Vegane Politik, längst überfällig oder nutzlos?

Erstellt 29.08.2018, 10:25 Uhr, von Jens-V-66. Kategorie: Allgemein vegan. 54 Antworten.

Vegane Politik, längst überfällig oder nutzlos?
29.08.2018, 10:25 Uhr
Hallo zusammen 🌱

Ich habe eine Frage zu Eurer Sichtweise bezüglich veganer Politik/Partei.
Es ist mir wichtig, da viele Probleme, wie Tierleid und der damit verbundenen Umweltverschmutzung und Ressourcenverschwendung, nur durch politische Arbeit eingedämmt werden kann. Diese ganzen Zusammenhänge können viele nicht begreifen, oder sie wollen es nicht. Da es allerdings für die gesammte Menschheit und der Umwelt von immenser Bedeutung ist, muss halt per Gesetzgebung nachgeholfen werden.
Ich bin der V-Partei³ genau aus diesen Gründen beigetreten, da mir unser aller Zukunft wichtig ist.
Vergleicht doch bitte die Parteiprogramme!

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Hi,

was hältst Du davon? :star:

LG!
29.08.2018, 10:26 Uhr
Hallo,
das ist keine Frage, sondern Werbung.
Bitte unterlasse das!
Viele Grüße
Kilian
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29.08.2018, 10:37 Uhr
Das sehe ich anders, da ich auf Parteiprogramme hinweise!
Es gibt mehrere Parteien in ähnlicher Ausrichtung, welche man mit der freundlichen Suchfunktion im Web auch findet!
1x bearbeitet

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29.08.2018, 11:24 Uhr
Es war auch bloß die Aufforderung, Werbung zu unterlassen. Wir wollen hier Diskussionen und einen Gedankenaustausch anregen und nicht bloß Anweisungen, was zu tun sei.
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29.08.2018, 12:28 Uhr
Gerade das (Zuwenden zu Kleinst- und Ein-Punkt-Parteien) kann man aber auch ebenso kritisieren: Die Pro-Veganer in den im Bundestag vertretenen Parteien werden dadurch massiv geschwächt. Denn noch nie hat es eine Ein-Punkt-Partei geschafft, in den Bundestag oder einen Landtag zu kommen. Die Kleinstparteien, die sich um Tierschutz kümmern, verhindern letztlich in den anderen Parteien die vegane Sache oder auch nur etwas mehr Tierschutz und Tierrechte voran zu bringen, statt sich zusammen mit anderen innerhalb dieser Parteien für die Umgestaltung der Forschung, Landwirtschaft und der Ernährung in unserem Sinn einzusetzen. Außerparlamentarisch haben diese Parteien leider kaum erfolgreiche Wirkungsmechanismen, die in Gesetzgebungsverfahren münden könnten - weder auf Landes- noch auf Bundesebene. So wird das leider nix.


Man könnte sogar so weit gehen: Wenn ich mein Geld mit Tierzerstörung verdienen würde, würde ich als wirkungsloses Sammelbecken möglichst viele Kleinstparteien (V-Partei, MUT, ÖDP usw.) die scheinbar gegen mich sind gründen (lassen) bzw. unterstützen, gleichzeitig in den Bundestags- und Landtagsparteien mir genehme Politiker unterstützen. So würde ich eine Gesetzgebung gegen meine Interessen verhindern. Nach dem Motto: "Haltet bloß die Veganer aus den gesetzgeberischen Gremien raus. Lasst sie sich außerhalb austoben, dann kann der Fleischindustrie nix passieren.Und wenn sie zu stark werden, entziehe ich ihnen meine Unterstützung eben wieder und aus ist." Klingt ein wenig wie Verschwörungstheorie, aber genau so wird es möglicherweise gemacht.

Und die Veganer bei zum Beispiel den Grünen stehen allein da, auf buchstäblich verlorenem Posten (zum Beispiel in den Landes- und Bundesarbeitsgemeinschaften). Sie werden von den gutwilligen Menschen allein gelassen, die sich zwar mit gutem Gewissen den scheinbar programmatisch "besseren" Parteien außerhalb zuwenden, aber im Ergebnis (leider) völlig wirkungslos bleiben - und damit ihren eigentlichen Zielen, nämlich einem besseren Tierschutz und Tierrechten, schaden.

Deshalb auch erneut meine Bitte: Engagiert Euch so gut es irgend geht auch politisch. Für mich am liebsten in der dem Natur- und Umweltschutz am ehesten zugeneigten Partei im Bundestag und den Landtagen, ist mir aber letztlich weitgehend egal.



2x bearbeitet

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29.08.2018, 12:40 Uhr
Längst überfällig - ganz klar :thumbup:
Zur Diskussion: ich mag diese engagierten Kleinstparteien, die Themen auf den Plan bringen, die in großen Parteien noch nicht ausreichend behandelt werden. Allerdings bin ich davon überzeugt, dass eher die großen Parteien das Thema aufnehmen als das mal so eine Kleinstpartei die 5% Hürde knackt. Die V³-Partei ist zwar in ihren Ansichten konsequenter, spricht damit aber eine noch kleinere Zielgruppe an und nimmt zusätzlich den anderen Kleinstparteien, mit denen es Zielgruppenüberschneidungen gibt, Stimmen weg.
Ich finde den Ansatz, sich in einer etablierten Partei (oder in anderen politischen Gruppen, in denen es eigentlich um andere Themen geht) zu engagieren und diese von innen heraus mit Geduld nach und nach für das Thema zu sensibilisieren und erstmal die Leute direkt zu veganisieren, erfolgversprechender.
Ich persönlich bin auch sehr für wissenschaftsbasierte Politik - da sehe ich bei der V³-Partei auch noch Nachholbedarf (z.B. zum Thema Gentechnik, und auch personell sind mir da einige zu esoterisch-schwurbelig unterwegs).
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29.08.2018, 13:59 Uhr
Ich stell mir grad vor, wie VeganerInnen versuchen die CSU zu unterwandern, unsereins ist zwar oft sehr leiderprobt, aber ich denke das wär sogar für überzeugte Aktivisten viel zu extrem :p.
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29.08.2018, 14:00 Uhr
@Vegbudsd
Interessante These, jedoch haben Parteien ein großes Problem, wenn sie sich abhängig machen. Gerade bei den kleinen Parteien ist es umso wichtig unabhängig zu bleiben aus diesen besagten Gründen. Lieber langsam wachsen, aber dafür ehrlich zu sich bleiben.
Ein Thema-Parteien haben es natürlich schon schwer und sind auch für mich nicht wählbar, da Politik etwas mehr bedeutet. Allerdings denke ich da auch an die damaligen Grünen, die waren auch nicht breit aufgestellt und mussten sich finden. Leider haben sie sich in meinen Augen wieder verloren.
Vegane Themen in den aktuellen Parteien? Sorry, aber entweder bin ich blind und taub oder ich finde da nichts. Wen soll ich da unterstützen? Die Grünen, die mit ihrem VEGGIDAY gescheitert sind und der Vorstand gerne Fleisch ist und das Opferfest unterstützt?
SPD, CDU, FDP, die nur Marionetten der Industrie sind? Ne danke!

Alle zu Veganisieren ist schön, allerdings nicht ganz so einfach 😉.

Kleinstparteien mit einen guten Programm gehören unterstützt, denn nur so ist es möglich an dem Thron der Sesselfu.... zu rütteln. Wenn man darauf hofft, dass sich mit den jetzigen Parteien etwas ändert, dann träumt man. Ganz genau aus den oben genannten Gründen (Lobbyismus)!


Und ja, es ist wichtig, nein ganz ganz wichtig sich politisch zu engagieren, denn nur hat man die Chance auf Veränderung!
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29.08.2018, 14:05 Uhr
Hallo Vegbudsd,

dem ist wenig hinzuzufügen.

Divide et impera

Teile und herrsche ist eine der ältesten bekannten Kriegsstrategien.

Ich brauche mich um keine der Splittergruppen zu kümmern, solange sie sich gegenseitig zerfleischen - V³ hat sich von der Partei "Mensch Umwelt, Tierschutz" abgespalten wie diese wiederum von den Grünen.

Anstatt die jeweilige Oberpartei zu reformieren und die eigenen Vorstellungen in einer "mächtigen" Partei zu bündeln, spaltet sich die Wählerschaft und verzichtet nicht nur freiwillig auf eine vorteilhafte Position- sondern torpediert indirekt die Stellung ihrer eigenen Argumente.


Persönlich finde ich es in der momentanen politischen Situation wenig sinnvoll den Veganismus zur Haupttriebkraft der eigenen Politik zu machen.

Wie soll sich politisches Mitgefühl für nicht menschliche Tiere verbreiten, wenn wir es, politisch und sozialsystematisch, nicht einmal schaffen unbedingtes Mitgefühl für Menschen zu verbreiten (Stichwort: Niedriglohn, Lohnsklaverei und soziales Ungleichgewicht)?

Natürlich sind dies zwei getrennte Themen, die beide entsprechend angegangen werden sollten, aber man kann kein Automobil bauen, ohne vorher das Rad erfunden zu haben.

Liebe Grüße,
Falk
3x bearbeitet

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29.08.2018, 22:35 Uhr
Ich gebe dahingehend Recht, dass nicht nur mit Tier- & Umweltschutz Politik gemacht werden soll. Es gibt ebe
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