Regisseur im Interview

„Los Veganeros“: Eindeutig veganes Statement


Vegpool: Hallo Lars, Du sagtest im Vorgespräch, „Los Veganeros“ solle etwas anderes sein, als eine bloße Dokumentation. Was ist „Los Veganeros“ also genau?

Lars Oppermann Eine Spielfilmdrämödie! Wir haben das bewusst so gemacht, um jenseits der guten, aber oft sehr schockierenden Dokus eine Aufklärungsalternative zu schaffen, die die Zuschauer 90 Minuten unterhält und immer wieder wichtige Fakten vermittelt! Der Verdrängungsfaktor ist dabei geringer und es bleibt vieleicht so länger in den Köpfen des Zuschauers.

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Vegpool: Massentierhaltung ist ja nicht unbedingt das fröhlichste Thema... trotzdem ist „Los Veganeros“ eine „Dramödie“, also eine Mischung aus Drama und Komödie. Warum so spaßig?

Lars Oppermann Man lacht im Film ja nicht über das Thema an sich, sondern eher über die überspitzten Dialoge, die das Leben so schreibt zwischen Veganern und Fleischessern. Viele werden sich darin wiedererkennen und danach neu entscheiden, auf welcher Seite sie im Leben stehen möchten! Lachen ist wichtig! Dadurch öffen sich die Zuschauer dem Thema und bleiben am Ball ohne abzuschalten...

Trailer: „Los Veganeros“

Vegpool: Kommt „Los Veganeros“ ohne schreckliche Bilder aus – ist er also auch für zärtere Gemüter geeignet?

Lars Oppermann Wir haben FSK 16 bekommen, weil wir in einer 10 sekündigen Sequenz Originalbilder aus einem Mastbetrieb haben! Ganz ohne diese Aufnahmen geht es in diesem Film auch nicht, damit man die Motive der Protagonisten besser nachvollziehen kann! Es ist aber nur eine sehr kurze Szene.

„Belehren klingt immer so negativ!“

Vegpool: Bei so einem Thema muss man ja höllisch aufpassen, dass es nichts beschönigt, aber auch nicht belehrend wirkt... Gar nicht so einfach, oder?

Lars Oppermann Belehren klingt immer gleich so negativ! Wir möchten aufklären und inspirieren! Das ist uns gut gelungen. Nach der Preview auf dem Green me Filmfest gab´s sehr schönes Feedback darauf, wie wir mit dem Thema umgegangen sind! Der Humor hat uns dabei sehr geholfen, dass das alles nicht so dogmatisch rüberkommt...! Aber unterm Strich bleibt ein eindeutiges veganes Statement!

Vegpool: Der Film ist eine Eigenproduktion ohne Filmförderung und so weiter. Wie habt Ihr den Film „Los Veganeros“ finanziert?

Lars Oppermann Wir haben wochenlang nach Sponsoren aus der veganen Branche gesucht. Firmen, die zum Thema passen und bei denen wir ein gutes Gefühl hatten, wenn wir deren Produkte in eine Szenen eingebaut haben. Mir war es wichtig, das der Zuschauer auch reale vegane Produkte gezeigt bekommt, da einige vieleicht noch nicht wissen, wo sie z.B. vegane Schuhe oder Kosmetik bekommen können! Die Tatsache, dass alle Darsteller für den Film auf ihre Gage verzichtet haben, hat uns natürlich finanziell auch sehr geholfen!


Fragen: Kilian Dreißig
Mehr Informationen auf der Filmwebsite.


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