Körperliche/gesundheitliche Veränderungen nach Ernährungsumstellung

Erstellt 11.06.2021, 06:22 Uhr, von tomx. Kategorie: Gesund vegan leben. 6 Antworten.

Körperliche/gesundheitliche Veränderungen nach Ernährungsumstellung
11.06.2021, 06:22 Uhr
Ist vielleicht für vegane/vegetarische Neueinsteiger ganz interessant.
Welche körperliche und gesundheitliche Veränderungen hattet ihr in den Wochen nach der Ernährungsumstellung?
War alles nur positiv oder gabs auch negative Auswirkungen?

Ich fange mal bei mir an.

Ich habe meiner Meinung nach extrem auf die Umstellung von Fleischi/Fischi auf vegetarisch/vegan reagiert.
Ohne großartig an Gewicht zu verlieren - vielleicht 2 Kilo in den ersten 4 Wochen - wirkte ich auf andere recht ausgehungert. Das hat sich danach aber wieder gegeben. Ich nahm vom Gewicht her nicht zu - aber hatte wieder das alte Aussehen. :crazy:

Sehr positiv waren sofortige bzw. recht zeitnahe gesundheitliche Verbesserungen:
Kaum mehr Migräne (vorher ca. alle zwei Wochen - nach Umstellung: vielleicht einmal im halben Jahr). Bessere Blutdruckwerte, verbessertes Magen-/Darmsystem, insgesamt erheblich besseres Fitnessgefühl. Beim Sport fühlte ich mich konditionsstärker und das eigentlich schon wenige Tage nach der Umstellung.

Wie war es bei euch?

P.S. ich hoffe, das Thema gibts nicht schon (bezieht sich hier ja nur auf die ersten Wochen nach Umstellung). Sollte es so sein, dann sorry :angel:
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Hi,

was hältst Du davon? :star:

LG!
11.06.2021, 08:36 Uhr
Ich meine das Thema schon hier entdeckt zu haben, aber man kann sowas ja nicht genug betonen. ;)
Weniger Migräne ist ja super! :thumbup: Das loszuwerden ist echt viel Wert.
Ich beziehe mich auf die ersten Wochen Umstellung auf vegan. Wir haben vorher schon lange Zeit vegetarisch gegessen.

Der Blutdruck hat sich bei mir auch verbessert. Ich hatte vorher zwar schon keine Probleme damit, aber mittlerweile liegt der bei 114 zu 72 was nicht nur „normal“ sondern „optimal“ ist und das im 8.Schwangerschaftsmonat! Das freut mich insbesondere deswegen, weil meien Oma und meine Mutter Probleme damit hatten. Meine Oma hatte am Ende sogar mehrere Hirnschläge.
Ich fühle mich allgemein weniger träge, habe das Gefühl, dass ich mich schneller vom Essen wieder erhole (ich neige leider dazu mich zu überfressen, wenn’s mir gut schmeckt).
Ich habe auch kaum noch Heisshungerattacken und weniger Lust auf Süsskram.
Meine Neurodermitis hat sich in der ersten Wochen stark verbessert. Mittlerweile ist sie komplett weg.
Die ganze Verdauung verändert sich meiner Meinung nach sehr zum Positiven. Das ist, besonders wenn man kleine Kinder daheim hat, die man noch wickelt und denen man noch den Popo abwischen muss keine unerhebliche Veränderung.
:lol:
Und was ich auch ganz klar unter gesundheitlich zählen würde, ist das befreiende Gefühl das richtige zu tun. Das gute Gewissen bei jedem Einkauf etc.

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11.06.2021, 09:10 Uhr
Bianca, tatsächlich erwischt man sich beim Einkaufen dabei, dass man bei anderen in den Einkaufswagen schaut. Und sich dann freut, wenn man "nichts Tierisches" darin findet. Im Hinterkopf wird dann unterschieden "guter Mensch" und "nicht ganz so guter Mensch" :D

Noch was zu meiner Anfrage ist mir eingefallen, was wohl insbesondere die Mädels interessieren könnte:
Bei meiner Frau haben nach Umstellung die Menstruationsbeschwerden um geschätzte 90 % abgenommen. Vorher - kaum ohne Tabletten auszuhalten; danach - erheblich weniger. Und Tabletten kamen so gut wie nicht mehr zum Einsatz.
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11.06.2021, 09:25 Uhr
Der Einfluss der (veganen) Ernährung auf den weiblichen Zyklus ist ein recht fleissig erforschtest Thema und es gibt einige Ärzte, welche bei starken Menstruatuationsbeschwerden zu veganer Ernährung raten. Einige Quellen vermuten, dass das Östrogen aus der Kuhmilch sich negativ auf den Zyklus auswirkt und PMS und starke Regelschmerzen begünstigen.
Leider gibt es auch immer wieder Negativschlagzeilen, von Frauen, welche durch falsche vegane Ernährung Zyklusprobleme bekommen, was allerdings dann an Mangelerscheinungen (vor allem Jod und B12) liegt.
Auch die Form der Monatshygiene hat bei vielen Frauen einen Einfluss auf die Regelschmerzen und natürlich die Art der Verhütung.
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11.06.2021, 15:05 Uhr
Also von negativen Aspekten kann ich jetzt nichts so recht erzählen. Klar, am Anfang und zwischendurch kommen bei mir manchmal Heißhungerattacken auf tierische Produkte - Kein Wunder, wenn der Körper das 25 Jahre bekommen hat, aber dafür gibt es ja Ersatzprodukte, die immerhin ähnlich schmecken.

Positiv hat sich auf jeden Fall meine Verdauung verändert. Vorher war ich ständig träge und hatte das Gefühl, dass mein Körper den ganzen Tag mit Verdauen beschäftigt ist - jetzt hat das nachgelassen.
Auch meine Haut ist sehr viel besser geworden. Das fing damals schon an, als ich vor ein paar Jahren bereits von Kuhmilch auf Pflanzenmilch gewechselt habe. Aber seit ich alle Milchprodukte weglasse habe ich sowohl Pickel als auch Rosazea viel besser im Griff.
Leider kann ich das mit der Migräne und den Periodenschmerzen bei mir nicht bestätigen, da ich beides teils sehr stark habe :-(

Ein definitiver Pluspunkt war aber auch, dass ich aufgrund meines schlechten Gewissens in den letzten Jahren psychosomatische Symptome entwickelt habe und nach dem Essen von Fleisch IMMER Sodbrennen bekommen habe. Das war sehr unangenehm, weshalb ich es dann auch schon vorher stark gemieden habe. Seit der Umstellung bekomme ich nur noch bei sehr fettigen Sachen mal Sodbrennen, sonst nicht mehr :-)
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11.06.2021, 16:25 Uhr
Ob das Sodbrennen nach dem Fleischessen wirklich psychosomatisch ist?
Mein Mann hat früher regelmässig Sodbrennen gehabt. Das Fleisch hatte er nie im Verdacht, immer nur das fettige Essen. Erst nach der Umstellung auf vegetarisch ist ihm aufgefallen, dass es besser ist und anschliessend hatte er jedes Mal Sodbrennen, wenn er sich mal wieder eine „Ausnahme“ gegönnt.

Migräne und Regelschmerzen habe ich nicht mehr, seit ich nicht mehr hormonell verhüte. Da gibt es auch viele Frauen, welche da sehr stark reagieren.
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11.06.2021, 19:41 Uhr
Mir kommt es so vor als wäre meine Birkenpollenallergie bei weitem besser geworden bzw sogar beinahe verschwunden. Wobei aber auch nicht auszuschließen ist, dass es an den Masken liegt ...
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