Ist Riboflavin (Vitamin B2) vegan? Und welche Quellen gibt es?

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Broccoli und Pfifferlinge sind gute Lieferanten von Riboflavin (Vitamin B2)Broccoli und Pfifferlinge sind gute Lieferanten von Riboflavin (Vitamin B2) Bild: pixabay.com (Kombi)

Riboflavin ist der chemische Name für das Vitamin B2. Es wird manchmal auch als Lactoflavin bezeichnet und erinnert dann vom Namen an Laktose, also Milchzucker. Das Vitamin ist für zahlreiche Stoffwechselprozesse im Körper von großer Bedeutung.

Doch ist Riboflavin eigentlich vegan - und worauf sollten Veganer bei der Versorgung mit dem B-Vitamin achten?

Riboflavin kommt sowohl in Tierprodukten vor, als auch in pflanzlichen Lebensmitteln. Der Name "Lactoflavin" bezieht sich darauf, dass Riboflavin zuerst in Milch nachgewiesen wurde.


Es ist ähnlich wie bei der Milchsäure, die vom Namen her an Milch erinnert, aber auch in pflanzlichen Lebensmitteln anzutreffen ist. Riboflavin kann also durchaus auch vegan sein.

Das Vitamin hat auch die E-Nummer E 101 und wird mitunter auch als gelber Farbstoff verwendet.

Wenn Riboflavin in einer Zutatenliste als Inhaltsstoff aufgeführt wird, stammt es wahrscheinlich aus dem Labor wo es von Mikroorganismen hergestellt wird. Es kann aber auch aus Milchprodukten wie Molke gewonnen werden. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte auf eine "Vegan"-Kennzeichnung achten.

Ein Mangel an Riboflavin ist sehr selten und tritt in der Regel gemeinsam mit anderen Vitaminmängeln auf (z. B. zusammen mit einem Mangel an Folsäure, Vitamin B1 und B6).


Riboflavin ist sehr lichtempfindlich und wird beim Kochen teilweise zerstört. An sich ist eine Versorgung mit Riboflavin aber auch bei einer rein pflanzenbasierten Ernährung gut möglich.

Riboflavin: Vegane Lebensmittel

Bekannte Lebensmittel mit hohen Gehalten an Riboflavin sind:

  • Würzhefeflocken, Trockenhefe und Bierhefe
  • getrocknete Pilze und
  • getrocknetes Spirulina

Auch viele pflanzliche Lebensmittel wie Broccoli, Mandeln, Erbsen, Linsen und Vollkornprodukte enthalten Riboflavin, wenn auch prozentual weniger als in den oben genannten Nährstoff-Lieferanten.


Da Gemüse und Co aber auch in größeren Mengen verzehrt werden, sind sie durchaus relevante, vegane Quellen für Riboflavin (Vitamin B2).

Auch manche Getränke wie z. B. Bier enthalten von Natur aus das Vitamin B2. Allerdings beschleunigt es den Verfall und wird von den Herstellern daher vor der Abfüllung teilweise entfernt.

Wer sich abwechslungsreich vegan und mit viel schonend zubereitetem Gemüse ernährt, hat ein sehr geringes Risiko für einen Mangel an Vitamin B2.


Da Riboflavin sehr lichtempfindlich ist, sollten entsprechende Lebensmittel dunkel gelagert werden, um den Vitaminverlust zu verlangsamen.

Autor: Kilian Dreißig
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