Veganer Hausbau: Worauf kommt's an?

Erstellt 06.05.2021, 08:47 Uhr, von kilian. Kategorie: Vegpool aktuell. 7 Antworten.

Veganer Hausbau: Worauf kommt's an?
06.05.2021, 08:47 Uhr
Mit der wachsenden Zahl an vegan lebenden Menschen wird auch die Zahl der Baufrauen und -Herren wachsen, die auf vegane Baustoffe achten möchten.
Es gibt ein paar Dinge zu beachten, aber insgesamt scheint das Thema überschaubar:
https://www.vegpool.de/magazin/vegan-bauen-grundlagen.html
Wer von euch hat Erfahrungen in dem Bereich gesammelt? Teilt sie doch mit uns!
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Hi,

was hältst Du davon? :star:

LG!
06.05.2021, 18:18 Uhr
Für uns ist das vegane Bauen vor allem von der Handwerker-Seite her interessant und immer wieder ein Thema. Gerne würde man in der Zimmerei natürlich möglichst vegan arbeiten. Zum Glück ist der Hauptwerkstoff Holz da ja kein Problem. Aber der Leim macht einem da das Leben schwer. Bisher haben wir keinen Leim gefunden, der etwas taugt und vegan ist. Dazu kommt, dass man manchmal auch weniger Kompromisse eingehen kann, als im privaten Bereich. Immer wieder ein Gewissenskonflikt entsteht, wenn der Kunde eine Lösung haben will, hinter der man selber nicht 100% stehen kann. Will jemand zum Beispiel für seinen Auftrag seine Fassade mit Mineralwolle gedämmt haben versucht man natürlich denjenigen von nachhaltigeren Alternativen zu überzeugen so gut man kann, aber wenn er es dann unbedingt daraus gemacht haben will, muss man es sich halt auch finanziell leisten können auf den entsprechenden Auftrag zu verzichten, wenn man da dem Gewissen folgen will.
Dass die benutzten Maschinen nicht vegan sind ist eh klar, aber den Mann ganz ohne Elektronik und so wie vor 100 Jahren nur mit der Zimmereraxt und der Handsäge auf die Baustelle zu schicken würde ihm zwar vermutlich sogar noch gefallen, aber wirtschaftlich ist es leider so ganz und gar nicht...

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06.05.2021, 18:55 Uhr
Zitat Bianca:... muss man es sich halt auch finanziell leisten können auf den entsprechenden Auftrag zu verzichten, wenn man da dem Gewissen folgen will.
Dass die benutzten Maschinen nicht vegan sind ist eh klar, aber den Mann ganz ohne Elektronik und so wie vor 100 Jahren nur mit der Zimmereraxt und der Handsäge auf die Baustelle zu schicken würde ihm zwar vermutlich sogar noch gefallen, aber wirtschaftlich ist es leider so ganz und gar nicht...
...wobei dadurch im Ergebnis diese persönliche Entscheidung auch GAR KEINEN Tierschutzeffekt haben würde, außer der auch als eine Art Selbstbetrug zu bezeichnenden eigenen Gewissensberuhigung. Selbstbetrug deshalb, weil Bauhfrau/- herr sich umgehend bei einem Unternehmen mit weniger Skrupeln mit seinem Geld zuwenden wird, und dort problemlos bekommt, was sie/er will. Das Geld aber, was Ihr tatsächlich für vegane, also real tierschützende, Lebensweise ausgeben könntet, geht in die Taschen derer, die damit vermutlich wenig vegane Dinge kaufen. Deshalb wäre ich im Geschäftsbetrieb nach Abwägung allen Fürs und Widers für die Annahme des Auftrages und die Vereinnahmung des Geldes, was ich dann ungehemmt und vollufänglich in meine vegane Lebensweise investieren kann. Dazu ergibt sich während der ja oft längeren Zusammenarbeit evtl. die Gelegenheit, über das Thema mit Bauhfrau/- herrlichkeiten zu kommunizieren. Auch veganes Catering für die eigenen Mitarbeiter könnte sich, deren Einverständnis vorausgesetzt, durchaus als fruchtbarer erweisen, als die Ablehnung des leider nicht vollständig nach den eigenen ethischen Vorstellungen durchgeführten Auftrages. Aber das ist sicher von Fall zu Fall unterschiedich und jeder muss das für sich im Einzelfall bewerten und entscheiden. Mit dieser Entscheidung leitet so manche/-r Verganer/-in zum Teil sehr viel Geld in die auch dadurch erstatrjkende Vegancommunity um, was bei strikter Einhaltung der reinen Lehre auch in der real existierenden Geschäftswelt sonst nie mögich wäre.
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06.05.2021, 19:23 Uhr
Darf ich mal fragen was an den benutzten Maschinen unvegan ist?

Lerne ja auch gerne dazu.
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06.05.2021, 19:48 Uhr
Kunststoffe enthalten wohl oft tierische Bestandteile. Versuch mal ne "normale" vegane Kunststoffzahnbürste zu bekommen...
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06.05.2021, 20:27 Uhr
Bei Kupfer ist Knochenleim in der Herstellung involviert und Kupfer ist ja so ziemlich überall, wo irgendwo Strom fliesst.
Was jedoch nicht heissen soll, dass ich versuche Kupfer in der technische Geräte zu meiden.
1x bearbeitet

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06.05.2021, 22:18 Uhr
Zitat Bianca:Bei Kupfer ist Knochenleim in der Herstellung involviert und Kupfer ist ja so ziemlich überall, wo irgendwo Strom fliesst.
Was jedoch nicht heissen soll, dass ich versuche Kupfer in der technische Geräte zu meiden.


Wow, unglaublich, das habe ich ja noch gar nicht mitbekommen. Ist das immer so bei der Kupferherstellung?
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07.05.2021, 08:32 Uhr
Ich meine ja. Glaube aber genauso wie bei der Leimherstellung, dass es Alternativen gäbe, welche da genau so gut sind. Solange aber so viele Knochen aus Schlachtabfällen vorhanden sind, ist es einfach unwirtschaftlich eine Alternative zu benutzen. Ich glaube aber nicht, dass Tiere extra für den Knochenleim gezüchtet und getötet werden würden, weil dann doch andere Wege günstiger wären. Von daher kann ich solche Produkte ohne Gewissensbisse nutzen.
Das Kupferargument kommt öfter mal auf den Tisch, wenn irgend ein Trottel argumentieren will, dass Veganer angeblich inkonsequent wären, wenn sie technische Geräte nutzen.

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