Eine ganz andere Herangehensweise

Erstellt 04.08.2019, 01:20 Uhr, von PittBull. Kategorie: Allgemein vegan. 9 Antworten.

Eine ganz andere Herangehensweise
04.08.2019, 01:20 Uhr
Hey Leute,

Ich habe eine Freundin die großen Wert auf Gesundheit legt. Sie ist alle ihre Kosmetik Produkte auf vegan am umstellen, da sie sich etwas gutes auf die Haut schmieren will. Sie isst aber Fleisch und Milchprodukte.
Also ich kenne das bisher so, das die Leute erst die Ernährung umstellen und dann das Badezimmer. Ich fand es interessant, im positiven Sinne, denn sie ist offen für das Thema und das wird auf Dauer vielleicht dann auch auf vegane Ernährung umstellen.

Was ich fragen wollte, wie ist das bei euch bzw Menschen, die ihr kennt, gewesen? Erst die Ernährung oder ist es woanders begonnen?
Willst du die Welt verändern, beginne bei dir selbst ❤️

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Hi,

was hältst Du davon? :star:

LG!
04.08.2019, 08:15 Uhr
Also bei mir war es erst die Ernährung, dann kam die Kleidung und dann erst Kosmetik.
Leider haben alle die ich kenne, die es mal probieren wollten, wieder angefangen Fleisch und Milch zu konsumieren.
Die typische Aussage war, es ist zu anstrengend und keiner hatte Lust immer nachzusehen ob nicht doch etwas tierisches enthalten ist. Sie essen allerdings alle gerne mit, wenn ich etwas veganes koche oder backe....nur selber ist es ihnen zu stressig.


Wir liegen alle in der Gosse, aber einige von uns betrachten die Sterne.
Oscar Wilde

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04.08.2019, 08:49 Uhr
Es ist natürlich viel einfacher, erst das Badezimmer umzustellen, denn dann muss man sein Verhalten ja nicht ändern... ;-)
Lieben Gruss

PeeBee

Veg-Badge Veg-Badge

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04.08.2019, 09:44 Uhr
Bei mir kam auch die Ernährung zu erst. Allerdings waren die meisten meiner Kosmetikprodukte auch damals tatsächlich schon vegan, weil ich schon früh auf Naturkosmetik gesetzt habe. Das ich mich dann aber auch hier intensiver mit den einzelnen Inhaltstoffen auseinandergetzt habe, kam erst später. Gut und hilfreich finde ich, dass immer mehr Kosmetikprodukte als vegan (oder eben nicht) gekennzeichnet sind, so dass man nicht mehr unbedingt alles einzeln recherchieren muss.
Gedanken über tierische Kleidungsstücke und Haushaltsartikel kamen bei mir auch schon recht früh. Allerdings trage und nutze ich alte Dinge, die tierische Bestandteile enthalten, auch weiterhin, wie schon einmal in einem anderen Post erwähnt. Ich sehr keinen Sinn darin alte (aber noch schöne) Schuhe, Gürtel oder Sessel einfach wegzuschmeißen und neu zu kaufen. Das nützt zu diesem Zeitpunkt leider weder dem Tier noch der Umwelt. Aber beim Neukauf achte und vermeide ich das in jedem Fall.
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04.08.2019, 11:08 Uhr
Ich habe auch erst mit der Ernährung angefangen- damals noch vegetarisch- und vor über 30 Jahren gab es auch noch nicht so viele Naturkosmetik, die vegan war.
Mit der Kleidung habe ich dann erst ca. in den letzten 10 Jahren angefangen, Altes durch veganes neues zu ersetzen, wir haben auch beim PKW vermieden Ledersitze zu kaufen. anfangs hatten wir im Winter noch Lammfell drauf, aber das wollte ich nicht mehr und habe auch irgendwann im letzten Jahr meine Lammfelljacke weggegeben. Die hing noch jahrelang im Schrank unbenutzt, weil ich sie nicht mehr anziehen wollte. Was ich auch noch nicht weggeben will sind meine Bettdecken, die sind aus Kamelhaar(Winter) und Seide(Sommer) - aber neue kaufen - obwohl die ( nach über 20 Jahren) noch gut sind will ich nicht. Da stimme ich Annabella zu! :D
Veg-Badge

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11.08.2019, 11:22 Uhr
Als Mann benutzt man eher weniger Kosmetika (es soll auch Ausnahmen geben) aber mindestens Deo, Duschgel und Aftershave sind vorhanden. Ich habe auch schon vorher auf Tierversuch freie Produkte geachtet. Inhaltstoffe, eher weniger (muss ich zu meiner Schande zugeben).

Für den Rest, brauche ich meine gekauften Sachen auf. Aftershave, zum Beispiel, habe ich vollständig durch Kokosöl ersetzt. Meine anderen Sachen (Sessel, Gürtel, Autositze, Jacken usw.) tierischen Ursprungs, nutze ich auch weiter, solange mir das nicht unangenehm ist.

Bei Neukauf, wird selbstverständlich auf Vegan und/oder ohne Tierleid geachtet, obwohl sich das, bis ins letzte Detail, als relativ schwierig erweist. Wie wird, zum Beispiel, mein Wein, vom lokalen Biowinzer, gefiltert? Hab ihn noch nicht gefragt. Und was mache ich wenn dann seine Antwort nicht in meinem Sinn ist? Importierten veganen kaufen, auch wenn der mir nicht so schmeckt? Und wie sieht es dann mit der Ökobilanz aus?

Manchmal „beneide“ ich die Menschen aus meinem Umfeld, die völlig unbedarft durch‘s Leben gehen. Tierleid? Egal. Nestlé? Egal. Gespritzt? Egal…
Nein, tu ich natürlich nicht, aber vor meiner veganen Zeit war das Leben viel einfacher.
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11.08.2019, 18:43 Uhr
Lieber Ivo,
das sind Gedanken, die uns allen von Zeit zu Zeit (besonders zu Beginn der Umstellung) durch den Kopf gehen. Darum hat Kilian dazu hier im Magazin auch schon ein paar tolle Artikel geschreiben, die dir sicherlich bei diesen Gedankengängen weiterhelfen können und dich vor einem negativen Gedankenkarussel bewahren.
Hier nur zwei Beispiel:
https://www.vegpool.de/magazin/veganismus-nicht-ueberbewerten.html
https://www.vegpool.de/forum/vegan-allgemein/das-vegane-pareto-prinzip-1.html
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12.08.2019, 11:18 Uhr
Danke für die Links, Annabella :thumbup:
Es ist ja nicht so, dass es mich besonders belasten würde und auch sonst bin ich relativ locker. Doch manchmal „poppt“ halt sowas hoch, zumal wenn im Gespräch ein noch nicht gekanntes Element für‘s Bullshit Bingo auftaucht und man in dem Moment keine spontane und, vor Allem, gute Antwort hat.
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12.08.2019, 11:52 Uhr
Wollte mal kurz berichten: die besagte Freundin hat nun schon einige vegane Rezepte ausprobiert und ist positiv überrascht, auch wie gut Pflanzenmilch im Kaffe schmeckt :thumbup:
Sie sagt, das sie nicht sofort vegan werden könnte aber das sie weiter ausprobieren will. Hätte ich nicht gedacht, sie war früher schon sehr anti was vegetarisch/vegan angeht.
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12.08.2019, 13:57 Uhr
Pittbull, das klingt richtig gut.
Zitat PittBull:sie war früher schon sehr anti was vegetarisch/vegan angeht.

Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht. Menschen finden Neues und Ungewohntes erst mal immer komisch.
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