"Klimakatastrophe" statt "Klimawandel": The Guardian ändert Sprachregelung.

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Die Klimakatastrophe begünstigt auch mehr Waldbrände.Die Klimakatastrophe begünstigt auch mehr Waldbrände.
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Als Reaktion auf die Gefahren der Klimakrise hat die englischsprachige Tageszeitung "The Guardian" entschieden, künftig deutlichere Begriffe zu wählen. Auch die Sonntagszeitung "The Observer" gehört zur Mediengruppe.

"Wir wollen sicherstellen, dass wir wissenschaftlich präzise arbeiten und mit unseren Lesern klar über dieses wichtige Thema kommunizieren", so Chefredakteurin Katharine Viner. "Die Bezeichnung 'Klimawandel', zum Beispiel, klinge eher passiv und sanft, während Wissenschaftler doch über eine Katastrophe für die Menschheit sprechen". Zum Artikel des "Guardian" (englisch).


Satt Begriffen wie "Klimawandel" oder "globale Erwärmung" wolle man künftig präzisere Bezeichnungen wählen, zum Beispiel "Klimanotstand", "Klimakrise" oder "Klimazusammenbruch". Auch bei der Bezeichnung anderer ökologischer Katastrophen unserer Zeit wolle man angemessenere Ausdrücke wählen. Statt "Ökodiversität" wolle man von "Tierleben" sprechen, statt "Fischbeständen" soll künftig die Rede von "Fischpopulationen" sein. Auch Klimaleugner sollten so bezeichnet werden - nicht mehr als "Klimaskeptiker". Dazu sei die wissenschaftliche Faktenlage zu erdrückend.


Der "Guardian" ist mit der neuen Leitlinie nicht allein. Die BBC hat kürzlich entschieden, dass auch in Talk-Shows und Debatten über das Klima kein Klimaskeptiker anwesend sein müsse, um eine ausgewogene Berichterstattung zu ermöglichen. Die wissenschaftlichen Fakten seien klar genug.

Auch die Schülerstreik-Initiatorin Greta Thunberg hatte die Debatte angetrieben. Sie hat darauf gedrängt, nicht weiter die verharmlosenden Begriffe "Klimawandel" zu nutzen. Im April sagte Guardian-Chefredakteurin Viner: "Die Menschen brauchen eine Erinnerung, dass die Klimakrise kein Zukunftsproblem mehr ist - wir müssen sie jetzt anpacken. Jeder Tag zählt".




Die US-Nachrichtenagentur "Associate Press" (AP) hat schon 2015 entschieden, nicht mehr von "Klimaskeptikern" zu schreiben, sondern diese klar als Klimaleugner zu bezeichnen.

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