Umgang mit "Vegan-Kritikern"/blöden Sprüchen

Erstellt 26.09.2016, 22:21 Uhr, von thegreenway. Kategorie: Allgemein vegan. 155 Antworten.

27.09.2016, 11:14 Uhr
Das mit den Freunden, die man abwirft, passiert doch immer, wenn man eine umstrittene Überzeugung hat ;)
cthulhu fhtagn ia ph nglui mglw nafh

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27.09.2016, 12:18 Uhr
Zitat flo:hey
Manche Leute verstecken das innere Arschloch halt sehr gut. 8)

:thumbup: Ja und manchmal ist es noch in Entwicklung und zeigt sich erst Jahre später :lol:
Wohin du auch gehst, geh mit deinem ganzen Herzen. (Konfuzius)

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27.09.2016, 15:25 Uhr
Hey,

ich habe gerade wieder in einem sozialen Netzwerk ein Video über ein Raclette Restaurant gesehen. Ein Bekannter von mir kommentierte das mit sowas wie "boar, da kriege ich grad Hunger, Mann, is das geil"

Das sind solche Momente, wo ICH mich dann zusammen reißen muss, nicht etwas wie "Mann, is das geil, wie die Tiere für so ein verdammtes Stück Käse leiden müssen" darunter zu schreiben.

In dem Fall wäre dann wohl ich derjenige mit dem "blöden Spruch" gewesen, zumindest würde ich damit nichts erreichen. Zumindest nichts gutes.

Aber es ist schon manchmal echt nicht leicht , die Füße still zu halten..

Es ist besonders zermürbend, wenn man diese Leute eigentlich mal sehr gemocht hat, denn eigentlich sind sie ja wirklich nett und hilfsbereit. Und zudem auch noch politisch interessiert. Und gegen Leute, die z.B. Hunde und Katzen quälen. Wie können solche Menschen so einen Kommentar ablassen und so ignorant gegenüber all den schlimmen (und bekannten) Geschehnissen sein?

Ich weiß, es bringt nix, sich selbst verrückt zu machen, aber wie gesagt...in manchen Situationen.. :evil: :crazy:
Meine Toleranz und mein Verständnis für jemanden enden exakt dort, wo dieser Jemand Unschuldigen Leid und/oder Schmerzen zufügt. Punkt.

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27.09.2016, 16:04 Uhr
hey
Zitat pummelchen:Das mit den Freunden, die man abwirft, passiert doch immer, wenn man eine umstrittene Überzeugung hat ;)

ich glaub halt man verändert sich... ist ja in Beziehungen auch so dass man sich oft nach paar Jahren hasst.
LG
FLO
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27.09.2016, 17:27 Uhr
Ja da muss ich wohl noch einen Weg für mich finden.
@chickpea: Klar, kenne ich ja noch selber sehr gut das Gefühl, dass man sich durch anders essende kritisiert fühlt auch wenn sie die Kritik vlt. gar nicht einmal aussprechen. Ich bin bemüht das auch in Gesprächen zu berücksichtigen aber manchmal geht es dann eben doch mit mir durch wenn ich denke, so schwer kann das doch nicht zu verstehen sein.... Da muss ich wohl noch entspannter werden.

Und Veganer Stammtisch ist eine schöne Idee, ich weiß auch seit längerem, dass es einen in meiner Nähe gibt, nur leider ist der zeitlich für mich so ungünstig... vielleicht kann ich es ja doch irgendwie einrichten. Denn (face-to-face) Treffen mit anderen Veganern fehlen mir schon. Na mal sehen.
Jedenfalls lieben Dank für die vielen ausführlichen Antworten, es tut ja auch schon gut zu hören, dass es euch manchmal auch so geht. :-)
Veg-Badge

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28.09.2016, 09:00 Uhr
Zitat thegreenway:Ich bin genervt davon, das Gefühl zu haben, mich ständig erklären oder gar rechtfertigen zu müssen, wodurch man letztlich ohnehin entweder nahezu immer als "Spielverderber" oder "Übertreiber" bezeichnet oder angelogen wird ...
...
Wie geht ihr mit solchen Situationen um? Stresst euch das auch noch, oder habt ihr da eine "dicke Haut"/Methoden entwickelt, um das nicht so an euch ranzulassen? Ich glaube ich brauche da ein paar Tipps.


In meinen ersten "Veganwochen" ging ich noch brav in die Firmenkantine, setzte mich neben meinen Mischköstler-Kollegen und aß unbehelligt meine Salate und Beilagen - unbehelligt, da ich mich nicht als Veganer präsentierte und ich eh schon als Vegetarier bekannt war. Soweit so gut. Nach einer Weile fiel einigen Kollegen auf, daß ich keine Cremesuppen und Soßen mehr zu mir nahm - so begannen die ersten Gespräche. Mir wurden Fragen zum persönlichen Hintergrund, zu gesundheitlichen, ethischen/moralischen Aspekten gestellt - die ich teils sofort beantworten konnte teils selber nachschlagen musste. Ich habe dadurch selber sehr viel dazugelernt. :thumbup:
Auffällig war jedoch auch, daß es einige Kollegen gab, die nach dem letzten Bissen ihrer Mahlzeit sofort den Tisch verließen. Es hatte sich etwas verändert.
Ja, dann gab es eine Kollegin, die von einem (Bauern-) Hof stammte, deren Eltern seltene Rinder- und Schweinerassen züchten und von dem glücklichem Leben der Tiere berichtete. Ihr Argument für den (seltenen, nur einmal pro Woche) Fleischkonsum war, das die Tiere ohne das Zutun des Menschen ja aussterben müssen. WHAMM...
Mir geht es wie Dir, mich stressen diese Gespräche. Derzeit kann ich mich lediglich schützen, indem ich solche Gespräche gar nicht erst beginne - hoffe jedoch daß ich mir die "dicke Haut" oder die Schlagfertigkeit zulegen kann mit solchen "Argumenten" aufzuräumen. Mit ein Grund, warum ich hier im Forum bin...

Liebe Grüße

Rudolf
Wenn jemand ein Problem erkannt hat und nichts zur Lösung beiträgt ist er selbst ein Teil des Problems.
(indianisches Sprichwort)

Veg-Badge

1x bearbeitet

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28.09.2016, 09:36 Uhr
Moin zusammen,

Ich musste mir gestern von meinem Vater anhören "wenn Du aber die Tiere schützen willst und dabei Deine Kinder (ACHTUNG ZITAT :) ) zugrunde richtest..."

Zugrunde richten?? WTF?! :wtf:

Wir waren uns dann einig, dass die Kinder regelmäßig zur Blutkontrolle sollten. Tja, allerdings meinte ich noch, dass auch Omnivoren das tun sollten. Aber die denken ja nicht mal dran. (Gibt sicherlich auch Ausnahmen.)
Ich hab jedenfalls noch nicht gehört, dass Eltern standardmäßig, ohne medizinische Indikation ihre Kinder zur Blutkontrolle schleppen.

Mein Dad ist schon sehr aufgeschlossen für die vegetarische Ernährung, könnte aber ohne seine Butter, seinen Braten an Festtagen und seinen Käse auf der Pizza nicht leben. Hafer mochte er, so sagte er gestern, schon als Kind nicht (wohl schlechte Erinnerungen an Haferschleim lol ) , also kann er sich auch nicht vorstellen Hafermilch statt Kuhmilch zu nehmen.

Ich hab ja vor meine Eltern mal zum Essen einzuladen ;-)
Am besten sagt man dann gar nicht erst was drin ist :rofl:

Die Gesellschaft ist einfach zu sehr von Vorurteilen geprägt. Wie sollen also selbst tierliebe Omnivoren diesen Schritt gehen, wenn sie dadurch ernsthafte negative gesundheitliche Folgen für sich selbst befürchten?

Viele Sprüche entstehen glaube ich auch ganz einfach aus der eigenen Unsicherheit mancher Leute.

VlG

Meine Toleranz und mein Verständnis für jemanden enden exakt dort, wo dieser Jemand Unschuldigen Leid und/oder Schmerzen zufügt. Punkt.

3x bearbeitet

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28.09.2016, 09:48 Uhr
Ja, man muss sich schon manchmal mit der Hand auf den Kopf hauen (Facepalm). Es ist schwer, mit soviel Ignoranz richtig umzugehen.
Meine Taktik: mit Leuten schwätzen - ja. Mit Leuten essen - nein. Alles schön oberflächlich halten und mit niemanden privat werden. Es gibt nur 2-3 Personen, mit denen ich regelmäßig privat zu tun habe, und die sind vegan. Alle anderen habe ich aus meinem Privatleben komplimentiert. Zwangsläufig. Ich hab sie nicht mehr ertragen können.
Schlimmstes Beispiel:
Seinen Hund streicheln, lieben, mit ins Bett nehmen - und nebenbei die Steaksemmel verspeisen. :wtf:
Ich war ja viel in Sachen Hundesport unterwegs... aber auch das geht nicht mehr seit ich vegan lebe.
Ja, ich war auch so wie meine Vereinskollegen. Aber ich bin aufgewacht. Warum gelingt es ihnen nicht? Warum schauen sie immer noch weg?
Da ich keine Antworten auf diese Fragen bekomme, musste ich mich eben von diesem Teil meines Lebens trennen.
Und das war nur der Anfang.
Aber da es mir ohne omnivore Freunde besser geht, scheint es der richtige Weg gewesen zu sein.
Liebe Grüße
Moni


Vegan ist nichts für Feiglinge

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28.09.2016, 11:34 Uhr
Zitat Ejala:
Seinen Hund streicheln, lieben, mit ins Bett nehmen - und nebenbei die Steaksemmel verspeisen. :wtf:


Und genau das ist es, was mich auch an gewissen Menschen, zu denen auch die letztens erwähnten Bekannten gehören (Raclette Restaurant), so dermaßen aufregt.
Auf der einen Seite sich über jemanden aufregen, der einen Hund quält und kommentieren, dasselbe müsse man ja mit ihm machen, dann aber am gleichen Tag sich schön genüsslich den Speck in die Pfanne hauen, dass es einem bald schlecht wird und jeden Tag im Garten sitzen und zu zweit Fleisch und Würste für ne ganze Fussballmannschaft grillen!

Da fällt einem doch nix mehr ein. Die Doppelmoral mancher Menschen ist echt zum Ko**** ! :rolleyes:

Manche sagen ja, ich könne einen Menschen doch nicht ausschließlich über seine Ernährung definieren. Aber es sind einfach die Wertvorstellungen, die zu weit auseinandergehen. Deswegen meide ich auch eher den Kontakt mit andersdenkenden.

Sprüche wie (Thema Batterien) "och, ich werfe alles in die Mülltonne" ganz nach der Devise "is Mir doch egal, was mit der Umwelt passiert, ich habe ja selbst genug andere Probleme usw" , so eine Sorglosigkeit, Achtlosigkeit.... Mit solch einer Einstellung komme ich nicht klar :rolleyes:

Und das sind oft Menschen, die ansonsten echt nett sind :-(

LG
Meine Toleranz und mein Verständnis für jemanden enden exakt dort, wo dieser Jemand Unschuldigen Leid und/oder Schmerzen zufügt. Punkt.

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28.09.2016, 18:22 Uhr
Also ich lebe mit einem omnivoren Partner zusammen. Auch mein Vater is(s)t omnivor. Beide aber überwiegend fleischlastig. Wenn wir essen gehen, kamen dann auch schon blöde Kommentare, bis ich mir diese verboten habe. Ich habe erklärt, dass das ganze schlimmer als Kindergarten ist und ich ja auch keine Kommentare über ihr fleischhaltiges Essen mache. Also sollte das auch von ihrer Seite her möglich sein. Seitdem geht das problemlos. Bei allen anderen kommen/kamen keine negative Äußerungen.
लोकाः समस्ताः सुखिनो भवन्तु,

Lokah Samastah Sukhino Bhavantu - Mögen alle Wesen auf dieser Welt verbunden sein, in Harmonie sein und Glück erfahren. (Sanskrit)

Dana

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