Mailserie: Veganer Ökostrom

Süßungsmittel

Kokosblütenzucker: Feine Süße aus der Blüte der Kokospalme


Je mehr das Bewusstsein für die Ernährung wächst, umso größer wird hierzulande auch das Angebot an Produkten, die das Leben ein bisschen gesünder, genussvoller und wertvoller machen. Besonders groß ist inzwischen die Vielfalt bei den Alternativen zu raffiniertem Rübenzucker. Sie reicht vom Agavendicksaft über Rohrzucker, zuckerfreies Stevia, Palmhonig bis zum Xylit. Meist sind es Produkte, die an anderen Teilen der Welt schon seit Generationen verwendet wurden und in Europa allmählich neu entdeckt werden. Zu den feineren Zuckersorten gehört auch der Kokosblütenzucker.

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Kokosblütenzucker wird, wie der Name schon sagt, aus dem Blüten-Nektar der Kokospalmen gewonnen und ist - wie man schon ahnen kann - ein recht arbeitsintensives Produkt. Zur Gewinnung klettern meist junge Männer an den Stämmen der Palmen empor und zapfen den süßen Nektar aus den Kokosblüten. Dieser wird anschließend getrocknet und fein vermahlen. Kokosblütenzucker ist daher - im Gegensatz zu raffiniertem Rübenzucker - noch reich an Mineralstoffen wie Eisen, Calcium, Magnesium und Kalium.

Das Herstellungsverfahren unterscheidet sich allerdings zwischen den Herstellern. Während einige Naturkost-Anbieter auf Bio-Anbau, faire Entlohnung und eine schonende Verarbeitung setzen, produzieren manche konventionellen Billig-Anbieter durchaus auch unter Einsatz von Chemikalien und unter ökologisch zumindest fragwürdigen Methoden. Manch ein konventioneller "Kokosblütenzucker" wird gar mit billigerem Rohrzucker gestreckt. Bio-Hersteller wie Lotao, Kulau oder Nusweet betonen hingegen, dass ihr Kokosblütenzucker 100% naturbelassen ist.

Kokoszucker aus den Blüten der Kokospalme
Kokoszucker aus den Blüten der Kokospalme
Bild: Nusweet.de

Geschmack und Verwendung von Kokosblütenzucker

Der Kokosblütenzucker erinnert von der Farbe an Vollrohrzucker und hat ein deutliches, leicht erdiges Karamell-Aroma. Die Süße ist etwas geringer als bei raffiniertem Zucker. Das typische Aroma, das man von Kokosnüssen oder Kokosmilch kennt, ist im Kokosblütenzucker allerdings nicht bemerkbar.

Feiner, naturbelassener Kokosblütenzucker schmilzt sofort auf der Zunge und passt sehr gut zu dunklen Cocktails, Schoko-Gebäck und feine, nicht zu sauere Heißgetränke und auch zu veganer Eiscreme wie Nuss- oder Schokoeis. Kokosblütenzucker kann dabei 1:1 wie normaler Haushaltszucker verwendet werden.

Kokosblütenzucker gilt als gesünder als normaler Zucker

Kokosblütenzucker gilt auch deshalb als gesünder als normaler Zucker, weil er einen niedrigeren glykämischen Index hat. Das bedeutet, dass er vom Körper langsamer verstoffwechselt werden soll. Grob gesagt sollen Produkte, die mit Kokosblütenzucker gesüßt wurden, also länger satt halten und zu einem gleichmäßigeren Insulin-Ausstoß führen als raffinierter Zucker. Damit soll - im Vergleich mit klassischem, weißen Zucker - auch das Risiko geringer sein, an Diabetes Typ 2 zu erkranken.

Hier wird Kokosblütenzucker verpackt.
Hier wird Kokosblütenzucker verpackt.
Bild: privat

Allerdings ist auch Kokosblütenzucker natürlich ein Zucker, der sowohl Karies fördert, als auch sehr kalorienreich ist. Wer grundsätzlich auf Zucker verzichten muss oder möchte, findet in Kokosblütenzucker also keine Alternative. Wer allerdings gerne weniger Zucker isst und hochwertige Produkte mit einem ganzbesonderen Aroma bevorzugt, der sollte im Biomarkt oder Feinkosthandel definitiv mal die Augen danach offen halten.

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Wie man schon ahnen kann, ist Kokosblütenzucker ein hochwertiges Produkt, das preislich deutlich über dem raffinierten Billigzucker aus dem Discounter liegt. Das gilt umso mehr, wenn der Zucker aus biologischer Erzeugung stammt, wo die Kokospalmen viele Generationen lang bewirtschaftet werden und keine Urwälder bedrohen. Der Preis für ein Kilo Bio-Kokosblütenzucker liegt derzeit bei etwa 20-30 Euro. Man erhält Kokosblütenzucker in Biomärkten, Feinkosthandel und in veganen Onlineshops.


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