Mobil sein - aber bitte ökologisch

Erstellt 12.08.2018, 09:47 Uhr, von Arthemisia. Kategorie: Umwelt & Tiere. 7 Antworten.

Mobil sein - aber bitte ökologisch
12.08.2018, 09:47 Uhr
Hallo @ all :wink:

Da ich auf dem Land wohne und für meinen Job mindestens einmal pro Woche mit jede Menge Gepäck bis zu 100 km weit fahren muss, bin ich leider auf einen fahrbaren Untersatz angewiesen.
Das geringste Übel erschien mir ein sparsamer, 20-jahre alter Kleinwagen, aber der verbraucht ja trotzdem Benzin und pustet CO2 und andere Stoffe in die Luft; außerdem ist "Don Quichote" nicht mehr der Jüngste und wird früher oder später an Alterschwäche eingehen ...

Ein Elektroauto wäre eine Überlegung wert, oder vielleicht ein Hybrid, den man mit Rapsöl betanken kann?
Was meint ihr? Was für ein Fahrzeug ist ökologisch nachhaltig und gleichzeitig alltagstauglich?
Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?
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Hi,

was hältst Du davon? :star:

LG!
12.08.2018, 10:07 Uhr
Meine Meinung: nix, was man zur Ernährung verwenden kann, gehört in einen Tank.

Elektroauto ist gut, wenn man es hinbekommt, dass man dann tatsächlich überwiegend Ökostrom dafür kauft.
Ansonsten könnte dich vielleicht auch diese Diskussion zu CNG-betriebenen Fahrzeugen interessieren: https://www.vegpool.de/forum/allgemein/ist-cng-erdgas-wirklich-oekologisch-1.html
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12.08.2018, 10:21 Uhr
Ich wohne auch auf dem Land, 7 km bis in die Stadt. Letztes Jahr habe ich mir einen Elektroroller gekauft, vor kurzem ein Elektrofahrrad und vor 2 Jahren einen neuen Pkw, Benziner. Elektroautos sind doch noch sehr teuer. Ich habe einen schönen langen Radweg direkt vor der Haustür wo wir dann öfters mit dem Rad unterwegs sind, für kurze Fahrten fahre ich mit dem E-Roller - ein schönes fast lautloses Fahren. Für grobere Arbeiten wie Brennholz machen habe ich dann noch einen Traktor, Diesel natürlich. Am sinnvollsten halte ich Elektromobilität.
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13.08.2018, 15:25 Uhr
Ich bin ein großer Fan von Elektroautos, wir haben ein "Twike" (wird natürlich auch mit Ökostrom geladen). Allerdings "damals" (vor 10 Jahren) aus der Not heraus gekauft, dass zwar ständig neue Autos angekündigt wurden, aber nie auf den Markt kamen, eher etwas gewöhnungsbedürftig.

Wenn ich heute erneut eins anschaffen wollte, würde ich mich für einen e-Kleinwagen entscheiden, Smart z.B. Ja, die Anschaffungskosten sind sehr teuer, aber die Frage war ja, was am Sinnvollsten wäre, nicht, was am Billigsten wäre... ;)

Für alle machbaren Strecken fahre ich Fahrrad, auch oft zur Arbeit (18 km ein Weg), wir haben aber auch noch einen "normalen" Benziner, wenn es mal mit mehr Gepäck weiter weg gehen soll, fahren aber keine 9.000 km / Jahr.


(Wir wohnen auch sehr ländlich).

E-Roller oder E-Motorrad könnte ich mir als Alternative auch sehr gut vorstellen, wird aber vermutlich am vielen Gepäck scheitern... ansonsten halte ich deinen alten PKW auch für die sinnvollste Variante, so lange der noch läuft!
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13.08.2018, 16:19 Uhr
Zitat Xina:

... ansonsten halte ich deinen alten PKW auch für die sinnvollste Variante, so lange der noch läuft!


... das ist ja das Problem, das Auto heißt nicht ohne Grund "Don Quichote" ... :wtf:
Bald muss ein anderer Wagen her, und der sollte möglichst ökologisch und alltagstauglich sein, und ich möchte den auch so lange wie möglich nutzen können.

Was mir bei Elektroautos etwas Bauchschmerzen bereitet, ist die Reichweite der Akkus. Ich muss ziemlich oft längere Strecken fahren, die meiste Zeit davon über Autobahnen, am Zielort gibt es nicht immer "Stromtankstellen", und Ökostrom ist ja auch nicht generell verfügbar.
E-Roller oder E-Motorrad kommt nicht in Frage, weil ich dafür keinen Führerschein habe, und der Kofferraum muss auch eine gewisse Mindestgröße haben.
1x bearbeitet

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13.08.2018, 16:31 Uhr
Hallo Arthemisia,

Zitat Arthemisia:
Ein Elektroauto wäre eine Überlegung wert, oder vielleicht ein Hybrid, den man mit Rapsöl betanken kann?

Ein kleine Überlegung, die ich gerne einstreuen möchte:
Welche Umweltkosten entstehen denn real bei den Wahlmöglichkeiten Gebrauchtwagen (Benzin) und Neuwagen (Elektro).

Die Umweltkosten des 20 Jahre alten Gebrauchtwagen belaufen sich auf CO2 Ausstoß während
- der Fahrt
- der Treibstofferzeugung
- dem Transport des Treibstoffes

Die Umweltkosten des Neuwagens belaufen sich auf CO2 Ausstoß während
- der Erzeugung der Rohstoffe
- dem Transport der Rohstoffe
- der Erzeugung der Montageteile
- dem Transport der Montageteile
- der Fertigung in einer Fabrik
- ggf. der Treibstofferzeugung, z.B. letztendlich unterwegs meistens kein Ökostrom verfügbar

Dazu kommt noch die Mehrbelastung und der dadurch notwendige Ausbau des Stromnetzwerks, inkl. Ressourcenverbrauch und Transportwege für Baumaterial.

In etwa ähnliche Abwägungen wie beim Immobilienkauf:
Lohnt sich die anfängliche Investition in einen Neubau oder sind die Instandhaltungs- und Renovierungskosten eines Altbaus langfristig wirtschaftlicher (hier Synonym für ökologischer)?

Liebe Grüße,
Falk
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13.08.2018, 16:32 Uhr
Ich habe leider keine Erfahrungen damit, da ich selbst noch kein Auto besitze. Das brauche ich in meiner Gegend einfach nicht. Aber mir scheint es auch, dass die Anschaffung eines Elektroautos es durchaus wert und wohl auch die beste Option ist. Du kannst ja einmal zum nächsten Händler schauen und dich in Sachen E-Autos beraten lassen, dir die Preise und den Stromverbrauch ansehen, ein Auto mit passender Größe suchen. Das ist ja noch nicht verpflichtend und auch wenn du dir noch nicht sicher bist ob es überhaupt ein Elektroauto werden soll dann bist du nachher trotzdem schlauer als jetzt und es fällt dir dann vielleicht auch einfacher, eine gute Entscheidung für dich zu treffen ;)
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13.08.2018, 17:37 Uhr
Ja, einfach mal beraten lassen ist sicher nicht verkehrt. Meines Wissens ist das Netz der Ladestationen schon sehr gut, auch mit Schnellladestationen an der Autobahn - und wer entspannt fährt und immer mal eine Kaffee- oder Pinkelpause einlegt, hat dann vermutlich gar keine Probleme (so berichtete zumindest ein Bekannter, der mit seinem Tesla durch ganz Europa kutscht/düst).
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