Zukunft

Erstellt 29.12.2016, 15:30 Uhr, von Bakunin. Kategorie: Allgemein vegan. 12 Antworten.

Zukunft
29.12.2016, 15:30 Uhr
Hallo alle mit einander.
Da ich neu hier bin, möchte ich mich einmal etwas vorstellen.


Seit mehreren Jahren, lebte ich vegetarisch und dann auch Vegan.
Ich hatte nie Gesundheitliche Schwierigkeiten und habe eigentlich ein stink normales Leben geführt.
Hatte auch nie größere Diskussionen über dieses Thema und musste mir auch nur selten dumme Sprüche oder Fragen anhören.

Dann jedoch ist mir ein Gedanke gekommen. Dieser hat mich nicht mehr losgelassen.
Dieser Gedanke ist: Was passiert denn eigentlich mit den Nutztieren, wenn wir aufhören sie zu benutzen.


Da ich ein sehr überzeugter Veganer wahr, hätte ich mich natürlich darüber gefreut, wenn alle Menschen Veganer währen. Aber was würde mit den Tieren passieren?

Auch wenn dies nur ein Was-währe-wenn Szenario ist, hat mich diese Frage dazu gebracht, wieder Fleisch zu essen. Nun frage ich im nach hinein jedoch, wie ihr mit dieser Frage und ihrer Antwort umgeht.


Denn, wenn man diese Frage versucht zu beantworten und dabei realistisch und rational bleibt, so bin ich zumindest auf die Antwort gekommen, dass es am Ende entweder eine Globale ökologische und ökonomische Katastrophe bedeuten würde, oder aber, alle Nutztiere umgebracht werden müssten, was wahrscheinlich kein Veganer wollen würde.


Also, was sagt ihr zu der Frage und ihrer Konsequenzen?

Mit freundlichen Grüßen,
Bakunin
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Hey,

Vegan leben für nur 140 Euro im Monat! Weiterlesen!

Viele Grüße!
29.12.2016, 15:44 Uhr
Hallo Bakunin,
Nutztiere werden gezüchtet. Und wenn die Zucht aufhört, werden keine Nutztiere nachgezüchtet, also kein Problem mit Unterbringung.
Dies ist aber ohnehin ein proveganes Forum und dient nicht der Pro- und Contra-Diskussion (dafür gibt es woanders genug Raum), sondern dem tatsächlichen veganen Lebensstil.

Aber Du darfst mich gern aufklären:
- inwiefern warst Du ein überzeugter Veganer und wie kommt es, dass Du Dich anscheinend erst DURCH die Überzeugung mit den Argumenten beschäftigst? Warst Du einfach so überzeugt?
- Wieso bist Du denn vegan geworden?
- wie lange hast Du denn vegan gelebt?
Viele Grüße
Kilian
5x bearbeitet

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29.12.2016, 15:49 Uhr
Entschuldige, wenn ich dich nicht überzeugen konnte, dass ich mich mit dieser Frage auseinander gesetzt habe, jedoch soll dies rein überhaupt nichts mit Pro und Contra zu tun haben, sondern dient ausschließlich dem veganen Lebensstil. Denn diese Frage sollte doch etwas mit diesem Lebensstil zu tun haben, oder? Es geht mir hier nicht um eine Diskussion, sondern darum, wieder, ohne schlechtes Gewissen Vegan leben zu können. Wenn dies nicht pro Vegan ist, dann weiß ich auch nicht.
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29.12.2016, 15:55 Uhr
Naja, das Argument "wenn wir die Tiere nicht essen, sterben sie aus" ist eines der schwächeren gegen Veganismus. Da es oft passiert, dass Leute, die einfach nur trollen und verarschen wollen, hier reinposten, sind wir einfach etwas vorsichtig.
Was für Probleme siehst du denn konkret dabei, wenn man Vegan ist und keine Nutztiere mehr braucht? Beschreib mal deine konkreten Sorgen.
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29.12.2016, 15:56 Uhr
Naja, es stinkt schon sehr nach Troll... :) weil die Sache so einfach ist und so oft von Spaßvögeln wiederholt wurde, dass sie inzwischen ein bisschen langweilig ist.

Es werden nicht alle Menschen von jetzt auf gleich vegan werden. Es wäre schön wenn es so wäre - und dann gäbe es womöglich das Problem, dass die Tierhalter die verbleibenden Tiere sterilisieren und für ihren Lebensabend sorgen müssten.

Aber da es so nicht kommen wird, (wie sich an der aktuellen Situation und den vergangenen Jahren gut erkennen lässt), ist die Frage in der Praxis nicht relevant. Und deshalb wundert es mich, warum Dich eine solche Pseudo-Frage von der veganen Ernährung abgebracht haben könnte, wo Du doch so überzeugt warst (von was genau?).

Viele Grüße

Kilian
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29.12.2016, 16:08 Uhr
Ich versuche, es einmal zusammen zu fassen.

Noch einmal zu meiner Person,
ich wahr fünf Jahre lang vegetarisch und drei Jahre lang vegan.
Warum?
Weil ich mich davor ziemlich schlecht ernährt habe und häufiger krank war.
Schlechte Blutwerte etc. Also wollte ich meine Ernährung umstellen, habe es dann auch getan.
Außerdem finde ich, dass Menschen eigentlich kein Recht haben, Tiere zu züchten, zu töten und dann zu verspeisen. Denn Tiere haben ja auch Gefühle etc.


Also wurde ich Veganer, weil ich mich gesünder Ernähren wollte und etwas besseres für die Tiere mir wünschen würde.

Zu der Frage:

Ich finde sie überhaupt nicht simpel oder einfach zu beantworten.

Denn, sagen wir nur mal, in 1000 Jahren, würden keine Nutztiere mehr gebraucht werden.
Es würden langsam immer mehr Veganer, es würden immer weniger Tiere gebraucht werden etc.
Erst habe ich auch gedacht, dass die Geburtenrate der Tiere ja einfach zurückgehen würde.
Würde jedoch heißen, dass den Tieren eine Schwangerschaft vorenthalten werden müsste.
Dies ist jedoch kaum ethisch vertretbar. Das bedeutet, es würde immer mehr Tiere geben, obwohl sie nicht mehr gebraucht werden würden. Diese Tiere brauchen Fressen und Trinken, Medizinische Behandlung, freie Fläche und den Menschen der sich um sie kümmert, da mittlerweile viele Tiere nicht mehr ohne den Menschen auskommen, wie Schafe aus der Massentierhaltung. Diese können ihre Wolle teilweise nicht mehr alleine abwerfen etc. Fazit: Es würde Unmengen an Geld brauchen um die Nutztiere Artgerecht zu halten bzw. am Leben zu erhalten. Doch wer bezahlt das? Niemand, denn so viel Geld würde auf Dauer einfach nicht da sein. Was kommt am Ende dabei raus? Ein riesiges Desaster. Es würde eine riesige Wirtschaftskatastrophe kommen, oder, wenn man die Nutztiere frei lassen würde, würden diese das Ökosystem der Welt vernichten. Also was tun?

Falls mein Gedanken gang fehlerhaft ist, sagt bitte was daran und warum.

PS:
Es wurde ja schon gesagt, dass dieses Szenario niemals passieren würde, aber trotzdem würde ich es doch unterstützen, oder?

Danke
1x bearbeitet

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29.12.2016, 16:22 Uhr
Hi, danke für die weiteren Infos!
Zitat Bakunin:
Weil ich mich davor ziemlich schlecht ernährt habe und häufiger krank war.
Schlechte Blutwerte etc. Also wollte ich meine Ernährung umstellen, habe es dann auch getan.


Klingt ja nach einem guten Grund.

Jetzt bist du aber nicht mehr vegan wegen einem - für mich ziemlich einfach wirkenden - Pseudo-Problem. Isst Du also Nutztiere, um der von Dir geschilderten Problematik vorzubeugen und setzt daher nebenbei Deine Gesundheit aufs Spiel? Oder wie darf das verstanden werden?

Zitat Bakunin:Denn Tiere haben ja auch Gefühle etc.


Klingt schon wieder so trollig floskelhaft. Gefühle etc.

Zitat Bakunin:
Also wurde ich Veganer, weil ich mich gesünder Ernähren wollte und etwas besseres für die Tiere mir wünschen würde.


Aber aufgehört hast Du wegen einer Frage, die man sonst nur von Leuten hört, die auf der Suche nach einem Argument gegen Veganismus sind. :-) Ist doch aufregend :)

Zitat Bakunin:
Erst habe ich auch gedacht, dass die Geburtenrate der Tiere ja einfach zurückgehen würde.


Nutztiere werden gezüchtet. Sie vermehren sich in der Zucht nicht einfach so sondern werden bewusst gezüchtet. Die meisten Schweine erreichen z. B. nicht einmal die Geschlechtsreife bevor sie geschlachtet werden. Daher gibt es Schweinezüchter.

Zitat Bakunin:
Würde jedoch heißen, dass den Tieren eine Schwangerschaft vorenthalten werden müsste.


Jap, vermutlich. So wie man das ja bei Straßenhunden usw. auch macht - weil die Folge wäre, dass noch mehr gezüchtete Tiere, die an den Menschen gewöhnt sind, leiden und sterben, weil sie ohne Futter und Co nicht überleben könnten. Es wäre ein hausgemachtes Problem, das sich in der Realität aber nicht stellen wird, da die Nachfrage nicht so abrupt sinken wird.

Aber Du hast recht: Wenn es das Porblem gäbe, dann wäre es wohl nicht ethisch zu lösen. Die Ursache dieses Problems ist aber die Züchtung der Tiere, zu der Du als Fleischesser ja nun wieder beiträgst. :)

Zitat Bakunin:
Dies ist jedoch kaum ethisch vertretbar.


Wobei sich die Frage stellt, ob Tiere töten ethischer ist als Tiere zu kastrieren. Da spielt Dir als Fleischesser Deine Ethik offenbar einen Streich.

Viele Grüße

Kilian
1x bearbeitet

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29.12.2016, 16:28 Uhr
Naja, diese Nutztiere zu erhalten finde ich an sich schon einen Denkfehler. Wie du gesagt hast: diese Tiere sind so überzüchtet, dass sie nicht nur nicht mehr alleine klarkommen, sie sind auch so gezüchtet, dass sie einfach krank geboren werden. Milchkühe sind quasi nur auf Milch geben ausgelegt, sie haben starke Krankheitsanfälligkeiten, sie setzen kein Fett an, das sie erhalten könnte und sie laugen sich durch die Milch total aus, ähnlich bei Fleischrassen und ähnlichem. Ich denke nicht, dass man solche Rassen auf Teufel komm raus weiter führen muss und dass dann daran der Veganismus Schuld ist. Teilweise sind ja sogar in Deutschland Qualzuchten bestimmter Tiere verboten, weil sie dem Tier zu viel Leid zufügen, da finde ich es besser, so eine ohnehin menschengemachte Rasse einfach aussterben zu lassen.
Ausserdem scheint es dir ja schwerer zu wiegen, dass das Tier überhaupt existiert, als wie es existiert. Ein kurzes Leben in einem engen Stall mit anschließend verpfuschter Schlachtung scheint für dich ja besser für eine riesige Masse Tiere zu sein, als diese einfach nicht zu Schlachtzwecken herzustellen (mit natürlicher Befruchtung hat das Null zu tun).


Dieses Gedankenspiel geht aber immer davon aus, dass schlagartig jegliche Haltung beendet wird, von heute auf morgen. Wenn aber die Entwicklung langsam geht, wie das meistens der Fall ist, dann würden Höfe einfach kleiner werden und keine neuen Tiere mehr nachkommen. Irgendwann machen sie dann zu und bauen Gemüse und Getreide und Obst für Menschen an und nicht mehr für Milliarden Nutztiere. Ökologisch ist das doch postiv. Massenschlachtung ist ja schon Realität: Männchen und Weibchen gibt es ja kaum in den Rassen zusammen. Finde auf nem Geflügelhöf mal Hähne, sind doch alle ohnehin geschreddert. Oder männliche Kälbchen, die saufen nur gute Milch weg und sind sonst zu nichts nutze, es werden ja heute schon massenhaft Tiere vernichtet, um die verbleibenden rentabel zu halten.


Dann noch das Argument mit dem Tiermist: wenn die Tiere nicht mehr kacken können wir unsere Felder nicht mehr düngen. Selten so gelacht, in Deutschland ist der boden von der ganzen Gülle fast schon vergiftet, es ist einfach zu viel. Und als ob die großen Ernten mit Scheiße eingefahren werden - Mineraldünger ist eine alternative. Und ganz ehrlich: Menschen produzieren genausoviel und genauso tollen Düngemist wie Schweine und Kühe, das wird aber aufwendig geklärt und sauber gemacht.


Fazit: Man muss keine kranken Rassen erhalten, man muss sie auch nicht in Massen züchten. Dass es besser ist, sie zu quälen und zu essen, kann ich nicht nachvollziehen.
Dein Argument wäre auf alles anwendbar: wenn man den Menschenhändlern ihre Menschensklaven nicht abkauft, dann werden die ja getötet, also kauft man sie alle und sorgt dafür, dass noch mehr Leute zu Sklaven werden. Wenn man aufhört, bei Ausbeuterfirmen zu kaufen, dann bekommt ja das kleine Kind in der Nähfabrik seinen Hungerlohn nicht mehr, also unterstützt man diese Firmen, so gut es geht. Und wenn man verhindern will, dass die Tabakindustrie zu Grunde geht, weil man Nichtraucher wird, muss man aus ethischen Gründen weiterrauchen, damit diese Arbeitsplätze erhalten werden. Damit fährt man bestimmt gut ;)
1x bearbeitet

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30.12.2016, 10:41 Uhr
Hallo ihr Drei,

diese ganzen simplifizierten, zirkulären, Logikschleifen hat Der Artgenosse ebenfalls kompakt entmystifiziert (großteils auch mit den von euch genannten Argumenten).

"Hey Veganer, wenn wir Tiere nicht essen… wohin dann mit ihnen?": http://der-artgenosse.de/hey-veganer-wenn-wir-tiere-nicht-essen-wohin-dann-mit-ihnen/

"Hey Veganer, manche Tiere gäbe es nicht, würden wir sie nicht nutzen!": http://der-artgenosse.de/hey-veganer-manche-tiere-gaebe-es-nicht-wuerden-wir-sie-nicht-nutzen/

"Hey Veganer, wenn wir Tiere nicht essen… sterben sie aus!": http://der-artgenosse.de/hey-veganer-wenn-wir-tiere-nicht-essen-sterben-sie-aus/

Wer 3 Jahre lang vegan lebt und sich von so einem oberflächlichen und populistischen Spruch (Argument kann man das ja nicht wirklich nennen) vom Veganismus abbringen lässt, hat entweder unterbewusst nach einem vorgeschobenen Grund gesucht (evtl. weil er / sie der Meinung war ihm / ihr würde etwas fehlen) wieder omnivor zu leben oder sich in den vergangenen Jahren nicht im Ansatz mit dem Veganismus auseinandergesetzt.
.. oder ist ein Troll (natürlich nie auszuschließen)..

Grüße,
Falk
2x bearbeitet

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30.12.2016, 11:41 Uhr
Joa, so ziemlich das, was ich auch meinte^^
So oder so, einfach ein Bullshit-Argument.


Auch auf die Gefahr hin, dass das einfach ein Troll ist, will ich eigentlich nicht den beleidigten Veganer spielen, vielleicht lernt er ja was :rofl:
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