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Gesundheit

Welche Krankenkasse ist vegan-freundlich?

Wer sich fundiert vegan ernährt, kann dabei zahlreichen Krankheiten vorbeugen. Doch wenn es einen doch einmal erwischt, ist eine gute Krankenkasse viel wert. Besonders dann, wenn sie eine fundierte vegane Ernährung proaktiv unterstützt. Denn besonders die großen Krankenkassen in Deutschland tun sich bislang sehr schwer mit dem Thema.

Gesetzliche Krankenversicherungen in Deutschland haben die Aufgabe, die Kosten für eine notwendige medizinische Behandlung zu übernehmen. Daher unterscheiden sich die Basisleistungen der gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland kaum voneinander. Und doch gibt es Unterschiede!

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Um ihre Kunden zu umwerben, können Krankenkassen bestimmte Sonderleistungen anbieten. Und so gibt es seit einiger Zeit auch Kassen, die eine fundierte, vegane Ernährung unterstützen - und sich für fundiertes Wissen rund um gesunde Ernährung stark machen.
Und dabei geht es nicht bloß um Kundenfang.

Gesunde Ernährung lohnt sich für die Krankenkassen.

Angesichts alternden Gesellschaft in Deutschland, wird es wohl nicht mehr lange dauern, bis Ernährungs-Prävention eines der Hauptthemen der Krankenversicherungen wird. Schließlich gehören Tierprodukte - neben stark verarbeiteten Industrieprodukten, Weißmehl und Zucker - zu den Hauptursachen von Zivilisationserkrankungen wie Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck und Diabetes Typ 2.

Salat mit Avocado und Beeren
Gesunde Ernährung lohnt sich für Krankenkassen.
Bild: Fotolia.com

Oder anders gesagt: Wer sich gesund und ausgewogen ernährt, lohnt sich für die Krankenversicherungen besonders. Denn wer gesund ist, nimmt weniger Leistungen in Anspruch. So einfach ist die Rechnung.

Manch eine Kasse buhlt um Veganer.

Und tatsächlich gibt es inzwischen Krankenversicherungen, die spezielle Programme für Veganer anbieten. Bekannt dafür ist zum Beispiel die BKK ProVita, eine der vielen Betriebskrankenkassen in Deutschland, die mit anderen Kassen fusioniert und sich für die Allgemeinheit geöffnet hat.

Obwohl die BKK ProVita mit etwa 120.000 Versicherten vergleichsweise klein ist, bietet sie über ihr Bonus-Programm "ProVeg" Unterstützung rund um eine vegane Ernährung. Auch der vegane Onlinekurs, ein Partnerprojekt von Vegpool.de, ist im Rahmen des Bonusprogramms ProVeg erstattungsfähig.

Eine weitere gesetzliche Krankenkasse, die sich auch einer veganen Ernährung gegenüber zumindest offen gezeigt hat, ist die BKK Advita, die derzeit an der Fusion mit der BKK24 arbeitet. Ob dies Auswirkungen auf die Ausrichtung hat, lässt sich derzeitig noch nicht abschätzen.

Wenn wir erfahren, dass sich weitere Krankenversicherungen für eine fundierte, vegane Ernährung stark machen, werden wir dies hier gerne ergänzen! Nehmen Sie Kontakt auf!

Die großen Krankenkassen zieren sich noch.

Zugleich ist es ernüchternd zu sehen, dass der Trend zu einer gesunden, veganen Ernährung - trotz bekannter, wissenschaftlicher Erkenntnisse (die u. a. in der Dokumentation Gabel statt Skalpell ausführlich beleuchtet werden) - bei den Krankenversicherungen offenbar immer noch nicht so recht angekommen ist.

Eine Frau macht einen Smoothie
Vegane Ernährung kann so viel Freude machen.
Bild: Fotolia.com

Statt sich für eine gesunde, fachlich fundierte Ernährung stark zu machen, warnt so manch eine große Krankenversicherung auch heute noch vor einer veganen Ernährung. Teilweise sogar mit Bezug auf die - unter Experten heftig umstrittenen - Veröffentlichungen der "Deutschen Gesellschaft für Ernährung" (DGE) zur veganen Ernährung.

Die Kritik gegenüber der DGE bezieht sich unter anderem darauf, dass für eine Untersuchung Veganer und Anhänger der Makrobiotik offenbar in einen Topf geworfen wurden, obwohl sich beide Ernährungsweisen grundsätzlich unterscheiden - für Kritiker eine grobe Verletzung wissenschaftlicher Standards (Siehe Interview).

Wie ernähren Sie sich?
vegan
vegetarisch
ich esse auch Fleisch

Die amerikanische Ernährungsorganisation ADA hatte ihrerseits schon vor vielen Jahren ein Positionspapier herausgegeben, demzufolge eine vegane Ernährung in jedem Lebensalter zumindest "möglich" sei. Was für eine so konservative Vereinigung immerhin eine Art Revolution ist.

Da die Basisleistungen der gesetzlichen Krankenversicherungen in Deutschland weitgehend vorgegeben sind und sich die Beiträge weitgehend gleichen, ist es für Versicherte praktisch egal, bei welcher Versicherung sie sind. Außer, sie finden eine Versicherung, die sie mit profunder Unterstützung rund um eine vegane Ernährung lockt und umgarnt.
Da könnte ein Wechsel tatsächlich eine Überlegung wert sein! Denn gerade die kleineren, pro-veganen Versicherungen leisten viel, um neue Kunden zu erreichen. Das kann man als Veganer auch einfach mal für sich nutzen.



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Kommentare

Smiley75
Kommentar #1 23.11.2017, 22:25 Uhr
Hallo, es würde mich sehr freuen, wenn sich eine Krankenkasse trauen würde ausschließlich vegane Medizin zu erstatten. Warum soll man denn den gleichen Beitrag zahlen, wenn man weniger als die Hälfte der medizinischen Möglichkeiten nutzt? Auch Tierversuche möchte ich mit meinem Beitrag nicht unterstützen. Die Krankenkassenbeiträge müssten flexibel aushandelbar sein. Schließlich setzt jeder seine Prioritäten anders. Viele Grüße Smiley75

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