Regionale Tierprodukte besonders schädlich fürs Klima

Erstellt 06.08.2020, 16:29 Uhr, von kilian. Kategorie: Vegpool aktuell. 11 Antworten.

Regionale Tierprodukte besonders schädlich fürs Klima
06.08.2020, 16:29 Uhr
Warum regionale Tierprodukte mitunter sogar noch klimaschädlicher sind als importierte Tierprodukte, erfährst du hier:
https://www.vegpool.de/magazin/regionale-tierprodukte-klimaschaedlich.html
Wusstest du das?

Wichtig: Bei Obst und Gemüse macht Regionalität (in Verbindung mit Saisonalität) Sinn!
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Hi,

was hältst Du davon? :star:

LG!
07.08.2020, 09:55 Uhr
Vielen Dank Kilian für dieses Argument, das werde ich vesuchen in Zukunft auch anzubringen. :thumbup:

Kennst Du die Zahlen, wieviel in Deutscher Landwirtschaft an Futter hinzugekauft wird, und wieviel über die eigenen Weiden gedeckt wird für das "Nutzvieh"?
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07.08.2020, 10:30 Uhr
Wie es aussieht müssen immer mehr Landwirte Futter zukaufen, auch solche die bisher in ihren nicht so großen Betrieben das Vieh mit eigenem Futter versorgen konnten. Durch die zunehmende Trockenheit verdorren auch die Weideflächen und die Erträge anderer heimischer Futterarten sinken drastisch. Wenn die Tierbestände nicht abnehmen werden auch die Importe zunehmen - bis zum geht nicht mehr.

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23.08.2020, 12:46 Uhr
Ich habe den Beitrag heute morgen meinem Bruder gesendet(natürlich auch mit Autorenangabe) , da er immer noch glaubt, wenn er Bio-Fleisch isst aus der Region ( glaube im Odenwald) wäre es nicht so schlimm. Mal sehen ,was er dazu sagt, bzw. schreibt. Denn ich denke auch Biofleisch ist da nicht ausgenommen oder ?

lieben Gruß
Gabi


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23.08.2020, 12:51 Uhr
Laut Fleischatlas ist Bio-Rindfleisch besonders klimaschädlich, will die Tiere länger leben und daher (aufs Klo Fleisch gerechnet) mehr Klimagase (inkl Methangas) aussondern.
https://www.boell.de/de/fleischatlas
Kommt ansonsten wohl etwas auf den Bio-Anbauverband an, was für Futtermittel gefüttert werden und woher diese kommen dürfen.
2x bearbeitet

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30.09.2020, 23:19 Uhr
Danke für die Übersicht. Vielen Leuten sind die tieferen Zusammenhänge ja überhaupt nicht klar bzw. sie wollen sie erst gar nicht wissen. Stichwort Welternährung.

Den Biolandbau muß man aber wohl etwas in Schutz nehmen. Meines Wissens füttern die ihre Tiere ja mit Öko-Futter. Das kann theoretisch natürlich auch aus Südamerika stammen. Aber ich vermute mal, daß der Biolandbau da restriktiver ist.

Und ein regionales Rind, auch konventionell, scheint mir immer noch besser als ein Rind aus Argentinien, das dort ja auch Weideland braucht. Also man sollte schon differenzieren. Man sollte aus Veganersicht nicht alles über einen Kamm scheren, nur weil es Fleisch ist. Ich bin jedenfalls froh, wenn die "Allesfresser" mehr bio und mehr regionales Fleisch essen. :)

Oder ist es wirklich sinnvoller, argentinisches Rindfleisch zu importieren statt argentinisches Sojafutter für hiesige Rinder?
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30.09.2020, 23:36 Uhr
Zitat Gutmensch:
Oder ist es wirklich sinnvoller, argentinisches Rindfleisch zu importieren statt argentinisches Sojafutter für hiesige Rinder?

Wenn ich mich richtig erinnere, ist die Umrechnungsquote bei Rindfleisch, dass nur 4% der Kalorien, die das Tier aufnimmt, in Fleisch umgewandelt werden. Es dürfte also tatsächlich ökologischer sein, weniger Masse vom ineffektiv umgesetzten Fleisch zu importieren, als wahnsinnig große Mengen von Futtermitteln, die dann erst vor Ort ineffizient umgewandelt werden und uns aber gleichzeitig noch das Gülleentsorgungsproblem bescheren.
1x bearbeitet

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01.10.2020, 07:11 Uhr
Moin,
in dem Artikel steht:

Leider sind regional erzeugte Tierprodukte wie Fleisch, Milch und Eier für die Umwelt mitunter sogar noch schädlicher als importierte Tierprodukte.

Also sollte man doch etwas besser differenzieren. mitunter bedeutet auf keinem Fall immer. Grundsätzlich
werden in echter Ökologischen Landwirtschaft die Tiere weitgehend in den Betriebskreislauf integriert. Das bedeutet, dass nur so viele Tiere gehalten werden, wie von der Betriebsfläche am betreffenden Standort ernährt werden können. Eine solche flächengebundene Tierhaltung stellt sicher, dass es nicht zu schädlichen Umweltwirkungen, z. B. durch Überdüngung, kommt. Gleichzeitig wird auf eine artgerechte Fütterung der Tiere geachtet, die ihren ernährungsphysiologischen und artspezifischen Bedürfnissen gerecht wird.

Also wenn man schon nicht ohne tierische Produkte auskommt bin ich der Meinung das man mit
ökologischer Landwirtschaft immer auf der besseren Seite ist.

1x bearbeitet

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08.10.2020, 23:11 Uhr
Hallo zusammen und vielen Dank für diesen spannenden Artikel, Kilian!
Diese Problematik war mir tatsächlich noch gar nicht so bewusst. Verrückt- da denkt der Verbraucher er tut etwas Gutes, wenn er regional einkauft, statt das eingeschipperte Fleisch. Aber am Ende kann das sogar noch schädlicher sein. :crazy:
Das behalte ich auf jeden Fall im Hinterkopf für das nächste Mal, wenn ich mit einem Fleischesser über das Thema spreche!
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02.03.2021, 14:06 Uhr
Guten Tag, ich finde diesen Artikel gefährlich undifferenziert. Es liest sich wie Lobbyismus für große ausländische Fleischkonzerne, von denen manche übrigens auch an Genoziden und Morden, Landraub und Korruption diktatorischer Autokraten beteiligt sind. Im Großen fehlt eine sinnvolle Argumentation und Quellen im Artikel.

Ich habe nur ein einziges Argument aus den Kommentaren zum Artikel entnommen: die CO2-Auswirkung des Imports der Futtermittel sei größer als der Import des Fleisches selbst.

Haben Sie sich eigentlich einmal gefragt, was sie zu der Regionalität und dem Export von Fleisch innerhalb anderer Länder sagen? Sollen die ihr Fleisch von uns importieren, wenn regionale Tierhaltung aus ihrer Sicht schlecht ist? Glauben Sie etwa, die Regenwaldrodung würde durch weitere Produktionsverschiebung verbessert? Die Wirtschaft funktioniert anders, denn höhere Nachfrage führt zu noch stärkerer Nutzung (was natürlich nicht anders mit den Vorprodukten ist) und noch mehr Fleischproduktion dort mit all ihren Qualitätsnachteilen, das aufgrund weniger Rücksicht womöglich billiger produziert und hier mehr gekauft werden kann. Regionale Produktion (und insbesondere regionale Futtermittelherstellung) bedeutet logisch weniger Umweltzerstörung im Ausland, als wenn jetzt noch ALLE regionalen Futtermittel zusätzlich dort als Vorprodukte produziert würden. Für biologische Landwirtschaft gibt es zudem mehr ökologische Vorgaben als für die konventionelle schädlichere Landwirdschaft, die Sie dann wahrscheinlich importieren wollen. In dem Sie sagen, mal solle, wenn, dann alles von dort beziehn, schlagen Sie eine noch stärkere Konzentration der Umweltzerstörung in wenigen Ländern vor! Dabei ist die grüne Lunge gerade wichtig. Bestenfalls ist die Auslagerung ins Ausland Kolonialismus, im schlimmsten Fall wird eine Flüchtlingskatastrophe draus. Die Arbeitsbedingungen in deren Ländern sind für Menschen schlechter als für Landwirte hier. Unternehmen, die am Import Gewinn betreiben, werden aufgrund ihrer Distanz Tiere weniger als Lebewesen betrachen statt als bloßes Produkt, als noch die, die direkt mit Tieren zu tun haben.


In einer idealen Welt, in der der Fleischkonsum so ausgewogen wäre, dass er noch umweltverträglich und ohne Massentierung tiergerecht genug wäre, wäre es völlig absurd, Produkte oder Futtermittel weit aus dem Ausland zu importieren, was die Ökobilanz im Allgemeinen stört. Veganismus ohne Regionalität ist nicht ökologisch. Mindestens ethisch gesehen ist der Import von exotischen (luxuriösen) und hochbedenklich produzierten Zutaten in manchen veganen Ersatzprodukten ein Problem, das mit Sklaverei und schlechten Arbeitsbedingungen einhergehen kann. Überlegen Sie sich, was für Ernährungsauswirkungen die wegimportierten kulturellen Anbauprodukte wie z.B. Quinoa für Bevölkerungen im Ausland verursacht.

Was den Tier"schutz" angeht glaube ich übrigens auch nicht, dass es in manchen korrupten Autokratien im Ausland überhaupt Interesse an Tierschutz gibt.

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