Veganer Eintopf: Vielfältig, schnell und einfach.

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Lecker, viel Gemüse im Eintopf!Lecker, viel Gemüse im Eintopf!
Bild: Pixabay


Du hast heute keine Lust auf einen großen Abwasch und möchtest Dir auch ein bisschen Zeit beim Kochen sparen? Kein Grund, gleich zu Chips oder fettigen Fertiggerichten greifen! Ein guter veganer Eintopf ist die Lösung (fast) all Deiner kulinarischen Zeitprobleme.

Veganer Eintopf passt perfekt mit dem Grundsatz zusammen, bei guter Ernährung keine Kompromisse einzugehen. Denn: Er liefert Dir eine Fülle an Vitaminen und Protein und bietet gute Gelegenheit, einfach mal ein paar Lebensmittel zu nutzen, die Du sonst nie verwendest.

Und natürlich eignet sich Eintopf auch für die Reste-Küche. Aber das muss nicht unbedingt sein, denn ein Eintopf ist keineswegs bloß eine Notlösung und hat durchaus das Zeug zum Lieblingsgericht.

Rein ernährungstechnisch hat ein Eintopf mitunter mehr zu bieten als manch ein klassisches (und viel aufwendigeres) Gericht! Und weil ein veganer Eintopf so schnell gemacht ist, könnte man sagen, dass er das perfekte Gericht für Bürogemeinschaften, WGs, Gruppenfahrten, digitale Nomaden und Weltreisende ist.

Eintopf: Mehr als die Summe seiner Zutaten

Eintopf bietet beste Voraussetzungen, um endlich mal richtig vielfältig zu kochen. Wer viele verschiedene Lebensmittel miteinander kombiniert, kann praktisch Synergien nutzen und den Eintopf enorm aufwerten. Einfach deshalb, weil z. B. Vitamin C aus Paprika wunderbar mit dem Eisen aus Roter Bete zusammen passt (erhöht nämlich die Verfügbarkeit des Eisens).


Wenn es hier in der Redaktion Eintopf gibt, dann werden durchaus mal mehr als 10 Grundzutaten miteinander vereint. Ein Querschnitt durch das Gemüsebeet, könnte man sagen. Dazu kommen Hülsenfrüchte wie Kichererbsen oder Linsen, die nicht nur geschmacklich wunderbar passen, sondern auch wirklich gute Protein-Lieferanten sind.

Zutatenliste für einen klassischen Vegan-Eintopf:

  • Kartoffeln
  • Karotten
  • Rote Linsen oder (vorgekochte) Kichererbsen
  • Reis (parboiled)
  • sonstiges Getreide (z. B. vorgekochter Dinkel, Graupen o.ä.)
  • Broccoli
  • Blumenkohl
  • Paprika
  • Zwiebeln
  • Champignons
  • Tomaten / Tomatenmark
  • frische Kräuter
  • Salz, Pfeffer, Majoran, Liebstöckel, ...

Zubereitung eines veganen Eintopfes

Damit ein Eintopf gut gelingt und die Zutaten ihren Geschmack behalten, ist es wichtig, sie zunächst nach Größe und Kochzeit im Topf zu stapeln. Wir geben daher die grob gestückelten Kartoffeln und Karotten zuerst in den Topf. Anschließend kommen z. B. Reis und/oder rote Linsen dazu (vorher waschen!), die eine gewisse Kochzeit brauchen und daher ebenfalls im unteren Bereich köcheln sollten.


Es folgen die festeren Gemüsesorten wie Broccoli, Blumenkohl (oder auch Kohlsorten wie z. B. Wirsing) und oben drauf kommen die empfindlichen Zutaten wie Paprika, Champignons, Kräuter usw. Auch Zwiebeln platzieren wir (fein geschnitten) lieber oben, damit sie ihren Geschmack behalten.

Das Ganze wird dann großzügig mit Wasser aufgefüllt, leicht gesalzen und ca. 20 Minuten schonend gekocht. Achja: Normalerweise verzichten wir komplett auf die Zugabe von Öl. Warum das so ist, kannst Du hier erfahren. Als Geschmacksträger eignet sich - nach dem Kochen! - ein TL Leinöl, das übrigens auch noch ein paar wertvolle Omega-Fettsäuren zu bieten hat.

Wenn der Eintopf gar ist, kümmern wir uns um die Würzung.

Den veganen Eintopf würzen

Die klassischen Gewürze für deftige Eintöpfe sind bei uns Petersilie, Majoran, Liebstöckel und schwarzer Pfeffer. Tomatenmark ist bei deftigen Eintöpfen ganz wichtig, weil es dem Gericht eine angenehme Würze verleiht (Tomatenmark ist nämlich reich an natürlichem Glutamat).


Wer auf deftige Hausmannskost steht, der kommt um ein paar Tofu-Wiener oder Räuchertofu im veganen Eintopf kaum herum. Auch etwas Räuchersalz kann dem Eintopf eine wohlschmeckende Rauchnote verleihen.

Nichts spricht aber dagegen, den Eintopf einfach mal exotisch zuzubereiten. Warum nicht einen Linsen-Eintopf mit viel Kokosmilch, Ananas und Currymischung? Auch eine Art ungarischer Paprika-Eintopf (mit Paprika, Tomaten, Zwiebeln und Soja-Chunks als Protein-Lieferant un "Fleisch-Ersatz") wird seine Freunde finden. Oder ein Kichererbsen-Gemüse-Eintopf?

Kurz gesagt: Eintopf ist viel mehr als bloß der Klassiker der Resteküche. Mit etwas Kreativität lassen sich auch mit wenig Zeit Eintopf-Gerichte zubereiten, die einen einen wertvollen Bestandteil der Ernährung bieten - und damit Weißbrot-Snacks und Mikrowellen-Gerichte durchaus in den Schatten stellen können.

Übrigens: Müsli ist gewissermaßen der Eintopf des Frühstücks. Und deshalb erfährst Du hier, wie Du Dein Müsli ordentlich aufwerten kannst.

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