Warum essen Veganer keine Eier?


Hahn - seltener Anblick in der EierproduktionHahn - seltener Anblick in der Eierproduktion Bild: joe06wds Bildtitel: Peter Hahn, CC-BY

Eier gehören neben Kuhmilch zu den meistverarbeiteten Tierprodukten. Sie werden genutzt als Frühstücksei, Spiegel- und Rührei, als Bindemittel in Gebäck und sogar in Eierlikör. Von Ostereiern ganz zu schweigen.
Eier dienen der Fortpflanzung von Vögeln und enthalten den befruchteten Dotter, aus dem sich beim Brüten das Küken entwickelt.

Im Supermarkt erhältliche Hühnereier, die aus Massentierhaltung stammen, sind in den seltensten Fällen befruchtet. Eine Befruchtung ist jedoch nicht immer ausgeschlossen, da trotz „Sortierung“ männliche Hühner in der Herde verbleiben können.

Was spricht gegen den Verzehr von Eiern?

Vor allem ethische Gründe sprechen aus Sicht vieler Veganer gegen den Konsum von Eiern. Denn auch für die Produktion von Eiern müssen unzählige Tiere sterben.


Küken mit EiKüken mit Ei Bild: © Anatolii - Fotolia.com Ur-Hühner, so genannte Bankiva-Hühner, legten im Jahr ungefähr 6-12 befruchtete Eier. Allerdings nicht, damit die Menschen sie aufessen sondern schlicht, um sie auszubrüten. Heutige „Turbo-Hühner“ legen etwa 230 Eier im Jahr – etwa das 20-fache ihrer entfernten Vorfahren. Diese Eier sind meist unbefruchtet.


Die Haltung von Hühnern – selbst in Freilandhaltungen – ruft immer wieder Tierschützer auf den Plan. Herden mit Tausenden Tieren seien schlicht zu groß und würden Panik auslösen, so dass die Tiere den zur Verfügung stehenden Platz gar nicht nutzten. Boden- und Volierenhaltung sind aus Sicht von Tierschützern ohnehin nicht akzeptabel. Dennoch – und obwohl viele Tiere unter den Bedingungen der Massentierhaltung sterben – gelten Eier als vegetarisch.


Die enorme körperliche Belastung, denen heutige Hochleistungs-Züchtungen ausgesetzt sind, führt dazu, dass die Hennen schon nach weniger als einem halben Jahr Legezeit völlig ausgezehrt und nicht mehr wirtschaftlich sind. Auch im Biobereich (wo übrigens meist normale Hybrid-Sorten genutzt werden) leben Hennen kaum länger als 2 Jahre. „Alte“ Legehennen werden beispielsweise als „Suppenhuhn“ genutzt. Für die Produktion von „Grillhähnchen“ werden andere Züchtungen genutzt, die früher Fleisch ansetzen und schneller geschlachtet werden können.

Was passiert mit den Hähnen?

Ca. 50% der schlüpfenden Küken sind männlich und werden gleich nach dem Schlüpfen getötet. Der Vorgang heißt „sexen“ und bedeutet, dass die Tiere z. B. vergast oder zerhäckselt werden. Tierschutz-Organisationen bemühen sich, diese Massentötung ohne "vernünftigen Grund" zu stoppen – bisher nicht erfolgreich. Vor Allem im Biobereich gibt es Anstrengungen, so genannte Doppelnutzungsrassen zu züchten, bei denen die Hennen zunächst für die Eierproduktion und die Hähne als Fleischlieferant genutzt werden. Diese Doppelnutzungsrassen sind möglicherweise nicht weniger tierquälerisch – allein: Die Tötung der Hähne hat nun einen „vernünftigen Grund“, nämlich den Verzehr.

Autor: Kilian Dreißig
4,3/5 Sterne (59 Bew.)

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