Ernährung

Kommt B12-Mangel auch bei Fleischessern vor?

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Auch Nicht-Veganer sind oft müdeAuch Fleischesser können einen B12-Mangel entwickeln. Bild: Umberto Salvagnin, flickr.com (bearb.) Bildtitel: Sofia - tired, CC-BY

Vitamin B12 ist für ein gesundes Nervensystem unseres Körpers absolut notwendig. Ein Mangel an Vitamin B12 kann zu schweren und dauerhaften Schädigungen der Nerven inklusive des Rückenmarks führen (Funikuläre Myelose). Aus dem Grund müssen alle Menschen - Veganer und Fleischesser - ausreichend B12 aufnehmen, um gesund zu bleiben.

Doch obwohl Vitamin B12 (und auch der Mangel daran) sehr oft mit einer veganen Ernährung verknüpft wird, betrifft die B12-Versorgung durchaus auch Fleischesser. Die große Auswahl an nicht-veganen Vitamin B12-Präparaten auf dem Markt zeigt, dass Veganer keineswegs die Hauptzielgruppe sind.

B12-Mangel kommt auch bei Fleischessern vor.

Wenn man sich Erfahrungsberichte und Zahlen im Netz anschaut, scheint es manchmal gar, als sei Vitamin B12 ganz besonders ein Fleischesser-Problem. Veganer sind schon deshalb auf der Hut, weil sie praktisch von Beginn an immer wieder mit dem Thema konfrontiert werden. Anders als Fleischesser, die oft dem Irrglauben unterliegen, dass ihre oft nicht besonders gründlich geplante Standard-Ernährung besonders gesund sei - und die häufig nicht nur einen versteckten B12-Mangel haben, sondern auch eine Unterversorgung an Folsäure und Vitamin D.


Aus dem Grund sollten auch Fleischesser beim Hausarzt regelmäßig ihren B12-Status prüfen lassen (wichtige Informationen dazu finden Sie hier).

Vitamin B12 wird von Mikroorganismen gebildet.

Zwar heißt es immer, dass Vitamin B12 vor allem in Tierprodukten vorkomme - doch das ist nur die halbe Wahrheit. Denn das Vitamin B12 wird keineswegs von Tieren selbst gebildet, sondern von Mikroorganismen. Tiere aus der industriellen Tierhaltung, die keine Möglichkeit haben, an natürliche Vitamin B12-Quellen zu gelangen, erhalten daher systematische Gaben von synthetisch erzeugtem Vitamin B12. Oder anders gesagt: Veganer supplementieren Vitamin B12 direkt als B12-Präparat - Fleischesser indirekt über das mit B12 versorgte Tier. Aber supplementieren tun ohnehin (fast) alle.

Vitamin B12 supplementieren: ja oder nein?
ja
nein
unentschieden

Grundsätzlich gäbe es durchaus Möglichkeiten einer B12-Aufnahme ohne Pillen oder Spritzen. Und nicht nur Menschen sind auf Vitamin B12 angewiesen, sondern auch andere Säugetiere, darunter auch reine Pflanzenfresser. Da sich Vitamin B12-bildende Mikroorganismen unter anderem im Darm ansiedeln, ist der Kot von Tieren häufig besonders reich an Vitamin B12. Meerschweinchen verzehren zur Vitamin B12-Aufnahme praktischerweise ihre eigenen Ausscheidungen. Aber auch über verunreinigte Pflanzen gelangen viele Tiere an das Vitamin. Das ist nicht sonderlich appetitlich und birgt zudem gewisse Risiken. Aber B12-Versorgung ist in der Natur oft eher dreckig.

Vitamin B12 lässt sich auch im Labor herstellen.

Wir Menschen mögen es hingegen lieber hygienisch und haben daher andere Möglichkeiten entwickelt, um ausreichende Mengen an Vitamin B12 zu erhalten. Eine Möglichkeit ist die Erzeugung im Labor. Dabei können naturidentische Formen des Vitamins erzeugt werden (z. B. Methylcobalamin), aber auch synthetische Formen (z. B. Cyanocobalamin). Mehr über die Formen von Vitamin B12.


Vitamin B12 kommt aber auch in inaktiven Formen vor, die vom Körper nicht verwertet werden können. Aus dem Grund sind z. B. Sauerkraut, Brot, Algen und Bier in der Regel nicht als zuverlässige B12-Quelle geeignet, obwohl sich oft kleine Mengen an B12 darin finden lassen.

Besonders oft kommt Vitamin B12-Mangel bei älteren Menschen vor - auch bei Fleischessern und Vegetariern. Für die Aufnahme des Vitamins bildet der Körper im Magen ein Protein, den sogenannten Intrinsischen Faktor. Mit zunehmendem Alter nimmt die Menge des Intrinsischen Faktors ab - und das Risiko eines Vitamin B12-Mangels steigt. Wer bei sich Symptome eines B12-Mangels entdeckt, sollte daher möglichst bald zum Hausarzt, um eine Therapie zu starten. Diese erfolgt normalerweise über Spritzen und geht über mehrere Wochen.

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