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Hefeschmelz und Co

Vegan überbacken: Aufläufe, Lasagne, Pizza und Co.


Manch ein Lieblingsgericht erhält erst durch das Überbacken seinen tollen Geschmack. Lasagne, Aufläufe und Pizza, zum Beispiel, kann man sich ohne knusprig-würzige Kruste kaum vorstellen. Nicht-Veganer verwenden zum Überbacken meist geriebenen Käse bzw. handelsübliche Käse-Mischungen. Doch wie kann man als Veganer Ofengerichte lecker und ohne Käse überbacken? Hier stellen wir Ihnen einige vegane Alternativen zu Käse vor, die sich speziell zum Überbacken von Lasagne, Pizza und Co eignen.

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Schon lange bevor es vegane Käsealternativen zu kaufen gab, haben Veganer Gerichte überbacken. Zum Einsatz kamen oft Cremes auf Basis von Soja oder Nüssen und etwas Öl, die mit Würzhefeflocken, Kräutern, Muskatnuss und Mandelmus abgeschmeckt wurden. Dieser „Hefeschmelz“ erhält beim Backen eine ansehnliche goldgelbe Kruste und schmeckt lecker würzig.

Veganer Hefeschmelz zum Überbacken

Die einfachste und schnellste Variante von veganem Hefeschmelz basiert auf Sojasahne (z. B. unter dem Namen „Sojacuisine“ erhältlich). Diese erhält man im Biomarkt oder Supermarkt. Sie wird mit den genannten Zutaten angerührt und großzügig über das zu überbackende Gericht gegeben. Etwas feiner schmeckt es, wenn noch etwas weißes Mandelmus hinzugegeben wird. Auch Kala Namak (Schwefelsalz) passt gut zum Hefeschmelz.

Die vegane Lasagne
Bild: K/Vegpool

Eine feinere Variante zum Überbacken basiert auf Cashewkernen. Die Cashewkerne werden dafür mit Wasser bedeckt und einige Stunden eingeweicht. Anschließend werden sie (mit dem Wasser) püriert und mit etwas Öl, Würzhefeflocken, Gemüsebrühe (Pulver) und frisch gemahlenem Pfeffer abgeschmeckt. Wer mag, kann auch hier noch mit weißem Mandelmus und einem Hauch Kala Namak nachhelfen. Cashewbruch ist übrigens kostengünstiger als ganze Cashewnüsse und eignet sich für diese Art von Hefeschmelz natürlich ebenso gut.

Käsealternativen aus dem Supermarkt

Hefeschmelz schmeckt schön würzig, aber natürlich nicht nach Käse. Wer nicht-vegane Gerichte geschmacklich nachahmen möchte, findet inzwischen in vielen Supermärkten vegane Käsealternativen. Diese werden zum Beispiel unter den Namen „Wilmersburger Pizzaschmelz“, „Bedda“, „Violife“ oder „Veggie Filata“ (Bio) angeboten und stehen in verschiedenen Sorten zur Verfügung. Falls Ihr Supermarkt keine veganen Käsealternativen führt, finden Sie diese auch in veganen Onlineshops.

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Auch wenn erhältliche vegane Käsealternativen einen ziemlich authentischen Käsegeschmack haben, ziehen sie natürlich keine Fäden, wie sie durch das tierische Kasein im Käse gebildet werden.
Zum Schmelzen empfiehlt es sich, den geriebenen veganen „Käse“ vorher mit etwas Öl anzumischen und nicht direkt auf die Pizza oder den Auflauf zu geben.

Wenn Sie weitere Möglichkeiten kennen, vegane Gerichte lecker und rein pflanzlich zu überbacken, dann hinterlassen Sie doch einen Kommentar!


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Kommentare

Jutta Seehafer
Kommentar #1 10.01.2016, 11:00 Uhr
Ist der Käsegeschmack oder auch nur die Käseillusion auf Pasta oder Pizza wirklich unverzichtbar, bzw. der Verzicht so schmerzlich? Ich esse relativ oft Pasta und frage mich inzwischen, wieso ich jahrzehntelang (Bin halt schon etwas älter...) ganz selbstverständlich Parmesan oder billigen Gouda über meine Nudeln gehobelt habe, während mir die herzhaften Gemüsesaucen und Saucen mit Linsen ohne Käse viel besser schmecken. Auch Pizza geht sehr gut ohne Käse, sollte dann allerdings etwas fantasievoller belegt werden als einfach mit Tomaten. Das neue Kochbuch von Attila Hildmann (bin eigentlich kein Fan von ihm!) "Italian Style" zeigt wunderbare, vielfältige Beispiele sowohl für Pasta als für Pizza, ganz ohne "Käseersatz". Ein Ersatz bleibt eben doch immer nur ein Ersatz und damit wird die Sehnsucht an das Original wach gehalten, anstatt dass ganz neue Kombinationen, ganz neue Gerichte kreiert und somit alte, einge"fleisch"te Gewohnheiten umgekrempelt werden.

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