Calciumbedarf

Erstellt 26.09.2016, 11:27 Uhr, von Kijolah. Kategorie: Gesund vegan leben. 10 Antworten.

Calciumbedarf
26.09.2016, 11:27 Uhr
Hallo zusammen,

ich beschäftige mich derzeit etw intensiver mit dem Thema Calcium, ganz besonders was meine (Klein~)Kinder bzw mein Baby angeht.
Da es mir fast unmöglich erscheint, den Bedarf (ohne Supplemente in Form von Tabletten o.ä.) zu decken, ohne am Ende 10 Kg schwerer zu sein, bin ich nun am überlegen, in Zukunft ein anderes Mineralwasser zu kaufen.
Doch wie natürlich sind denn die Mineralien in dem in Flaschen abgefülltem Wasser tatsächlich?
Ich meine, wenn diese bloß künstlichen Ursprungs sind, könnte ich ja genauso gut wieder auf Tabletten und co zurück greifen
:crazy:


Welche Möglichkeiten habe ich denn, meinen Calciumbedarf auf möglichst natürlichem Wege zu decken, ohne die Kaloriengrenze zu sprengen?
(Mit Calcium angereicherte Pflanzendrinks und Fertigprodukte mal ausgenommen)

Im Grunde habe ich mir dieselbe Frage in grün schon bei so ziemlich allen Nährstoffen gestellt. Ich möchte gerne alles so natürlich wie eben möglich zu mir nehmen. Was manchmal gar nicht so einfach ist. Hindernisse können finanzieller Natur sein oder ein nicht vorhandener Garten, um selbst anzubauen oder einfach die fehlenden Mittel gewisse Dinge selbst herzustellen)

Wie handhabt Ihr das denn so?

VlG Kijolah
2x bearbeitet

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Hi,

was hältst Du davon? :star:

LG!
26.09.2016, 14:42 Uhr
Zitat Kijolah:
Wie handhabt Ihr das denn so?

:crazy: nicht dran denken

Nach kurzer Recherche habe ich herausgefunden: Petersilie ist der Hammer, Tofu, Blattgemüse ist gut, Linsen, Sesam, Mohn, Säfte sind gut. Auf 1g/Tag zu kommen kommt mir aber schwierig vor. Wieviel so im Wasser ist: keine Ahnung. Ich trinke nur die gute Rohrperle!


Was verstehst du denn unter natürlich? Dass das schon vorher da drin war oder ob das zugesetzt ist oder wie...? So genau ist das ja manchmal auch nicht zu sagen :/
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26.09.2016, 16:25 Uhr
Hallo Kijolah,

kurz und knackig:
- Vitamin D ist wichtiger für die Knochen, als Kalzium.
- Es gibt indigene Völker ohne Osteoporose mit einer täglichen Aufnahme von < 300mg Kalzium
- Die Empfehlung von 100g Kalzium ist für den Durchschnittsmenschen mit erhöhter (Tier-)Proteinzufuhr aufgestellt worden, ob diese Werte auch für Veganer gelten ist äußerst umstritten
- Industrieller, unfeentierter, Tofu z.B. enthält neben Kalzium auch "Anti-Nährstoff", welche die Kalziumaufnahme hemmen

Aus Zeitgründen kommen die Quellen erst gegen Ende der Woche..
Vorab schonmal: Macb dich nicht verrückt, ernähre dich abwechslungsreich und lasse regelmäßig kontrollieren ;)

Grüße,
Falk
1x bearbeitet

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26.09.2016, 20:46 Uhr
Wir haben in Deutschland eine Calcium Überversorgung - auch ohne Milch nehmen wir genügend Calcium zu uns. Also keine Gedanken darüber machen. Im Gegenteil Milch entzieht den Knochen Calcium, da Milch im Körper Säure bildet und diese mit Basen gebunden werden müssen. Diese Basen werden aus den Knochen gezogen. Es gibt darüber ein gutes Youtube-Video mit einer Allgemeinmedizinerin. Ich weiß allerdings nicht, ob ich den Link setzen darf.


Liebe Grüße Dana
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26.09.2016, 21:10 Uhr
Zitat Dana:Im Gegenteil Milch entzieht den Knochen Calcium, da Milch im Körper Säure bildet und diese mit Basen gebunden werden müssen. Diese Basen werden aus den Knochen gezogen.

Eine nette Theorie von 1920, welche mittlerweile zu großen Teilen widerlegt wurde:
http://nutritionfacts.org/video/alkaline-diets-animal-protein-and-calcium-loss/

Wenn man nach hause kommt und die Straße ist nass muss nicht unbedingt ein Benzin-Transporter verunglückt sein. Es kann auch einfach nur geregnet haben ;)

Von der Wirkung auf die Ursache zu schließen, kann meistens nur daneben gehen..


Osteoporose wird nach gängigen Standards auf den allgemeinen Mangel an Vitamin D zurück geführt, welches eine ebenso große Rolle in der Knochengesundheit spielt wie Kalzium und Vitamin K2.

Grüße,
Falk
2x bearbeitet

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26.09.2016, 21:13 Uhr
Ich verlinke das Youtube-Video doch mal. Falls nicht gewünscht, bitte löschen:

https://www.youtube.com/watch?v=x7t5YGV3FtY
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26.09.2016, 21:26 Uhr
Huhu,

Danke Euch erstmal für Eure Antworten :-)

Ich müsste jetzt auch erst nochmal die Quelle suchen und finden, aber ich habe heute gelesen, dass das Protein in der Kuhmilch zwar tatsächlich Calcium entzieht, allerdings nur wenige , ich glaube 40mg oder so.


Das was Du sagtest, Dana, erscheint mir aber auch logisch, da wir damals in der Schule gelernt haben, dass der Körper stets nach Gleichgewicht strebt. Wie z.B. bei Salz. Kennt Ihr sicher alle noch, die Geschichte mit der semipermeablen Membran usw.
Oder bin ich da jetzt komplett auf dem Holzweg und es geht bei den Säuren gar nicht um Ausgleich?

Jedenfalls habe ich dort auch gelesen, dass ein Kalziumtest (Blut) absolut nichtssagend ist, da bei einer geringen Kalziumzufuhr der Körper dasselbige aus den Knochen zieht und weniger davon ausscheidet. Klarheit bringe nur ein Test der die Knochendichte bestimmt :crazy:

Wie gesagt...muss den entsprechenden Link nochmal raus suchen..

Jetzt ist erstmal Schlafenszeit..bis morgen und LG :wink:
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26.09.2016, 21:35 Uhr

Also steht hier die Anslyse des u.a. weltweit führenden Experten für rein-pflanzliche Ernährung, Dr. Michael Gregor, entgegen einer deutschen Allgemeinärztin mit intransparenter Weitetbildung in Naturheilkundeverfahren, die zudem verschiedene "Lichtgeschmäcker" voneinander zu unterscheiden vermag[*1]..

Hier möge sich jeder ein eigenes Bild machen.


Nochmal, da viel zu viele Fehlinformationen im Internet kusieren, die sich auf die Vermutungen des Forscherteams von 1920 (man vergleiche diese Zahl bitte bewusst mit der aktuellen Jahreszahl) beziehen, das Kalzium löse sich wahrscheinlich aus den Knochen:
Viele, teilw. unabhängige[*2] (aus dem Jahr 2005), Studien haben bestätigt, dass Übersäuerung durch Proteine (egal welcher Hefkunft) den Knochen kein Kalzium entzieht!
Es wird lediglich mehr (Diätares) Kalzium ausgeschieden:


Grüße,
Falk

[*1] http://www.drpetrabracht.de/phone/die-lichtebene-der-nahrung.html#sthash.0VkAcyQh.dpbs
[*2] http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15546911

8x bearbeitet

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27.09.2016, 19:50 Uhr
Hallo Falk,

ich habe keinen medizinischen Background und kann mich nur auf meinen gesunden Menschenverstand verlassen bzw. für mich entscheiden, was für mich schlüssig klingt und was nicht. Was ich allerdings nicht verstehe ist, woher der Körper das Calcium bezieht, was er vermehrt bei einer Übersäuerung ausscheidet? Das kann ja eigentlich nur aus den Knochen sein? Und je mehr Proteine man aufnimmt, desto höher die Übersäuerung, die ausgeglichen werden muss.


Grüssle aus dem Schwarzwald Dana
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27.09.2016, 20:43 Uhr
Also steht hier die Anslyse des u.a. weltweit führenden Experten für rein-pflanzliche Ernährung, Dr. Michael Gregor, entgegen einer deutschen Allgemeinärztin mit intransparenter Weitetbildung in Naturheilkundeverfahren, die zudem verschiedene "Lichtgeschmäcker" voneinander zu unterscheiden vermag[*1]..


Naja, zwar komplett off the topic, aber Alter sagt nichts über Qualität/Gültigkeit von Forschung aus. Nehmen wir z.B. Newton an, dann dürfte alles gesagt sein.

Greger hat auch schon fragwürdige Dinge gesagt bzw. manche Studienergebnisse für seine Behauptungen "hingedreht" oder gewisse "Randbedingungen" ausgelassen. Alter und Durchführer einer Studie/Aussage korrelieren nicht zwangsläufig mit deren Wahrheitsgehalt.

Wenn man so argumentiert (wird ähnlich in den Medien gemacht, da wird dann ein Sanktionskritiker ein Putinfreund oder ein Irak-kritiker zum Holocaustleugner) ist das meines erachtens kein guter Stil, auch wenn überall praktiziert. Da wird weniger die Sache, als die durchführende Person kritisiert um sie unglaubwürdig zu machen.

Auch wenn ich Greger selber kompetenter als Fr.Bach empfinde (zumindest auf seinem Gebiet).



3x bearbeitet

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