Nicht-Veganger fragt: Muss es für vegan stets eine separate Pfanne sein?

Erstellt 17.10, 10:25 Uhr, von Bickid. Kategorie: Vegan kochen & backen. 18 Antworten.

18.10, 16:20 Uhr
Zitat Vegbudsd:Ja, hat bei uns dazu geführt, einen asiatischen Imbiss nicht mehr aufzusuchen, der unseren Tofu in einem Wok anbriet, indem kurz zuvor eine Hühnerleiche frittiert wurde. Auch den veganen Burger von McD. kaufe ich nicht mehr (hatte ihn insgesamt drei mal versucht), weil ich denke, dass dieser auf derselben Bratfläche gebraten wird, wie das Tierleidzeug auch.

Etwas anderes ist es jedoch für uns, wenn bei einem Massenprodukt wie Keksen oder so was steht "Kann Spuren von Milch, Usw." Enthalten, diese aufgeführten Stoffe aber nich Bestandteil der Rezeptur sind. Da werden die wenigsten Hersteller willens und in der Lage sein, extra vegane Produktionsstraßen aufzubauen.


Danke. Aber nochmal konktret: Wenn statt einem Huhn (ist ja Fleisch) nun paniertes (Eier!) Tofu in der Friteuse gebraten wird, wäre das dann auch schon too much für dich? Oder sagst du 'na, solange kein Fleisch drin war, ist es okay'?
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18.10, 16:28 Uhr
Zitat Bickid:Hätte mir noch ein paar Meinungen erhofft zu der Frage: Würdet ihr euch beschweren, wenn in derselben Friteuse sowohl vegane als auch vegetarische Speisen zubereitet werden? Bspw. Panierter Blumenkohl, der Ei in der Panierung hat.

Ich fand, ich hatte die Frage schon ausreichend beanwortet (niemand hier kann eine allgemeingültige Antwort geben).


Du scheinst ja einen sehr konkreten Fall vor Augen zu haben - vielleicht magst du den mit uns teilen? Bist du selbst Restaurant-/Imbissbetreiber und hat sich ein Kunde bei dir beschwert? Oder überlegst du, vegane Produkte ins Programm aufzunehmen und bist dir nicht sicher, ob du ohne separate Zubereitung Abnehmer dafür findest?
Solange es ordentlich (im Idealfall proaktiv) kommuniziert wird, gibt es eigentlich keinen Grund zu Beschwerden, sondern, falls man die Zubereitung im gleichen Fett ablehnt, nur einen Grund, diese Speise nicht zu bestellen.

Bei Nordsee gab es diesen Fall, dass der Visch zunächst im selben Fett fritiert wurde wie der Fisch. Dort, wo es möglich war, gibt es mittlerweile eine separate Friteuse dafür. Wenn einem das wichtig ist, sollte man als Veganer auch mal selbst nachfragen. Und wenn der Anbieter merkt, dass dann ziemlich häufig auf den Kauf verzichtet wird, kann er sich überlegen, ob sich die getrennte Zubereitung vielleicht doch lohnen könnte.

Nachtrag: Panieren kann man übrigens auch prima ohne Ei
1x bearbeitet

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18.10, 16:46 Uhr
Zitat Sunjo:
Ich fand, ich hatte die Frage schon ausreichend beanwortet (niemand hier kann eine allgemeingültige Antwort geben).


Ich kenne mich ja nicht aus hier im Forum, aber wie könntest du eine offene Frage endgültigt beantworten? 🤔 Das wäre ja sonst eine ... allgemeingültige Antwort!


Nichts für ungut, aber ich würde schon gern eine breite an Meinungen lesen, nicht ein 'das kann man so nicht sagen' und Ende. Alles gut.


Du scheinst ja einen sehr konkreten Fall vor Augen zu haben - vielleicht magst du den mit uns teilen? Bist du selbst Restaurant-/Imbissbetreiber und hat sich ein Kunde bei dir beschwert? Oder überlegst du, vegane Produkte ins Programm aufzunehmen und bist dir nicht sicher, ob du ohne separate Zubereitung Abnehmer dafür findest?
Solange es ordentlich (im Idealfall proaktiv) kommuniziert wird, gibt es eigentlich keinen Grund zu Beschwerden, sondern, falls man die Zubereitung im gleichen Fett ablehnt, nur einen Grund, diese Speise nicht zu bestellen.

Bei Nordsee gab es diesen Fall, dass der Visch zunächst im selben Fett fritiert wurde wie der Fisch. Dort, wo es möglich war, gibt es mittlerweile eine separate Friteuse dafür. Wenn einem das wichtig ist, sollte man als Veganer auch mal selbst nachfragen. Und wenn der Anbieter merkt, dass dann ziemlich häufig auf den Kauf verzichtet wird, kann er sich überlegen, ob sich die getrennte Zubereitung vielleicht doch lohnen könnte.

Nachtrag: Panieren kann man übrigens auch prima ohne Ei


Ich bin derzeit arbeitslos und hab die letzte Zeit über künftige Möglichkeiten sinniert. U.a. einen Imbiss zu eröffnen. Da es aber im Jahr 2021 absolut dämlich wäre, stumpf auf Fleisch zu bestehen, würde ich natürlich auch veganes Essen anbieten wollen. Und da ist dann die Frage, wieviel das alles kostet. Eine Friteuse für Fleisch, eine für Nicht-Fleisch ist kein Problem. Drei Friteusen, davon zwei für Nicht-Fleisch, sind schon 'ne andere Hausnummer, gerade auch wenn fleischlose Kost nicht der Fokus des Ladens ist. Insofern interessiert mich die Meinung der Betroffenen selbst. Wenn es separat sein muss, muss es eben so sein. Wenn nicht, wär's ökonomisch entgegenkommender.
1x bearbeitet

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18.10, 17:53 Uhr
Ich würde sagen, wir leben in 2021, Zeit, einen rein veganen Imbiss zu eröffnen. :D
War grad gestern vegan Pizza essen, mega lecker und auch für einen Omni nicht zu unterscheiden!

Es gibt keine sinnigen Gründe, Lebensmittel aus tierischem Ursprung anzubieten
.
Nur Gründe dagegen:
https://www.vegpool.de/forum/tierschutz-tierrechte/tierschutzskandale-sammlung-1.html

https://www.vegpool.de/magazin/was-ist-weisses-blut.html

https://www.vegpool.de/magazin/fleisch-essen-6-gruende.html

https://www.vegpool.de/magazin/10-irrtuemer-argumente-fleischesser.html

https://www.vegpool.de/magazin/warum-essen-veganer-kein-fleisch.html

https://www.vegpool.de/magazin/warum-veganer-keine-eier-essen.html

https://www.vegpool.de/magazin/warum-vegetarier-kein-fisch.html

https://www.vegpool.de/magazin/fischzuchten-umwelt.html

Hiermit könntest Du beginnen, Dich weiterzuinformieren, um ein modernes Unternehmen zugründen, das sowohl das Klima schützt als auch Leben respektiert:

https://www.vegpool.de/magazin/selbstaendig-vegan-imbisswagen-vood-mobil.html
https://www.deutschlandistvegan.de/vegane-selbstaendigkeit/

https://www.vegpool.de/magazin/wie-eier-ersetzen.html

https://www.vegpool.de/magazin/geschmack-fisch-nachmachen.html

schau Dich mal weiter um, in all den vielen Artikeln, die Kilian verfasst hat
Dann brauchst Du auch keinerlei Sonderfriteuse mehr! Und mit Sicherheit helfen Dir vegane Unternehmen bei der Gründung mit Informationen etc...

Denk mal drüber nach :thumbup:


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18.10, 18:22 Uhr
Deine Zielgruppe ist stark von deinem Ort abhängig. In Berlin wäre Salmas Vorschlag zweifellos die beste Idee, aber es mag auch Orte geben, wo du mit einem rein veganen Imbiss gnadenlos baden gehst. Ausnahme: wenn du wirklich gut kochen kannst, brauchst du keinen 08/15 Omnikram anbieten, dann überzeugst du sowieso jeden.

Ich persönlich kann mit Spuren von Nichtveganem ganz gut leben, egal ob das Fleisch, Milch oder Ei ist. Sollte an meinem Essen aber ein Milch-Ei-Käse Pamps dran sein, wäre das ein Grund, Geld und Essen zurückzutauschen. Insbesondere Käse finde ich ekeliger als Fleisch.

Aus ethischer/ökologischer Sicht besteht zwischen Omnis und Vegetariern übrigens nur ein minimaler Unterschied - besonders die Hühner in der Eierproduktion und die Milchkühe dürften deutlich mehr und deutlich länger leiden, als ein zur Schlachtung bestimmtes Tier.

Zitat Bickid: Eine Friteuse für Fleisch, eine für Nicht-Fleisch ist kein Problem. Drei Friteusen, davon zwei für Nicht-Fleisch, sind schon 'ne andere Hausnummer, gerade auch wenn fleischlose Kost nicht der Fokus des Ladens ist.

Wenn Salmas Vorschlag für dich nicht in Frage kommt, solltest du die vegetarischen Speisen weglassen. Vegetarier essen problemlos auch vegan, umgekehrt aber nicht, und die Allergiker hast du mit vegan auch gleich mit abgedeckt.

1x bearbeitet

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18.10, 19:56 Uhr
Zitat Sunjo:
Wenn Salmas Vorschlag für dich nicht in Frage kommt, solltest du die vegetarischen Speisen weglassen. Vegetarier essen problemlos auch vegan, umgekehrt aber nicht, und die Allergiker hast du mit vegan auch gleich mit abgedeckt.


Das ist eine gute Idee. 👍🏻
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19.10, 06:46 Uhr
Hallo, ich persönlich möchte nicht das mein Essen mit tierischen Sachwn in Kontakt kommt, somit einfach Pfanne vorher auswaschen :D
In Restaurants kann man sich leider nie sicher sein, vorallem bezüglich Friteuse oder ähnliches. In Fast food Restaurants kann man das sicherlich nicht erwarten, aber in normalen hoffe ich doch sehr das sie grundsätzlich eine saubere Pfanne/Topf ect nehmen haha
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19.10, 11:06 Uhr
Ich sag es mal so: In der Regel will ja auch niemand, dass ihm der Koch ins Essen spuckt. Auch nicht ein bisschen.


Würde ich heute einen nichtveganen Imbiss eröffnen, würde ich als besonders qualitativ hochwertiges Angebot vegane Speisen, die ich auch völlig vegan, also ohne jede Kontamination mit Tierleid anbieten.


Das wäre zuerst zwar eine Zusatzinvestition, die würde aber nur ein mal zu Buche schlagen und sich zuerst langsam, im Lauf der Zeit vermutlich immer schneller amortisieren.


Wie schon an anderer Stelle erwähnt wurde: Die veganen Speisen sollten auch besonders gut schmecken, am besten auch den Omnis.
1x bearbeitet

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19.10, 15:46 Uhr
Hi Bickid
es gab ja auch schon mal Leute, die haben mit ihrem Imbiss oder Foodtruck auf einem Rockfestival vegane Burger angeboten, ohne dass die Besucher es gemerkt haben. Und viele die behauptet haben, dass sie keine vegetarischen Burger essen, haben ihn nachher für gut befunden.

Und ein Gaststättenbetreiber in Frankfurt hat von heute auf morgen sein Restaurant veganisiert, hat es aber nicht an die große Glocke gehängt, sondern nur ein paar Sachen weggelassen, die er nicht veganisieren konnte. ( Zeil Kitchen Frankfurt). Also warum sich die Mühe machen die Pfannen etc zu trennen, wenn Du auch mit nur vegan allen schmackhaftes Essen anbieten kannst.
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