Körperliche/gesundheitliche Veränderungen nach Ernährungsumstellung

Erstellt 11.06.2021, von tomx. Kategorie: Gesund vegan leben. 13 Antworten.

Körperliche/gesundheitliche Veränderungen nach Ernährungsumstellung
11.06.2021
Ist vielleicht für vegane/vegetarische Neueinsteiger ganz interessant.
Welche körperliche und gesundheitliche Veränderungen hattet ihr in den Wochen nach der Ernährungsumstellung?
War alles nur positiv oder gabs auch negative Auswirkungen?

Ich fange mal bei mir an.

Ich habe meiner Meinung nach extrem auf die Umstellung von Fleischi/Fischi auf vegetarisch/vegan reagiert.
Ohne großartig an Gewicht zu verlieren - vielleicht 2 Kilo in den ersten 4 Wochen - wirkte ich auf andere recht ausgehungert. Das hat sich danach aber wieder gegeben. Ich nahm vom Gewicht her nicht zu - aber hatte wieder das alte Aussehen. :crazy:

Sehr positiv waren sofortige bzw. recht zeitnahe gesundheitliche Verbesserungen:
Kaum mehr Migräne (vorher ca. alle zwei Wochen - nach Umstellung: vielleicht einmal im halben Jahr). Bessere Blutdruckwerte, verbessertes Magen-/Darmsystem, insgesamt erheblich besseres Fitnessgefühl. Beim Sport fühlte ich mich konditionsstärker und das eigentlich schon wenige Tage nach der Umstellung.

Wie war es bei euch?

P.S. ich hoffe, das Thema gibts nicht schon (bezieht sich hier ja nur auf die ersten Wochen nach Umstellung). Sollte es so sein, dann sorry :angel:
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11.06.2021
Ich meine das Thema schon hier entdeckt zu haben, aber man kann sowas ja nicht genug betonen. ;)
Weniger Migräne ist ja super! :thumbup: Das loszuwerden ist echt viel Wert.
Ich beziehe mich auf die ersten Wochen Umstellung auf vegan. Wir haben vorher schon lange Zeit vegetarisch gegessen.

Der Blutdruck hat sich bei mir auch verbessert. Ich hatte vorher zwar schon keine Probleme damit, aber mittlerweile liegt der bei 114 zu 72 was nicht nur „normal“ sondern „optimal“ ist und das im 8.Schwangerschaftsmonat! Das freut mich insbesondere deswegen, weil meien Oma und meine Mutter Probleme damit hatten. Meine Oma hatte am Ende sogar mehrere Hirnschläge.
Ich fühle mich allgemein weniger träge, habe das Gefühl, dass ich mich schneller vom Essen wieder erhole (ich neige leider dazu mich zu überfressen, wenn’s mir gut schmeckt).
Ich habe auch kaum noch Heisshungerattacken und weniger Lust auf Süsskram.
Meine Neurodermitis hat sich in der ersten Wochen stark verbessert. Mittlerweile ist sie komplett weg.
Die ganze Verdauung verändert sich meiner Meinung nach sehr zum Positiven. Das ist, besonders wenn man kleine Kinder daheim hat, die man noch wickelt und denen man noch den Popo abwischen muss keine unerhebliche Veränderung.
:lol:
Und was ich auch ganz klar unter gesundheitlich zählen würde, ist das befreiende Gefühl das richtige zu tun. Das gute Gewissen bei jedem Einkauf etc.

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11.06.2021
Bianca, tatsächlich erwischt man sich beim Einkaufen dabei, dass man bei anderen in den Einkaufswagen schaut. Und sich dann freut, wenn man "nichts Tierisches" darin findet. Im Hinterkopf wird dann unterschieden "guter Mensch" und "nicht ganz so guter Mensch" :D

Noch was zu meiner Anfrage ist mir eingefallen, was wohl insbesondere die Mädels interessieren könnte:
Bei meiner Frau haben nach Umstellung die Menstruationsbeschwerden um geschätzte 90 % abgenommen. Vorher - kaum ohne Tabletten auszuhalten; danach - erheblich weniger. Und Tabletten kamen so gut wie nicht mehr zum Einsatz.
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11.06.2021
Der Einfluss der (veganen) Ernährung auf den weiblichen Zyklus ist ein recht fleissig erforschtest Thema und es gibt einige Ärzte, welche bei starken Menstruatuationsbeschwerden zu veganer Ernährung raten. Einige Quellen vermuten, dass das Östrogen aus der Kuhmilch sich negativ auf den Zyklus auswirkt und PMS und starke Regelschmerzen begünstigen.
Leider gibt es auch immer wieder Negativschlagzeilen, von Frauen, welche durch falsche vegane Ernährung Zyklusprobleme bekommen, was allerdings dann an Mangelerscheinungen (vor allem Jod und B12) liegt.
Auch die Form der Monatshygiene hat bei vielen Frauen einen Einfluss auf die Regelschmerzen und natürlich die Art der Verhütung.
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11.06.2021
Also von negativen Aspekten kann ich jetzt nichts so recht erzählen. Klar, am Anfang und zwischendurch kommen bei mir manchmal Heißhungerattacken auf tierische Produkte - Kein Wunder, wenn der Körper das 25 Jahre bekommen hat, aber dafür gibt es ja Ersatzprodukte, die immerhin ähnlich schmecken.

Positiv hat sich auf jeden Fall meine Verdauung verändert. Vorher war ich ständig träge und hatte das Gefühl, dass mein Körper den ganzen Tag mit Verdauen beschäftigt ist - jetzt hat das nachgelassen.
Auch meine Haut ist sehr viel besser geworden. Das fing damals schon an, als ich vor ein paar Jahren bereits von Kuhmilch auf Pflanzenmilch gewechselt habe. Aber seit ich alle Milchprodukte weglasse habe ich sowohl Pickel als auch Rosazea viel besser im Griff.
Leider kann ich das mit der Migräne und den Periodenschmerzen bei mir nicht bestätigen, da ich beides teils sehr stark habe :-(

Ein definitiver Pluspunkt war aber auch, dass ich aufgrund meines schlechten Gewissens in den letzten Jahren psychosomatische Symptome entwickelt habe und nach dem Essen von Fleisch IMMER Sodbrennen bekommen habe. Das war sehr unangenehm, weshalb ich es dann auch schon vorher stark gemieden habe. Seit der Umstellung bekomme ich nur noch bei sehr fettigen Sachen mal Sodbrennen, sonst nicht mehr :-)
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11.06.2021
Ob das Sodbrennen nach dem Fleischessen wirklich psychosomatisch ist?
Mein Mann hat früher regelmässig Sodbrennen gehabt. Das Fleisch hatte er nie im Verdacht, immer nur das fettige Essen. Erst nach der Umstellung auf vegetarisch ist ihm aufgefallen, dass es besser ist und anschliessend hatte er jedes Mal Sodbrennen, wenn er sich mal wieder eine „Ausnahme“ gegönnt.

Migräne und Regelschmerzen habe ich nicht mehr, seit ich nicht mehr hormonell verhüte. Da gibt es auch viele Frauen, welche da sehr stark reagieren.
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11.06.2021
Mir kommt es so vor als wäre meine Birkenpollenallergie bei weitem besser geworden bzw sogar beinahe verschwunden. Wobei aber auch nicht auszuschließen ist, dass es an den Masken liegt ...
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30.06.2021
Bei mir hat sich leider eigentlich gar nichts verändert. Ein bisschen an der Verdauung merke ich es. Da hatte ich vorher extrem mit Verstopfung zu kämpfen.

Ich hoffe immer noch auf den "Frische-Kick". Den hätte ich nämlich dringend nötig. :-) Leider auch noch starkes Bedürfnis nach Zucker, wobei das hochaktuell die letzten paar Tage etwas zurück gegangen ist.

Aber das macht alles nichts. Ich bin seit Oktober letzten Jahres "bekehrt" und brenne aktuell wieder super stark für das Thema. Lese mich gerade vorallem in die gesundheitlichen Aspekte ein und bin mit jeder neuen Lektüre oder Vortrag umso motivierter, damit weiter zu machen.


Ich koche super viel, friere ein (vorallem Fingerfood für meine Tochter), der Vorratsschrank quillt über und ich kriege Anfälle, wenn ich die Brotbox meiner kleinen Tochter für die Krippe füllen will und nur scheiß (sprich leere) Kohlenhydrate da sind. Das könnte tatsächlich zur Marotte werden - ich scanne jetzt die Gerichte auf ihre Nährstoffe. Ist ein hochwertiges Getreide dabei? Hülsenfrüchte? Nüsse? Gabs heute schon was mit viel Eisen und Calcium? Hat sie ihr Obst gegessen? Wenn nicht, hab ich abends ein schlechtes Gewissen... ;-)

Mhh...also eigentlich ganz schön viel Stress, für so wenig Effekt. Aber ich fühle mich sehr gut dabei und vor allem sehr sicher, die beste Ernährung für meine Familie zu gewährleisten.


Ethisch, moralisch brauchen wir ja eh nicht drüber zu sprechen. Ist für mich schon ein sehr gutes Gefühl (auch wenn es mir jetzt eigentlich umso mehr in der Seele brennt, dass man nirgends hin kann, schreien, trampeln, toben und ein Ende dieser ganzen Scheiße herbeiführen kann). Der Diskussion-wirksamere Aspekt, gerade für alle "och geh weiter, du Kuhstreichler"-Typen, ist für mich aber eher die eigenene Gesundheit. Damit kann man echte Argumente liefern, für Typen, denen sonst alles egal ist - weil es sie ja selbst angeht. Und das wird mein Weg zur Überzeugungsarbeit sein. Hehe...
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30.06.2021
Das Bedürfnis nach Zucker geht vorbei. Du wirst dann auch merken, wie wenig "Süße" man eigentlich braucht, wenn das Gehirn nicht mehr ständig nach Zucker schreit. :D
Zucker macht leider abhängig und darüber freut sich vor allem die Industrie.
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30.06.2021
Zitat tomx:Das Bedürfnis nach Zucker geht vorbei. Du wirst dann auch merken, wie wenig "Süße" man eigentlich braucht, wenn das Gehirn nicht mehr ständig nach Zucker schreit. :D
Zucker macht leider abhängig und darüber freut sich vor allem die Industrie.


Ja, davon gehe ich eigentlich auch aus. Was wirklich ein ziemlich schöner Nebeneffekt wäre, weil es jetzt schon über Jahre in eine sehr, sehr schlechte Richtung für mich gegangen ist.
Schauen wir mal, wann es soweit ist... ;-)
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