Meditation: Die häufigsten Vorurteile und Irrtümer

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Es gibt viele Vorurteile und Klischees über Meditation.Es gibt viele Vorurteile und Klischees über Meditation.
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Immer mehr Menschen meditieren. Sie nehmen sich Zeit, um zu sich selbst zu finden, zu entschleunigen und Stress abzubauen. Doch auch viele Vorurteile ranken sich um Meditation. Viele Menschen glauben, Meditation sei im besten Fall einfach positives Denken, im schlimmsten Fall esoterischer Hokuspokus.

Die wichtigsten Vorurteile und Irrtümer über Meditation haben wir hier gesammelt - und erklären dir, worauf es bei der Meditation wirklich ankommt.

Meditation ist eine Art Mittagsschlaf
Meditation ist eine Achtsamkeitsübung bei der der Meditierende sich auf das Hier und Jetzt konzentriert. Zum Beispiel, indem er bewusst jede Körperregion entspannt und auf den eigenen Atem achtet. Die eigenen Gedanken werden dabei beobachtet, aber bewusst "fließen" gelassen. Meditation ist also eher das Gegenteil vom Mittagsschlaf. Der Meditierende ist ganz bei sich und keineswegs schläfrig.

Meditation ist esoterisch.
Meditation kann auf viele unterschiedlichen Arten praktiziert werden. Auch in esoterischen und spirituellen Szenen findet man Elemente der Meditation. Da werden Räucherstäbchen entzündet, Gongs geschlagen und die richtige Haltung der Hände eingeübt. Allerdings kann Meditation auch ganz ohne Schnickschnack durchgeführt werden. Einfach im Liegen auf dem Boden. Du brauchst dafür weder Sitzkissen noch Klangschale. Dennoch spricht nichts dagegen, die Meditation mit ein paar schönen Ritualen zu zelebrieren. Wenn man mag.


Meditation wirkt nicht.
Es gibt nicht "die" Meditation. Doch dass regelmäßige Achtsamkeitsübungen durchaus einen therapeutischen Effekt haben können, wurde in psychologischen Studien vielfach belegt. Meditation kann zum Beispiel gegen Schlaf- und Angststörungen helfen, aber auch allgemein gegen Stress. In einigen Fällen ist (regelmäßige) Meditation sogar einer medikamentösen Therapie überlegen.

Meditation ist nichts anderes als positives Denken und Autosuggestion.
Die Kraft der Autosuggestion wird oft unterschätzt. Und tatsächlich werden positives Denken und Meditation häufig kombiniert. Doch Meditation geht auch ohne Autosuggestion. Sie wirkt dann einfach durch die Konzentration auf das Hier und Jetzt.


Man muss Zeit haben, um zu meditieren.
Es gibt Menschen, die jeden Tag mehrere Stunden lang meditieren. Meditation lässt sich aber auch im Alltag integrieren. Auch fünf oder zehn Minuten Meditation am Tag werden von vielen Menschen als sehr hilfreich empfunden. Mit etwas Übung gelingt eine Kurz-Meditation auch in der Fahrt mit der Bahn, beim Warten auf den Zahnarzt oder kurz nach dem Aufstehen.

Meditation ist ein vorübergehender Trend.
Elemente der Meditation sind in praktisch allen Religionen zu finden. Meditation hat also eine jahrtausendealte Tradition. In der Tat gibt es auch in den westlichen Ländern einen Trend, Meditation in das moderne Leben zu integrieren. Insofern stimmt es, dass Meditation hierzulande voll im Trend liegt. Mit der langen Tradition und der belegten Wirksamkeit bei vielen Beschwerden ist dies sicherlich ein gutes Zeichen.


Meditation ist schwer zu erlernen.
Meditation ist kein Leistungssport und im Grunde kann jeder meditieren, der sich zumindest für ein paar Minuten konzentrieren kann. Es stimmt, dass die Gedanken bei den ersten Meditationen häufig abschweifen können. Der beste Tipp gegen das Abschweifen der Gedanken bei der Meditation: Einfach wieder auf den eigenen Atem achten und die Gedanken beobachten, ohne sie aufzugreifen. Es ist Übungssache und wird immer einfacher, je häufiger man meditiert.

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Vorurteile und Gerüchte rund um Meditation
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Letzter Beitrag: 11.01.2020, 00:04 Uhr


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