Ist vegane Ernährung gesünder? 16 wissenswerte Fakten!

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Eine vegane Lebensweise wird oft als sehr gesund dargestellt. Doch warum eigentlich? Lange galt schließlich das Klischee, das Veganer eher karge Kost zu sich nehmen und auf Spaß verzichten müssten.

Wir haben 16 wissenswerte Fakten gesammelt, die erklären, warum vegane Ernährung so gesund ist.

#1: Weil rotes und verarbeitetes Fleisch das Krebsrisiko erhöht.
Das hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schon vor Jahren festgestellt, wenn große Mengen davon verzehrt werden. Der Verbrauch in Deutschland beträgt etwa das Doppelte der empfohlenen Höchstmenge. Betroffen ist rotes Fleisch (z. B. von Rindern, Schweinen, Lämmern usw.), aber auch verarbeitetes "weißes" Geflügelfleisch wie z. B. Wurst. [1]

#2: Weil Obst und Gemüse eine größere Rolle spielen.
Die WHO listet einen Mangel an Obst und Gemüse unter den 10 wichtigsten Krebsrisiken. Allein 19% der weltweiten Fälle von Magen-Darm-Krebs ließen sich darauf zurückführen. [2] Auch viele Deutsche verzehren nicht einmal zwei Portionen Obst und Gemüse am Tag. Empfohlen werden mindestens fünf.


#3: Weil Veganer mehr Ballaststoffe aufnehmen.
Ballaststoffe sind für ein gesundes Verdauungssystem und für die Vorbeugung von Übergewicht sehr wichtig. Veganer essen deutlich mehr Ballaststoffe als Fleischesser. [3] Tierprodukte enthalten übrigens gar keine Ballaststoffe.

#4: Weil Veganer mehr sekundäre Pflanzenstoffe aufnehmen.
Und die haben viele gesundheitliche Vorteile, insbesondere bei der Vorbeugung zahlreicher Erkrankungen. [4] Zu den sekundären Pflanzenstoffen gehören Polysaccharide, Polyphenole, Carotinoide, Flavonoide und nicht zuletzt natürliche Phytoöstrogene.

#5: Weil vegane Ernährung seltener zu Übergewicht führt.
Veganer haben laut Studien seltener Übergewicht als Vegetarier und Fleischesser. Übergewicht ist eine der wichtigsten Ursachen für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes Typ 2 und viele andere Erkrankungen. [5] Eine gut geplante, vegane Ernährung hat schon vielen Menschen geholfen, gesund und langfristig abzunehmen.


#6: Weil sie auf Allergene wie Milch und Eier verzichten.
Milch und Eier gehören zu den wichtigsten Allergie-Auslösern. [6] Typisch sind auch Hauterkrankungen wie Akne, deren Zusammenhang mit dem Konsum von Kuhmilch wissenschaftlich bestätigt wurde. [7].

#7: Weil sie fast kein Cholesterin aufnehmen.
Viele Tierprodukte wie z. B. Eier und Fleisch enthalten LDL-Cholesterin, das zur Entstehung von Herz-Kreislauf- und Gefäßerkrankungen beiträgt. [8] Pflanzen enthalten sehr geringe Spuren Cholesterin, deren Einfluss auf die Blutfettwerte aber vernachlässigbar sind. [9]

#8: Weil sie weniger Arachidonsäure aufnehmen.
Arachidonsäure kommt vor allem in Tierprodukten wie Hühnerfleisch, Schweineschmalz, Eigelb und Thunfisch vor und fördert die Entstehung von entzündlichen Erkrankungen wie z. B. rheumatische Arthritis. [10]




#9: Weil sie besser vor Salmonellen-Vergiftungen geschützt sind.
Salmonellen-Vergiftungen rühren fast immer von verdorbenen Tierprodukten her. Diese können auch Erkrankungen wie Typhus, Paratyphus und Darmentzündung auslösen. [11] Wer weniger Kontakt mit Tierprodukten hat, hat weniger Kontakt zu Salmonellen.

#10: Weil sie keine tierischen Hormone aufnehmen.
Darunter z. B. insulinähnliche Wachstumsfaktoren wie IGF-1, das in Kuhmilchprodukten vorkommt und in Verdacht steht, auch das Wachstum bestimmter Krebsarten zu begünstigen. [12]

#11: Weil sie weniger Medikamenten-Rückstände aufnehmen.
Immer wieder dieselben Meldungen: Antibiotika-Rückstände in Tierprodukten. Besonders häufig ist offenbar Geflügelfleisch betroffen. Doch auch das Fleisch anderer Tiere ist oft belastet. [13]


#12: Weil sie weniger Kontakt zu resistenten Keimen haben.
Resistente Keime kommen vor allem an zwei Orten vor: In Krankenhäusern und in der Tierhaltung. Eine Infektion mit resistenten Keimen erfolgt oft direkt über Tierprodukte selbst. Bei einer Kontrolle von Geflügelfleisch im Jahr 2019 wurden in mehr als 50% der untersuchten Proben resistente Keime gefunden. [14]

#13: Weil sie weniger Schadstoffe aus dem Meer aufnehmen.
Fisch aus Wildfang ist oft stark belastet mit Schwermetallen. [15] Die Zucht in Aquakulturen ist nicht immer besser - hier findet man oft starke Belastungen mit Schadstoffen wie Pestiziden [16].

#14: Weil sie weniger Eiter und Kot aufnehmen.
Jeder Liter Kuhmilch enthält Spuren von Eiter und Kot. Und mit dem Alter der Milch steigt die Zahl der Keime. Hier unser Faktencheck zur Frage: Enthält Kuhmilch Eiter?


#15: Weil sie kein Nitritpökelsalz aufnehmen.
Dieses wird in Fleisch- und Fischprodukten eingesetzt, um eine rote Farbe zu erzielen und die Haltbarkeit zu verbessern. Bei der Verstoffwechslung können sich Nitrosamine bilden, die krebserregend sind.

#16: Weil sie genauer hinsehen.
Wer auf seine Ernährung achten möchte, sieht genauer hin. Dadurch erkennt man schneller Inhaltsstoffe, die man einfach nicht in seiner Ernährung haben möchte. Zusätzlich zu den Tierprodukten.


Manchmal werden wir gefragt, ob Veganer nicht theoretisch auch ungesund essen könnten. Z. B., wenn sie nur Chips essen. Das stimmt in der Theorie. Schaut man sich die Studienlage an, so zeigt sich ein Trend: In den meisten Fällen ist der Umstieg auf eine vegane Ernährung eindeutig gesünder. Selbst wenn ab und zu Fertigprodukte verzehrt werden.

Wir haben für dich auch eine Sammlung von Erfahrungsberichten von Menschen, die sich entschieden haben, vegan zu werden. Die meisten Veganer sind ehemalige Fleischesser oder Vegetarier.

Im veganen Forum findest du übrigens kostenlos Antworten und Alltags-Tipps auf deine Fragen rund um den veganen Ernährungs-Umstieg.

Autor: Kilian Dreißig
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Ist vegane Ernährung gesünder? 16 Fakten!
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Letzter Beitrag: 07.03.2020, 10:32 Uhr


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