Straßenblockade: Gute Luft in Berlin an der Siegessäule

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Aktivisten legten einen wichtigen Verkehrsknoten in Berlin lahm - und fordern effektiven Klimaschutz.Aktivisten legten einen wichtigen Verkehrsknoten in Berlin lahm - und fordern effektiven Klimaschutz.
Bild: K/Vegpool


Hunderte Menschen haben sich in den frühen Morgenstunden auf dem Großen Stern in Berlin versammelt. Sie blockieren den Verkehrsknoten an der Siegessäule, um auf die Dringlichkeit des Klimaschutzes aufmerksam zu machen.

Bildergalerie: Fotos von der Straßenblockade am Großen Stern in Berlin


8:14 Uhr
Bunt gekleidete Demonstranten sitzen in dicke Decken eingepackt in der frostigen Morgenluft, nur wenige hundert Meter vom Brandenburger Tor entfernt, auf einem der wichtigsten Verkehrsknoten von Berlin. Viele singen Klima-Texte zur Melodie von "Bella Ciao". Die Stimmung ist friedlich und gelöst. Die Luft ist kalt - und ungewohnt frisch an diesem sonst stark befahrenen Verkehrsknoten.


Eine der Forderungen von "Extinction Rebellion": Klimaneutralität bis 2025. Klimaforschern zufolge ist dies notwendig, um einen für Menschen nicht mehr kontrollierbaren "galoppierenden Klimawandel" zu verhindern. Und unter Umständen auch das Überleben der Menschheit.

Deshalb auch der Name "Extinction Rebellion", also "Rebellion gegen das Aussterben". Mit der aktuellen Klimapolitik ist Deutschland nicht in der Lage, die Klimaziele des Pariser Abkommens einzuhalten, die eine Begrenzung der Klimaerwärmung auf 1,5 Grad Celsius beinhalten.

Eine weitere Kernforderung der friedlichen "Klimarebellen" lautet: "Sagt endlich die Wahrheit". Damit soll die Politik aufgefordert werden, die realen Gefahren der Klimakrise deutlich zu kommunizieren, damit Veränderungen möglich werden.


"Extinction Rebellion" ist eine junge, internationale Organisation, die sich friedlich und gewaltfrei mit passivem Widerstand für die Klimawende einsetzt. Jeder, der sich an die Grundsätze der Organisation hält, kann an den Aktionen mitmachen.

Die Bewegung sieht sich dabei in der Tradition von Mahatma Gandhi, der mit friedlichem Protest Systemveränderungen erwirken konnte. Im Plenum wird das Vorgehen regelmäßig besprochen. Auch "verbale Gewalt" wird strikt abgelehnt.

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