24 gute Gründe gegen Kuhmilch

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Gute Gründe gegen KuhmilchGute Gründe gegen Kuhmilch Bild: pixabay.com (bearb.)

Kuhmilch wird seit vielen Jahrzehnten intensiv als gesundes Nahrungsmittel beworben. Weltweit investieren Staaten bis heute große Mengen Geld in Programme, die die Landwirtschaft fördern sollten - und Milch als gesund anpreisen.

Auch Deutschland hatte nach dem zweiten Weltkrieg ein umfangreiches Milchprogramm aus der Taufe gehoben. Teil dieses Programms war der Slogan "Milch macht müde Männer munter". Kennt man bis heute (auch wenn die Aussage nicht zutrifft).


Doch die Zeiten ändern sich. Immer mehr Menschen überlegen, ob wir als Menschen wirklich die Milch einer fremden Spezies brauchen.

Vielmehr gibt es viele gute Gründe, keine Milch zu trinken. 24 davon stellen wir dir hier vor!

Gesundheitliche Gründe gegen Kuhmilch

Schon klar: Kuhmilch ist für Menschen in der Regel nicht giftig. Und die meisten von uns haben als Kinder Kuhmilch getrunken, weil das eben als gesund galt. Doch bei all dem Milch-Marketing bleibt doch die Frage offen: Warum sollte der Mensch ausgerechnet die Muttermilch von Kühen brauchen? Es gibt gute, gesundheitliche Gründe gegen Kuhmilch.

Gute gesundheitliche Gründe gegen Kuhmilch. Bild: Fotolia.com

#1: Weil Menschen nach dem Säuglingsalter keine Muttermilch brauchen. Kuhmilch ist Babynahrung (fürs Kälbchen). Bei Menschen wäre menschliche Muttermilch die ideale Ernährung - bei Säuglingen.


#2: Weil wir nicht die Milch einer anderen Tierart benötigen. Kuhmilch ist von den Inhaltsstoffen nämlich auf schnelles Körperwachstum optimiert - während das Gehirn eines Kälbchens bekanntermaßen nicht sehr groß werden muss. Kuhmilch unterscheidet sich deutlich von menschlicher Muttermilch.

#3: Weil Milch Spuren von Eiter und Kot enthält. In jedem Liter Milch sind diese nachweisbar. Hier unser Faktencheck.

#4: Weil die meisten Menschen auf der Welt nach dem Säuglingsalter eine natürliche Laktoseintoleranz entwickeln [1] (in Deutschland sind es ca. 15%). Die Enzyme, die für die Verdauung von Laktose benötigt werden, werden von ihrem Körper dann nicht mehr produziert. Sie bekommen wegen der Laktose Bauchweh.

#5: Weil Kuhmilch aufgrund des enthaltenen Kalziums die Eisenaufnahme hemmen kann. [2] Das ist einer der Gründe, warum Menschen, die viel Milch trinken, häufig so blass und kraftlos wirken (entgegen den Marketing-Slogans).


#6: Weil Kuhmilch die Entstehung von Brustkrebs begünstigen kann. Offenbar sogar schon bei geringen Mengen. Eine Tasse Kuhmilch am Tag kann das Brustkrebsrisiko offenbar um 50% erhöhen! [3]

#7: Weil Kuhmilch, in großen Mengen verzehrt, bei Männern die Entstehung von Prostatakrebs begünstigen kann. [4]

#8: Weil Kuhmilch Wachstumshormone enthält (IGF-1). IGF-1-Hormone regen was Zellwachstum an. Starke Milchtrinker sind daher oft größer als Menschen, die nach dem Säuglingsalter keine Milch mehr trinken. Bei ausgewachsenen Menschen besteht der Verdacht, dass IGF-1 das Wachstum von Krebszellen begünstigt. [1]

#9: Weil Kuhmilch reich an Kalorien ist und dadurch zur Entstehung von Übergewicht beitragen kann.


#10: Weil Kuhmilch tierische Fette enthält (Stichwort: Cholesterin). Jene Fette also, die wir zum Erhalt unserer Gesundheit und zur Vorbeugung von Übergewicht und seinen zahlreichen Folgeerkrankungen am besten ganz meiden sollten.

#11: Weil Kuhmilch bei manchen Menschen mit einem Enzym-Defekt die Entstehung von Galaktosämie und Katarakten ("Grauer Star") begünstigen kann. [5]

Aus Fairness und Mitgefühl gegen Kuhmilch

Wenn Schlachthäuser Glaswände hätten, würde weniger Menschen Fleisch essen. Ähnliches gilt sicherlich für Kuhmilch. Denn während uns die Werbung ein idyllisches Bild von Natur und Urtümlichkeit präsentiert, sieht die Realität in der Regel anders aus. Das zeigen unsere ethischen Gründe gegen Kuhmilch. Wollen wir so mit Tieren umgehen?

Eine andere Variante eines "Saugentwöhners" beim KälbchenDer Ring soll das Kälbchen davon abhalten, am Euter seiner Mutter zu saugen. Die Milch soll ja verkauft werden. Bild: K/Vegpool

#12: Weil die moderne Milchindustrie Tiere quält. Die Tiere können ihrem natürlichen Verhalten nicht nachkommen. Die unnatürlich großen Herden bestehen aus lauter jungen, weiblichen Kühen. Das Futter basiert häufig auf Getreide- und Soja-Schrot, statt auf Gras. Die Tiere können sich selbst in "Freilaufställen" kaum bewegen. Auch "Alpenkühe" stehen in der kalten Jahreszeit etwa 8 Monate im Stall.


#13: Weil die "Milchkühe" nach wenigen Jahren nicht mehr genug Milch geben, um wirtschaftlich lohnenswert zu sein. Sie werden also nach einem Bruchteil ihrer ursprünglichen Lebenserwartung getötet.

#14: Weil Milchkühe jährlich ein Kalb zur Welt bringen müssen, damit der Milchfluss nicht versiegt (wie bei anderen Säugetieren auch, inklusive dem Menschen). Die Dauer-Trächtigkeit stellt eine außerordentliche körperliche Belastung dar. Dieses Foto zeigt die Folgen der Milchindustrie für Milchkühe.

#15: Weil die Milchproduktion viel mehr Kälbchen "erzeugt", als gebraucht werden. Die Kälbchen werden zu Ramschpreisen an Schlachthöfe verhökert, da sie nur ein "Abfallprodukt" der Milchproduktion sind. Diese Kälbchen werden nach wenigen Wochen getötet und als billiges Kalbfleisch vermarktet.


#16: Weil die Kälbchen keine Muttermilch bekommen, sondern Ersatzfutter. Die Milch soll schließlich verkauft werden. Deshalb müssen viele Kälbchen auch einen stacheligen Nasenring tragen.

#17: Weil die Trennung von Mutterkuh und Kalb zu großem Leid führt. Mütter rufen noch tagelang nach ihren Kälbchen. Dieses Video zeigt ein trauriges Beispiel.

#18: Weil die Milchproduktion Tiertransporte erforderlich macht. Wir kennen alle die Bilder der erschöpften, kranken Tiere auf den LKW - und wir wissen zugleich, dass sich seit Jahrzehnten kaum etwas zum Schutz der Tier getan hat.

Ökologische Gründe gegen Kuhmilch

Der Schutz unserer ökologischen Lebensgrundlagen ist die Basis für das Überleben der Menschheit. Dazu gehört ein sorgsamer Umgang mit natürlichen Ressourcen, von Urwäldern, Gewässern und Böden. Auch die Klimakrise erfordert unser entschiedenes und rasches Umdenken. Bei diesen ökologischen Gründen gegen Kuhmilch geht es um viel mehr als bloß persönliche Entscheidungen.

Für den Anbau von Futtermitteln aus Soja werden Urwälder zerstört.Um neue Anbauflächen für Futtermittel zu gewinnen werden auch Urwälder gerodet. Bild: pixabay.com

#19: Weil die Haltung von Rindern extrem klimaschädlich ist. Rinder stoßen Methangas aus, das besonders klimawirksam ist (etwa 25x so wirksam wie CO2.

#20: Beim Anbau der Futtermittel (Soja, Getreide und Co) werden chemisch-synthetische Dünger verwendet. Diese setzen große Mengen Lachgas frei, das etwa 200 mal so klimawirksam ist wie CO2.

#21: Die globale Tierproduktion erfordert Transporte von Futtermitteln, Tieren und Tierprodukten über große Strecken. Dies ist übrigens auch einer der Gründe, warum "regionale" Tierprodukte besonders klimaschädlich sind.

#22: "Milchkühe" wandeln etwa 90% des Futters zu Gülle um. Dies führt in den Böden der Anbauländer zu Nährstoff-Knappheit - und zur Überdüngung der Böden dort, wo die nährstoffreiche Gülle ausgebracht wird (Stichwort: Nitrat-Überlastung).

#23: Weil die globale Tierproduktion in Nahrungskonkurrenz zum Menschen steht. Anbauflächen könnten auch direkt für die Erzeugung pflanzlicher Lebensmittel genutzt werden. Da die "Veredelungs-Verluste" (Gülle) entfallen, können mit pflanzenbasierter Ernährung viel mehr Menschen statt werden.

#24: Weil die Qualitäts-Anforderungen beim Anbau von Futtermitteln geringer sind als bei Lebensmitteln, daher sind hier Anbaumethoden zugelassen, die bei Lebensmitteln aus gutem Grund verboten sind. Der Anbau der Futtermittel ist daher besonders umweltschädlich. Durch die "Veredelungs-Verluste" (Gülle, Wärme, ...) werden aber besonders viele Futtermittel benötigt.


Diese Gründe gegen Kuhmilch sind nicht vollzählig. Sie können dir allenfalls einen kleinen Überblick verschaffen - und sollen dir Mut machen, die Marketing-Versprechen der Milchindustrie einfach mal zu hinterfragen.

Wir entscheiden mit jeder Mahlzeit, was wir unterstützen möchten. Die Milchindustrie mit all ihren Folgen für Umwelt, Tiere und Gesundheit - oder lieber Hersteller von pflanzlichen Milch-Alternativen?

Kuhmilch ist ein wichtiges Nahrungsmittel - für Kälbchen. Menschen können sehr gut ohne Kuhmilch (oder einer anderen, artfremden Muttermilch) auskommen.

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Autor: Kilian Dreißig
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Gute Gründe, keine Milch zu trinken
(16 Antworten)
Letzter Beitrag: 03.10.2020, 19:34 Uhr


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