Kanada streicht Milch-Kategorie aus Ernährungsempfehlung

Erstellt 05.02.2019, 10:40 Uhr, von kilian. Kategorie: News & Aktuelles. 17 Antworten.

08.02.2019, 22:54 Uhr
Hallo Sunjo,
ist doch gut, so haben wir alle recht :D
Den Hinweis auf Filter-Bubble habe ich in dem Zusammenhang verpasst. Was genau war gemeint?
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08.02.2019, 23:01 Uhr
Damit ist gemeint, dass man sehr leicht das glaubt, was man glauben will, und nicht mehr ausreichend kritisch hinterfragt. Die Gefahr dabei ist, dass man Behauptungen weiterverbreitet, die nicht oder nur zum Teil stimmen und sich damit unglaubwürdig macht, bzw. der Sache schadet. Gerade bei diesem Thema war das im Vorfeld passiert (ich glaube durch Peta oder Peta2) und wurde dann in den sozialen Medien auch fleißig weiterverbreitet.
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08.02.2019, 23:42 Uhr
Zitat Sunjo:sich damit unglaubwürdig macht, bzw. der Sache schadet.

das halte ich für einen (in seinen Folgen fatalen) Trugschluss.

Der Vorwurf, das Veganer Fakten beschönigen würden, ist auch ein Klassiker bei den Rabulisten. Wenn Dir die Botschaft nicht passt, diskreditiere den Boten. https://www.vegpool.de/magazin/whataboutism.html

Ich möchte mich da nicht (mehr) in eine Defensive drängen lassen und empfehle das auch niemandem. Denn das führt zu einer zwanghaften, überkorrekten Ausdrucksweise - und bestätigt damit scheinbar ein weiteres Klischee: Dass Veganer komische Freaks wären. Die meisten Leute denken ohnehin nicht in Nuancen. Sie denken, was ihnen von irgendeinem (gerne bezahlten) Vorbild im Fernsehen ins Hirn geschleust wird. "Fleisch braucht man". Punkt.

Und wenn man dann damit kommt, dass man Fleisch nicht braucht, nur vielleicht in einzelnen Ausnahmefällen, aber auch da nur bestimmte Fleischsorten und außerdem sei das ja nicht geeignet, um mit Ausnahmen zu argumentieren...", dann wird's halt schnell absurd und komisch.

Wer möchte, kann Argumente selbst prüfen. Und wenn er Fehler in den Details findet, kann man immer noch darüber diskutieren - sobald zumindest die offensichtlichsten Fakten befolgt werden. So wird ein Schuh draus.
Auch hier gilt wieder das Pareto-Prinzip, fällt mir auf.

Und wenn nun PETA schreibt, dass Kanada Milch aus der Ernährungsempfehlung heraus genommen hat - was dann? Essen Leute dann mehr Fleisch, weil Veganer ja lügen? Da besteht m.M.n. keinerlei Zusammenhang. Denn wenn es darum geht, Veganer schlecht zu reden, gibt es genug andere Möglichkeiten. Man muss nur einen "Wissenschaftler" ins TV setzen, der erzählt, die veganen Nachbarskinder würden im Müll nach Fleisch wühlen. :crazy: (und wir wissen, dass das bereits geschehen ist und dass man, wenn es um Beachtung von Fakten geht, gewissermaßen alle Hoffnung fahren lassen könnte - oder einfach entspannt, natürlich und mit der nötigen Ausdauer weiter macht, und die 80% der Zusammenhänge immer wieder beholt, bis auch der Letzte merkt, dass sie sich nicht weiter verdrängen lassen. Im Grunde hat man aber immer auch ein Privatleben und "muss" überhaupt nichts als Veganer. Außer, es ist zufällig der eigene Job :-) ).

Viele Grüße

Kilian
5x bearbeitet

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09.02.2019, 00:07 Uhr
Ich kenne deine Meinung zu diesem Thema bereits, Kilian, und du handelst danach und das ist okay. Ich muss das nicht immer gut finden, und das ist genauso okay. Keine Diskussion wert. Gute Nacht :-)
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09.02.2019, 09:14 Uhr
:thumbup: :wink:
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09.02.2019, 09:29 Uhr
Finde ich super. Das müsste viel mehr publik gemacht werden. Ich denke nicht, dass die WAZ darüber ein Artikel bringt.
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09.02.2019, 11:42 Uhr
Zitat Smaragdgruen:Super Kanada !
Schade dass wir solche Nieten von Ministern haben, von wegen handeln zum wohl des Volkes.


Aus der Perspektive der offensichtlich meisten Wähler*innen sind es genau die Politiker, die eine wunschgemäße Politik "für das Volk" machen.

Leider sind vor Wahlen immer wieder Themen obenauf, die die eigentlich dauerhaft wichtigen Sachen verdrängen und zu leicht bis mittelschwer verzerrten Ergebnissen führen.

Siehe Thema Veggieday - es wurde nicht mehr über die Massentiertötung diskutiert sondern nur noch über angebliches Verbieten von Fleischessen.

In Hessen ist daraus geworden, dass da zwar leider keinerlei Förderung von biovegan entstanden ist, aber die Umstellung der Landwirtschaft auf mindestens 25 % Bio - was auch in der Tierhaltung entsprechende Senkung der Todesrate von Tieren und eine entsprechende Verteuerung der Tierprodukte zur Folge haben wird. Außerdem steht nun im Koalitionsvertrag die Beendigung der Kükentötung innerhalb der nächsten 5 Jahre drin. Dazu wurde eine "Taskforce Tierschutz" vereinbart, die unter anderem sich speziell um Tiertransporte, legale wie vor allem illegale kümmern wird. (Herr Dr. Christoph Maisack von der Deutsche Juristische Gesellschaft für Tierschutzrecht eV ist im hessischen Umweltministerium tätig - sehr wichtig in Sachen Vollzug von Tierrechten :green: )

Will sagen, nicht alle Minister sind Pfeifen, und die Minister, die wir haben wurden immerhin gewählt.
Unser Ziel ist eine für Landwirte auskömmliche Landwirtschaft und schmackhafte, gesunde Ernährung, ohne Tierleid und ohne Tiertod!

1x bearbeitet

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09.02.2019, 18:09 Uhr
Hallo Vegbudsd
was die Minister anbetrifft, kann ich Dir aber nicht zustimmen, denn oft ist es ja so, dass die dann ausgewechselt werden, siehe Klöckner gegen Schmidt, ohne dass der Bürger etwas dagegen machen kann. Wobei bei den Beiden natürlich die Frage ist, was schlimmer ist oder war ? Beide lassen sich ja vor den Karren der Agrarindustrie spannen . Und dann kommt noch eine CDU-Chefin: Frau AKK die meint dass veganes Essen das Leben zur Hölle macht. Und die vorherige Umweltministerin Hendricks konnte nichts gegen Schmidts Alleingang machen ("so isser nun mal der Schmidt" :evil: ) Es ist halt schade, dass gute Leute nicht Minister werden können, sobald ihre Fraktion auf der Oppositionsbank sitzt. :-(
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