vegane Geschenke

Kopfhaut und Haarprobleme

Erstellt 26.03.2018, 15:14 Uhr, von paelsa. Kategorie: Gesund vegan leben. 15 Antworten.

30.03.2018, 23:32 Uhr
@Nefasu
Alter Schwede ich zieh den Hut vor dir!! Toller Bericht 👌

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Hi,

was hältst Du davon? :star:

LG!
01.04.2018, 13:29 Uhr
@Nefasu: Oh, wow! Danke für diesen ausführlichen Beitrag! :oo
Also das mit dem Wasser wusste ich so genau auch noch gar nicht. Aber ich lebe schon seit so gut wie immer hier, wo ich jetzt auch lebe, deshalb kann ich dazu nicht wirklich was sagen... Nur im Urlaub ist mir mal aufgefallen, dass meine Haare irgendwie "pappig" werden. Was kann man denn eigentlich tun, wenn das eigene Wasser zu hart ist? Wir haben auch relativ kalkhaltiges Wasser... :-/
Kennst Du denn zufällig jemanden, z.B. aus dem Langhaarnetzwerk oder so, der sich auch vegan ernährt? Ich versuche immer, dort was zu finden, aber irgendwie wird das nie was.
Auf Instagram oder so sehe ich oft Leute mit richtig langen und dicken Haaren, aber da kommt dann nur sowas wie: "Sorry vegans!" und dann posten sie ein fettes Steak oder so...

Ist es dem Körper eigentlich generell egal, ob er pflanzliches oder tierisches Eisen bekommt? Also solange die Menge stimmt, meine ich.

Ich bin gerade echt richtig deprimiert... Irgendwie läuft alles schief. Mir gehen die Haare aus wie sonst was, ich finde das echt nicht schön. Erst hab' ich mir nichts dabei gedacht, aber jetzt ist es richtig extrem.
Ist es eigentlich so, dass man mit einer veganen Ernährung locker alle Nährstoffe decken kann oder ist es dann kritisch, wenn man dann ein, zwei Tage nicht planen kann? So geht es mir nämlich im Moment. Ich kann kaum essen und ich habe das Gefühl, egal wie viele Bohnen oder Linsen ich esse, es reicht gar nicht. Im Moment verlasse ich mich hauptsächlich auf den Hohes C Eisensaft... Ich habe mir übrigens die App geholt und dort trage ich das alles ein, aber Protein und Eisen sind immer zu wenig. Und mein Eisenwert ist schon an der Grenze.
Ich weiß auch, dass diese typische Aussage, dass Veganer kein oder zu wenig Protein zu sich nehmen, nicht stimmt, aber irgendwas mache ich anscheinend falsch.

Hm, vieles, was ich so lese, klingt auch immer so: "...ABER trotzdem kann man alles damit decken." und dann kommt irgendwas mit Supplementen etc. und irgendwie ist es so, dass Haare optimal wachsen, wenn der Eisenspeicherwert über den Richtwert hinausgeht und da frage ich mich, ob das ohne Fleisch überhaupt geht...
Klar weiß ich auch, dass viele pflanzliche Lebensmittel mehr Eisen enthalten können als ein Stück Fleisch, aber wenn mein Körper das nicht verarbeiten kann, ist das total blöd. :|

Aber wenn Du auch Haarzüchter bist, verstehst du mich ja bestimmt, wenn ich sage, dass ich halt gerne das Maximum aus meinen Haaren rausholen möchte. Und ich will halt nicht, dass man mir beim Arzt dann nur oberflächlich sagt, die Werte seien "nicht auffällig" oder normal, aber derweil reicht es gerade so. Ich mag halt auch keinen chronischen Eisenmangel entwickeln... (Ich weiß, dass das Fleischesser auch kriegen können).
Ich will halt nicht einfach nur den Haarausfall stoppen, sondern eben die maximale Dicke und Länge erreichen und mich verfolgt immer der Gedanke, dass sie dicker sein könnten, wenn ich irgendwas anders machen würde...


Liebe Grüße und frohe Ostern! :D
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01.04.2018, 16:47 Uhr
Ich hab zwar ganz kurze Haare. Aber die sind deutlich, seit dem ich vegan bin, viel kräftiger und gesünder. Und wachsen schneller (was bei kurzen Haaren ja nicht so toll ist, ich muss dauernd zum Frisör). Zur Pflege nehme ich nur die tolle Dr. Bronners Flüssigseife. Seit dem fühlen sich die Haare nicht viel besser an und werden überhaupt nicht mehr fettig (womit ich früher ziemliche Probleme hatte).
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02.04.2018, 17:23 Uhr
Hallo paelsa,

Zitat paelsa:Was kann man denn eigentlich tun, wenn das eigene Wasser zu hart ist? Wir haben auch relativ kalkhaltiges Wasser... :-/

Dafür gibt es sog. "Hauswasserfilter" welche in den Wasserverteiler eingebaut werden.
Diese sorgen z.B. für eine ordentliche Entkalkung des Wassers.

Zitat paelsa:Kennst Du denn zufällig jemanden, z.B. aus dem Langhaarnetzwerk oder so, der sich auch vegan ernährt?

Es gibt den, leider etwas eigeschlafenen, Vegan-Thread:
http://langhaarnetzwerk.de/phpBB3/viewtopic.php?f=22&t=17600
Vielleicht fühlst du dich ja berufen diesen wieder mit Leben zu füllen :thumbup:

Zitat paelsa:Ist es dem Körper eigentlich generell egal, ob er pflanzliches oder tierisches Eisen bekommt? Also solange die Menge stimmt, meine ich.

Wieso sollte es anders sein? Tierisches Eisen ist ja ebenfalls nur vom Tier "vorverdautes" pflanzliches Eisen.

Ob wir nun (mit Hilfe von Vitamin C) das pflanzliche Eisen selbst resorbieren, oder einem Tier Pflanzen füttern damit dieses es quasi für uns vor-resorbiert, um es später selbst aufzunehmen, macht für unseren Eisenspeicher praktisch keinen Unterschied ;)

Zitat paelsa:Ist es eigentlich so, dass man mit einer veganen Ernährung locker alle Nährstoffe decken kann oder ist es dann kritisch, wenn man dann ein, zwei Tage nicht planen kann?

Unser Köerper hat diverse Speichermöglichkeiten für alle Arten von Nährstoffen, sodass auch langfristige Hungerperioden überstanden werden können, welche in der älteren (und teils auch jüngeren) Geschichte der Menschheit eher die Regel als die Ausnahme darstellten:
- Aminosäuren (Proteine) lagern bis zu min. 7 Tage als Speicherprotein im Organismus.
- Vitamine werden über viele Wochen (teilw. viele Monate / Jahre) in den Organen gelagert.
- Mineralstoffe werden über Monate (teilw. auch mehrere Jahre) in den Organen, den Zellen und im Skelett gelagert.
- Fette können sogar fast unbegrenzt gelagert werden (sehr zum Leidwesen vieler Menschen) :thumbup:

Das ist auch durchaus sinnvoll vergleicht man hierzulande die Verfügbarkeit von z.B. Vitamin C in den einzelnen Jahreszeiten:
Im Frühling und Herbst gibt es genügend Pflanzen für eine ausreichende Versorgung mit Vitamin C im Tagesdurchschnitt.
Im Sommer gibt es eine Fülle von Pflanzen, dass damit auch die körpereigenen Speicher maximal aufgefüllt werden können.
Im Winter wird dann der im Sommer aufgebaute Speicher aufgezehrt, sodass auch diese extreme Vitmain C-Mangelzeit ohne größere Probleme überstanden werden kann.

Mathematisch ausgedrückt würde das heißen:
Maximaler Körperspeicher Vitamin C: bis zu 4000 mg
Bedarf: ca. 100mg pro Tag (Schwangere und Stillende Mütter bis zu 150mg / Tag)

Wenn im Winter durchschnittlich täglich etwa 60mg Vitamin C aufgenommen werden (z.B. bereits möglich mit 90g rohem Wirsing oder 60g rohem Grünkohl am Tag) dann reicht der Speicher für 100 Tage und somit länger als die knappe Winterzeit.

Nun reden wir hier von Vitamin C, also dem kurzlebigsten, bisher bekannten, Mikronährstoff.

Bei Mineralstoffen wie Eisen ist das ganze wesentlich weniger tragisch.
Selbst bei einer kompletten 0-Aufnahme (äußerst unwahrscheinlich) hält der gefüllte Eisenspeicher einer erwachsenem Frau (Speicher ~3.000mg, tägl. max. Verbrauch 4mg[*1]) ca. 750 Tage, also über 2 Jahre :thumbup:

Zitat paelsa:Ich habe mir übrigens die App geholt und dort trage ich das alles ein, aber Protein und Eisen sind immer zu wenig. [...]
Ich weiß auch, dass diese typische Aussage, dass Veganer kein oder zu wenig Protein zu sich nehmen, nicht stimmt, aber irgendwas mache ich anscheinend falsch.

Bzgl. Protein ist die Antwort denkbar einfach:
Die Richtwerte sind prinzipiell zu hoch angesetzt. Dies resultierte in der historischen Festlegung der Richtwerte und der daraufhin mehrfachen Aufschlagung von "Sicherheitspuffern" diverser Ernährungsgesellschaften (u.a. der DGE).

Den tatsächlichen Proteinbedarf des Menschen kann man recht gut abschätzen, wenn man sich den Proteingehalt menschlicher Muttermilch anschaut: 8,5% während der wohl intensivsten Wachtumsperiode (und dem größten, prozentualen, Muskelwachstum) unseres Lebens :thumbup:

Solange man also mehr als 8,5% der täglich verbrannten Kalorien in Form von Protein aufnimmt (bei 2.000 kcal wären dies etwa 170 kcal, sprich etwa 42,5g) wird man zumindest schonmal keinen Proteinmangel bekommen (welche ob dieses sehr niedrigen Bedarfs auch entsprechend selten, meist krankheitsbedingt, auftritt).

Auch die Mindestempfehlungen einzelner Aminosäuren sind meist wesentlich höher angesetzt als offiziell von der WHO festgelegt[*2].

Zitat paelsa:wenn der Eisenspeicherwert über den Richtwert hinausgeht und da frage ich mich, ob das ohne Fleisch überhaupt geht...

Das ist ohne Umstände möglich.
Mein Ferritinwert liegt z.B. bei 228mcg/l (Referenzbereich 30 - 300), der meiner Partnerin bei 139mcg/l (Referenzbereich 10 - 160).

Der Eisenverbrauch einer erwachsenen (nicht schwangeren, nicht stillenden) Frau liegt bei maximal 4mg täglich[*1].
Bei einer durchschnittlichen Resorptionsrate des nich-Hämeisen von 25% (durch gleichzeitige Aufnahme von Vitamin C) entspricht dies einem täglichen Aunahmebedarf von etwa 16mg pflanzlichem Eisen.

Diesen Bedarf kann Frau z.B. durch folgende Lebensmittel (bei gleichzeitigem Verzehr von Vitamin C haltigen Lebensmitteln) bereits vollständig decken:
30g Petersilie
45g Leinsamen
86g Reiskleie (trocken)
102g Sojabohnen
114g geschälte Hanfsamen
132g Morcheln
153g Weiße Bohnen (trocken)
164g Tofu
189g Masa Harina (fermentiertes Maismehl)
211g Amaranth (trocken)
449g Spinat

Dazu kommen dann noch der Eisengahlt von vielen kleinen "Adds" am Tag wie z.B. 1 EL Chiasamen im Smoothie / Bichermüsli (2,5mg), 3 Scheiben Vollkorntoastbrot (5,4mg), 1 Handvoll Erdnüsse (3,22mg bei 70g) etc. welche sich zu beachtlichen Werten summieren können :thumbup:

Zitat paelsa:Ich will halt nicht einfach nur den Haarausfall stoppen, sondern eben die maximale Dicke und Länge erreichen und mich verfolgt immer der Gedanke, dass sie dicker sein könnten, wenn ich irgendwas anders machen würde...

Mir scheint es an dieser Stelle als würdest du versuchen wollen irgendetwas mit dicken und langen Haaren kompensieren oder jemand anderen beeindrucken zu wollen (Schwarm, Freunde, o.ä.).

Ich würde die Vermutung anstellen, dass du noch recht jung bist. Zumindest kommen deine Gedanken und die beinahe obsessive Ruhelosigkeit meinem 15-18 jährigen Ich sehr bekannt vor ;)

Ich habe meine Suche nach dem heiligen Gral des Haarwachstums dadurch einstellen können, dass ich meine Motivation und mein Ziel für die Haarzucht hinterfragt habe.
Nach einigen durchbrochenen Selbstlügen und der Feststellung, dass ich versucht hatte mich über meine Haare zu definieren fiel es mir dann letztendlich ziemlich leicht die Sache nur noch langsam fortzusetzen und meine Erwartungshaltung grundlegend zu verändern.

Liebe Grüße,
Falk

[*1] https://www.eisencheck.at/eisen-im-koerper/eisenbedarf/
[*2] http://www.fao.org/docrep/003/aa040e/AA040E05.htm#ch5.4

5x bearbeitet

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19.11.2020, 14:09 Uhr
Seit mehr als drei Monaten fallen mir die Haare aus, obwohl ich keine Pillen einnehme und nie eine Chemotherapie angewendet habe. Ist es möglich, dass dies Genetik ist? Und mit dreißig werde ich völlig kahl sein? Ich habe nach Salben, Gelen und Lotionen gefragt. Was denkst du darüber?
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19.11.2020, 15:06 Uhr
Hallo ParsonsHNx
herzlich willkommen hier im Forum. :wink: Leider ist Nefasu schon länger nicht mehr aktiv hier. Fehlt uns allen. Doch vielleicht kannst Du aus den Fragen und Antworten von Paelsa etwas für Dich finden.

Es gibt vielleicht Anteile von Genetik die einem die Haare früh ausfallen lassen oder früh weiß werden lassen, aber vielleicht solltest Du Dich trotzdem mal nach anderen Möglichkeiten - also Vitaminmangel oder anderen Mangel - checken lassen.


Lieben Gruß
METTA
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