuldigen anstatt sich wirklich für die Opfer, die nicht selbst für sich sprechen können!!!, stark zu machen. Wer, spricht für die Opfer, wenn nicht wir ?


„Wir müssen Partei ergreifen. Neutralität hilft dem Unterdrücker, niemals dem Opfer. Schweigen ermutigt den Folterknecht, niemals den Gefolterten.“
Elie Wiesel (1928-2016]
Holocaust Überlebender, Friedensnobelpreisträger 1986

Viele Grüße Petra
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18.11.2019, 09:12 Uhr
Zitat DaisyDuck:
ich habe weder das Buch „Tiere essen“ noch den dazugehörigen Film kritisiert bzw. abgelehnt. Das hast ausschließlich Du so gedeutet.

Umso besser. Dann war das Frustablassen über Jonathan Safran Foer ja völlig unnötig.


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18.11.2019, 09:27 Uhr
Ich halte die Gier nach Fleisch bei Menschen, die extrem viel Fleisch essen, für eine Sucht. Und Herr Foer scheint ja vor seinen Recherchen ein viel-Fleisch-essender Mensch gewesen zu sein. Ich habe mein Leben lang sehr wenig Fleisch gegessen, weil ich es in Kindheit und Jugend einfach nicht mochte, es ekelte mich, und meine Mutter mich glücklicherweise NIE gezwungen hat. Und später, so zwischen 21 und 29 Jahren habe ich aus sozialen Gründen hin und wieder Fleisch gegessen (vielleicht alle 5 oder 7 Tage mal). Mir fiel es darum 1981 extrem leicht, sofort damit aufzuhören.


Wenn Foer Fleisch "liebt" (ich wundere mich immer, was die Leute alles lieben...) und gegen seine Einsicht und Erkenntnis das nicht lassen kann, ganz damit aufzuhören, ist das für mich Sucht. Wie der Raucher, der nicht aufhören kann zu rauchen, trotz der Bilder einer lungenkrebszerfetzten Lunge und des Wissens um die Schädlichkeit.

Das soll keine Entschuldigung, aber vielleicht eine Erklärung sein.
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